Gute Musik aus Leipzig 1: Palestar nach Dresden voten!

Hatte heute Post von den großartigen Palestar in meinem Briefkasten. Post, die ich gerne weiterleite:

Am 2. September findet in Dresden auf der wunderbaren Filmbühne am Elbufer eine Festivalität statt, die auch in unserem Tourkalender ein Termin darstellen soll. Nur hat sich jedoch der liebe Veranstalter der Verantwortung entzogen, die Bands dafür selber auszuwählen…und an dieser Stelle möchten wir an euch herantreten…denn es darf der sich ewig langweilende Internet-Benutzer darüber entscheiden…und da diese ganze Sache erfahrungsgemäß grad mal 1 Minute (und das stimmt..mehr ist es wirklich nicht) eurer kostbaren Zeit kostet, steht dem Ganzen doch nichts im Wege….oder?…ihr braucht nur eure internetadresse einzutragen und in Sekundeneile bekommt ihr ne mail…diese enthält dann den Bestätigungslink, den ihr hoffentlich mit offenen Armen empfangt…hehe… Wir danken Euch für Eure Unterstützung!!!!

und hier der link: http://www.rockamfluss.com/?menu=band&bandid=10

Na los, alle mal abstimmen, bitte. Hab’s auch schon gemacht, hat nicht wehgetan und ist ja auch für einen guten Zweck: einer großartigen Leipziger Band einen coolen Gig zu verschaffen!

John Mayer: Neues Studio-Album, erste Kostproben!

„Waitin On The World To Change“ heißt die erste Single aus dem neuen John Mayer-Album. Dieses wird „Continuum“ heißen und am 12. September in den USA erscheinen. Die neue CD, das dritte reguläre Studioalbum des US-Künstlers, wird mit einer wirklich ausgiebigen Amerika-Tour beworben: Herr Mayer gibt ab August bis in den Spätherbst so um die 30 Konzerte.

Auf der Interims-John-Mayer-Seite kann man bereits jetzt in die neue Single „Waiting On The World To Change“ reinhören!

Mon)tag: Neuer Drummer, neue Shows

Länger nix mehr über Mon)tag geschrieben, meine nach wie vor liebste Band aus unseren Breitengraden… dabei gibt es einiges zu berichten. Es gibt z.B. eine Personalie: am Schlagzeug sitzt ab sofort Stephan Fickers, der Jan Ostendorf ablöst. Warum und wieso, weiß ich nicht. Außerdem wird die Band im Herbst recht ausgiebig auf Tour sein, u.a. in Bonn, Augsburg, Frankfurt, Emden, Kiel und Nürnberg. Und: auch Mon)tag sind jetzt auf MySpace anzutreffen, dort kann man auch alle Tourdaten nachlesen und einiges aus den beiden tollen Alben der Band hören.

Foto gefunden auf der Mon)tag-Myspace-Seite.

Meißen: Sonne, Glocken und ein paar Songs…

So, nun ist auch das äußerst sonnige Bennofest in Meißen Geschichte. Hat mich sehr gefreut, dass ich ein Teil davon sein durfte – in den späten Nachmittagsstunden habe ich den Marktplatz beschallt. Und siehe da, tatsächich sind da einige Leute stehen geblieben, oder haben sich auf eine Bierlänge auf den Markt gesetzt und mir gelauscht. Ich hatte wirklich Spaß, auch wenn das 10-Minuten-Festtags-Glockengeläut in der Mitte meines Sets eine echte Herausforderung war. Danke allen, die zugehört haben und Danke an das klasse Team hinter der Bühne und an den Mischpulten.
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Ben Harper: Auf Deutschlandtour im Herbst

Ben Harper & The Innocent Criminals sind im Herbst mal wieder in Deutschland unterwegs:

Oct 31 – Frankfurt – Jahrhunderthalle
Nov 01 – Duesseldorf – Philipshalle
Nov 02 – Berlin – Tempodrom
Nov 04 – Hamburg – The Docks
Nov 08 – Munich – Zenith (Ouelle: Harper Newsletter vom 6.6.)

Das legitimiert auch mich, heute „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ zu gröhlen. Wer kommt mit?

John Popper Projic with DJ Logic

Interessant, was sich aus dem John Popper Project entwickelt hat: offensichtlich sind die Herren Popper, Tad Kinchla (beide hauptberuflich bei Blues Traveler tätig), Marcus Bleeker (Drums) und DJ Logic (Turntables) kurz davor, nach etwa zwei Jahren gelegentlichen Auftretens und Jammens ein erstes gemeinsames Album zu veröffentlichen – zumnindest kursiert im Internet dieser Film von Relix Records, der das vermuten lässt. Okay, die Namensänderung in „John Popper Projic With DJ Logic“ muss man jetzt nicht unbedingt supertoll finden, die Musik, die es in diesem Video zu hören gibt, dafür umso mehr… Ich freu mich auf das, was da kommt:

Zurück aus Dresden

Ach, schön war’s gestern Abend in Dresden bei unserem Konzert. Der Johannstädter Fährgarten ist ein ganz wunderbar gelegener Biergarten am Elbufer, und wir durften den ganzen Abend über sowohl den SPD-Ortsverein als auch Passanten, Biergarten- und Fährgäste mit unserer Musik bespaßen. Wir, das waren Heiko Dietze und meine Wenigkeit zusammen mit unserem very special guest Markus Guffler, der mit seinen funky Saxophonklängen unsere Songs kräftig aufgemotzt hat (Danke Markus, Du bist immer eine Bereicherung!!!). Mit Blick auf die im letzten Tageslicht dahinfließende Elbe und mit zwei klasse Musikern an meiner Seite „Und wenn Du rennst“ zu singen, das hat schon mächtig Spaß gemacht. Fotos werden bei Gelegenheit nachgereicht, und der Vollständigkeit halber (Ach, weil mal jemand gefragt hat, warum ich die Setlisten immer mit dazuschreibe: vor allem, um meinem eigenen Gedächtnis später mal auf die Sprünge helfen zu können!) steht unten die Setlist des gestrigen Abends. So, und am Wochenende der nächste Auftritt – dann in Meißen auf dem Markt. Ich freu‘ mich schon drauf!!
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Blues Traveler und Spin Doctors wieder gemeinsam auf einer Bühne!

Das gab’s so zum letzten Mal vor zwölf Jahren, auf ihrer gemeinsamen Europa-Tour: Spin Doctors und Blues Traveler, meine beiden Lieblingsbands, gemeinsam auf der selben Bühne, an einem Abend, hintereinander. Und sie besuchen sich gegenseitig während ihrer Shows und machen einfach fröhlich mit. Am 26. Mai, also vor nur wenigen Tagen, war es endlich mal wieder soweit, in Cleveland. Erst die Doctors, danach John Popper und seine Mannen. Und die, die da waren, bezeichnen diese Show(s) als ein wahres Fest! John Popper kam beim Doctors-Set dazu und gemeinsam mit Eric Schenkman hängten die zwei ein furioses Finale ans olle „Two Princes“ dran und rockten das Publikum. Später, beim BT-Gig, revanchierte sich Eric mit ein paar begnadeten Improvisationen während des Traveler-Klassikers „Mulling It Over“. Aber wirklich alles vorbei war dann für Fans wie mich in den BT-Zugaben: da kommt mir nichts, Dir nichts der liebe Chris Barron nochmal raus, beginnt a capella mit dem alten SD-Song „Cleopatra’s Cat“, und alle Blues Traveler-Knappen stimmen ein und jammen mit. Ein wahres Fest, das.

Zum Glück erlauben beide Bands das Mitschneiden der Shows, und so können auch Menschen wie ich, die gar nicht live dabei waren, das wunderbare Konzert miterleben.

Hier gibt’s das komplette Spin Doctors-Set als .flac-Download, hier das Blues Traveler-Set als .mp3 und/oder .flac. Die Setlisten und zahlreiche Kommentare finden sich hier im Spin Doctors Archive.
Und zwei Hörproben verlinke ich einfach mal direkt:

Chris Barron with Blues Traveler – Cleopatra’s Cat
Blues Traveler with Eric Schenkman – Mulling It Over

Photo above (John Popper of Blues Traveler performing Two Princes with Spin Doctors‘ Eric Schenkman and Chris Barron) found through a link at the Spin Doctors Message Board

DMB: Sommertour 2006 hat begonnen

Alle Jahre wieder… gehen die Herrschaften der Dave Matthews Band auf ausgedehnte Sommertour. Leider, leider immer nur in den USA. Aber da sind sie nunmal populär, während sie ja hierzulande nie über einen gewissen „Geheimtipp“-Status hinaus kamen. Seit letzter Woche sind sie also on the road again und haben einige Überraschungen auf Lager für ihre Fans. Einige Songs, die es in den letzten Jahren kaum zu hören gab, sind wieder fester Bestandteil des aktiven Repertoires („JTR“, „Raven“, „Granny“, „Proudest Monkey“).

Außerdem erfreuen DMB mit neuem Material – da wäre zum einen „Sister“, ein Dave-Solo-Stück, das vor einigen Wochen bei Daves UK-Mini-Tour Premiere hatte. Und da ist „The Idea Of You“. Diesen Song haben Dave und Band am Freitag abend zum allerersten Mal zum Besten gegeben. Ob das bereits Material fürs neue Album ist, das Ende des Jahres fertig werden soll? Gut möglich. Ich bin auf die ersten Show-Mitschnitte gespannt und hoffe, dass alle ihren Spaß haben: die Band, der Tour-Dauergast Rashawn Ross (Saxophon) und natürlich die Fans.

Picture taken from the official DMB website.

NP: Clueso – Weit weg (2006)

Clueso halte ich ja für ’nen sehr angenehmen Zeitgenossen – sein Album „Gute Musik“ hielt, was der Titel versprach, und live sind der Erfurter und seine Band einfach gut: tanzbar, leidenschaftlich, irgendwo zwischen zeitgemäßem Songwritertum und HipHop. Feine Sache. Und jetzt läuft hier im Hintergrund zum ersten Mal sein neues Album Weit weg – ich kann und will diesmal also über den ersten Eindruck beim Hören einer neuen Platte schreiben. Okay, los gehts…

„Frische Luft“, der erste Song. Irgendwie okay, aber ein erstