Mr. A – Z: Neues von Jason Mraz im August

Diese gute Nachricht ist nicht mehr ganz neu (Februar), aber nichtsdestotrotz erwähnenswert: im August kommt das neue Studioalbum von Jason Mraz!

CD: It’s official ? Jason’s new album will be called Mr. A – Z and is tentatively scheduled to be released on August 23! The first radio single is „Wordplay“ and should start hitting radio in late April.

Quelle: Jasons offizielle Internetpräsenz.

Spin Doctors jetzt offiziell im Live Music Archive

„I can’t get enough of that funky stuff…“

Die Spin Doctors sind seit der vergangenen Woche nicht nur in Europa auf Tour, sondern auch ganz offiziell im Live Music Archive vertreten. Und schon jetzt finden sich hier fünf, sechs absolut hörenswerte Shows der Band. Darunter auch schon eine Aufnahme der laufenden Tour, mit frisch umarrangierten neuen Tracks und natürlich den Klassikern aus der Zeit vor 1994. Die meisten Shows sind im .flac- oder .shn-Format archiviert, einige Sachen gibts aber auch als mp3s. Eine wahre Fundgrube also!

Übrigens: aktuelle News zur Tour der Band gibts regelmäßig im offiziellen Forum und auch auf der MTMTE-Seite.

Jack Johnson – In Between Dreams (2005)

Da rauscht es wieder, das Meer. Da rumpelt es wieder entspannt vor sich her, das Schlagzeug. Da sind wieder diese zickigen, kleinen Gitarrenlicks, die versponnen, aber dennoch souverän durch die einzelnen Songs geleiten. Und da ist natürlich wieder diese Stimme, die die dunklen Vokale so unnachahmlich lang zieht, dieser tongewordene Gleichmut, diese sonnendurchflutete Lockerheit. Kurz und gut: es gibt so überhaupt nichts Neues zu vermelden, wenn es um das aktuelle Album von Jack Johnson geht.

Und das ist eigentlich keine schlechte Sache. „In Between Dreams“, der dritte Longplayer des singenden Surfers (hat der sich diese Bezeichnung eigentlich irgendwo rechtlich schützen lassen? Wenn nicht, dann aber schnell machen!), liefert genau das, was man inzwischen von Herrn Johnson kennt und prinzipiell auch sehr mag. Sicher, hier und da gibt es ein paar clevere neue Nuancen, mal sind die Grooves einen Zacken vertrackter als man das gewohnt ist, mal lassen die Melodieführungen aufhorchen, weil sie vergleichsweise Johnson-untypisch anmuten. Alles in allem strahlt auf diesen Songs die Sonne noch ein bißchen mehr als auf den Vorgängern, ist alles noch „easier“ und „relaxter„.

Das „Aber“: Bei aller Schönheit, Gemütlichkeit, Freundlichkeit – leider hat es Jack Johnson verpasst, mit „In Between Dreams“ auch mal handfest zu überraschen, eine Weiterentwicklung als Songwriter erkennen zu lassen oder auch mal ein Wagnis einzugehen. Nicht falsch verstehen: das Fehlen von Überraschungen bereitet dem Hörvergnügen keinen Abbruch, das hier ist eine absolut gelungene Veröffentlichung. Nur entzaubert es nachhaltig das „Phänomen Jack Johnson“. „Brushfire Fairytales“ war neuartig, unerhört. „On And On“ kam unerwartet vielseitig und mancherorts verblüffend ernsthaft daher. „In Between Dreams“ ist – hm, nicht mehr als die neue Jack Johnson-Platte eben.

Aber – gottlob – auch nicht weniger. Das Album beweist es: dieser Typ wird die Musikwelt nicht verändern, revolutionieren, auf den Kopf stellen. „Forscht“ nicht an den Grenzen der Popmusik nach Neuland. „Flirtet“ nicht mit anderen Genres, auf der Suche nach dem „nächsten großen Ding“. Er wird wohl auch in Zukunft am Strand von Hawaii sitzen, die Glut am Lagerfeuer schüren, und dann die ein oder andere poetische Momentaufnahme in simple, aber effektive Melodien hüllen. Wird von „Banana Pancakes“ singen, „postcard“ auf „heart“ reimen und solch tiefschürfende Erkenntnisse vertonen wie diese hier: „Je ne comprends pas francais so you’ll have to speak to me some other way“. Es gibt nun wirklich unangenehmere Gewißheiten als diese.

Blues Traveler: Woran erkennt man…

..dass sich eine Band auf eine neue Platte und eine Tour vorbereitet? Sie tritt gerne mal kurzfristig und unter falschem Namen vor ausgesuchtem Publikum auf. Blues Traveler haben genau das letzte Nacht getan. Entschuldigung, „The Ben Wilson Five“ haben das gemacht – so das Pseudonym. In Austin, Texas. Mitten in der Nacht. Mit einer ganzen Bläsersektion und zwei, drei neuen Songs im Gepäck. Das folgende berichtet ein Augen- und Ohrenzeuge vom Gig:

This was indeed BT in all its glory. John really played up that it was Ben’s band last night, deferring to Ben on song choice and often speaking on behalf of the enigmatic Mr. Wilson.
I am very glad I made the 3+ hour drive from Dallas to Austin for the show. It was pretty crowded in the bar, although I don’t think a majority of the people there knew what they were in for.
Here is the set list as I remember it, I may screw up a few of the names:

Back in NY City
(New Song)
NY Prophesies
Slow Change
Amber Waits (new song)
Mulling it Over (with a saxaphone, trumpet, and trombone sitting in and lasting 15 minutes or so)
Freedom
My Carolina
You Reach Me
(A song I did not recognize, may have been new and the horns joined in again)
Crash Burn

There may have been one more song, but I cannot think what it was. (…)The first new song was pretty good, but it was so new that John was having to read the lyrics off of a piece of paper. Chan said after the show that they butchered the song, but it sounded pretty good from the audience. Amber Waits was a great song, kind of funky with a really cool feel to it. They were definately more comfortable with this new one.
They played for close to 2 hours ending around 2:45am this morning.

Lustige Aktion, das. Und schöner Stoff für die fellow travelerim BT-Forum geht gerade die Debatte los, wer die Bläser waren, warum sich die Band zum Spaß ausgerechnet nach dem Keyboarder benennt und und und. Fanproblemchen eben: schrullig, unterhaltsam, liebenswert.

NP: Josh Rouse – Nashville (2005)

Sie ist recht kurz (39 Minuten). Sie ist in blau gehalten (optisch wie musikalisch). Und – sie macht glücklich. Die Rede ist von „der neuen Josh Rouse„. „Nashville“ ist ein wunderbares kleines Album geworden, dass ich hiermit wirklich jedem wärmstens ans Herz legen möchte. Tolle Melodien, liebenswerte Arrangements und immer neue, unerwartete Wendungen. Über allem schwebt, thront, sitzt, tanzt die zerbrechliche Stimme von Josh, während man den Studiomusikern die Freude an diesen Kleinodien förmlich anhören kann.

Ich habe es für nahezu unmöglich gehalten, dass nach der in sich so wunderbar schlüssigen und schönen CD „1972“ etwas mindestens ebenbürtiges nachfolgen könnte. Und siehe da – „Nashville“ stellt den Vorgänger sogar noch in den Schatten. Jedes einzelne dieser zehn Lieder wirkt sofort vertraut, aber nie abgedroschen oder gewöhnlich. Spätestens bei Stück Nummer 8, Sad Eyes, ist dann aber alles zu spät. Was als einfühlsame Klavierballade beginnt, endet mit einem wahrhaft pompösen Showdown in bester Beatles-Manier. Kurz und gut: „Nashville“ ist die bisher schönste, sanftmütigste und – beste Veröffentlichung des Jahres. Wow.

Gib mir Musik: dunkelblau – REGENTROPFEN EP (Part One)

Sooo… Endlich hab ichs geschafft – die ersten beiden Tracks der lange angekündigten „Regentropfen EP“ meiner Band dunkelblau sind online! „Regentropfen“ ist ein Projekt, das einerseits nochmal hinweisen soll auf unsere letztjährige CD „In der Zwischenzeit“, andererseits Lust machen will auf die in diesem Jahr anstehende Solo-CD von mir. Diese wird den Titel „Gewinner“ tragen und noch im ersten Halbjahr 2005 erscheinen. Und um Euch den Mund (und die Ohren) wässrig zu machen, gibts eben die „Regentropfen EP“. Insgesamt sechs Stücke warten auf Euch: Albumtracks, unveröffentlichte Demos und nagelneue Solo-Live-Tracks, die Euch einen Einblick in die dunkelblaue Welt gewähren wollen. Fürs Erste gibts den Titelsong „Regentropfen“ und eine Edit von „Glücklich sozusagen“. Die nächsten Tracks folgen im Laufe der nächsten Tage, versprochen. Hier gehts lang für den Gratis-Download!

Kommentare zu den Stücken sind natürlich wie immer herzlich willkommen, wer Bock auf mehr hat, dem sei unser 2004er Album „In der Zwischenzeit“ empfohlen, das hier für wirklich wenig Geld (talking ‚bout Versandkosten, baby) bestellt werden kann. Das Soloalbum „Gewinner“ kommt im Laufe des Jahres auf Euch zu, so Ihr mögt. Mehr dazu, wenn es soweit ist. Jetzt erstmal viel Spaß mit Part One der „Regentropfen EP“!

Hörproben aus neuem eels-Doppelalbum sind online!

„Blinking Lights And Other Revelations“ wird das neue eels-Doppelalbum heißen und, wie berichtet, Ende April weltweit veröffentlicht. Wer sich aber schon jetzt auf die 33 (!) neuen Stücke einstellen will und in einige reinhören mag, der kann das ganz legal tun. Denn auf der offiziellen Homepage der Band gibts jetzt den „Blinking Lights Preview Sampler“, im Moment mit vier Kostproben aus dem neuen Album. Eine gewohnt krude formulierte und deswegen umso lesenswertere Band- und Platteninfo hält die Seite natürlich auch bereit – hier entlang.

Graphic taken from eelstheband.com

Ben Harper & die Blind Boys: Rundumglücklichpaket Ende März!

Soeben vorbestellt: Ben Harper und die Blind Boys Of Alabama live auf CD und DVD. Die CD erscheint in der Karwoche, die DVD in der Woche nach Ostern. Beide Formate enthalten (hoffentlich so komplett wie möglich) die Show vom 12. Oktober 2004 in Harlem, New York. Über die weiß die offizielle Ben Harper-Seite viel Gutes zu berichten – hier die Setliste besagter Nacht:

10/12/04 – Apollo Theater
Harlem, NY

set [1]:
? 11th Commandment >
? Well Well Well
? I Want To Be Ready
? Take My Hand
? Picture Of Jesus
? Church House Steps
? Give A Man A Home
? Wicked Man
? If I Could Hear My Mother Pray Again
? I Shall Not Walk Alone
? Church On Time

enc [1]:
? Where Could I Go
? There Will Be A Light
? Satisfied Mind
enc [2]:
? Power Of The Gospel
enc [3]:
? Don’t Take That Attitude To Your Grave
? Excuse Me Mr.
? Brown Eyed Blues
? Steal My Kisses
? People Lead
? Temporary Remedy
? With My Own Two Hands/War

Außerdem läßt sich auf der Seite zur Show auch noch lesen, wie die „Innocent Criminals“ zu den Zugaben mit auf die Bühne kamen und einfach noch mal eine geschlagene Stunde lang gespielt haben, wie ein Song wegen der DVD-Aufzeichnung gleich zwei Mal angestimmt werden musste und und und… Hier gibts alle Infos zu jenem Abend in Harlem. Bleibt zu hoffen, dass so viel wie möglich von diesem Abend schließlich auch auf der CD/DVD landen wird (naja, wenigstens auf der DVD. Die CD-Trackliste macht schonmal klar, dass der Mitschnitt mit der ersten Zugabe endet und die „Extrashow“ der Innocent Criminals nicht enthält. Aber wer weiß, vielleicht ist sie ja auf der DVD drauf…)

Spin Doctors: UK-Tour läuft & wird komplett gefilmt…

Seit Dienstag läuft die erste Spin Doctors-Europa-Tour seit mehr als zehn Jahren! Natürlich wird dementsprechend auch der Spins-Content in diesem Weblog in den nächsten Tagen recht hoch werden (bleiben), zumal, wenn es so schöne Meldungen wie diese hier zu verlautbaren gibt:

Zunächst mal soll das Auftaktkonzert im walisischen Swansea ein sehr intimes und dennoch unterhaltsames gewesen sein, heute abend geht es weiter in Southampton.

Außerdem wurde gestern im offiziellen Spin Doctors-Forum das Rätsel gelüftet, warum denn beim Swansea-Konzert Kamerateams dabei waren. Nun, die werden wohl die gesamte Tour über bei der Band bleiben – hier die Pressemitteilung der Filmproduktionsbude RuffNation Films:

Spin Doctors on European tour, with film crew in tow

„RuffNation Films has teamed up with the Spin Doctors to film a feature length documentary revealing their life on the road. Rich Murray, director of dozens of award winning music videos and, most recently, the feature film „Snipes“ has taken the helm to bring viewing audiences the Spin Doctors at their energetic best. Murray will be filming the group as they travel Europe performing for crowds of fans that have awaited their return. The film will introduce fans to brilliant new material from the band, as well as performances of old favorites. It is also a reunion for the Spin Doctors and Rich Murray, who have worked together on many of the classic Spin Doctors‘ music videos.“

Hiermit gelobe ich feierlich, dass ich beim Prag-Konzert alles daran setzen werde, um die Blicke der Kameras auf mich zu ziehen: unflätiges Rumgebrülle, lautes Jubeln, penetrantes Schreien von raren Songtiteln… Hmm, oder auch nicht. Mal abwarten. Auf alle Fälle schön, dass da im besten Fall eine DVD oder sowas auf uns zu kommt…

A propros RuffNation: es sieht im übrigen ganz danach aus, als wäre RuffNation / TriStar auch die offizielle neue Plattenfirma der Band. Im Netz geistern jedenfalls diverse Pressemitteilungen rum, die das besagen. Ganz so optimistisch wie die Kollegen von cdstarts.de wäre ich allerdings nicht – die vermuten die Veröffentlichung eines neuen SD-Albums auf RuffNation noch in diesem Monat. Und das ist, bei aller Euphorie, dann wohl doch unrealistisch.

Tour poster scan taken from the band’s official forum.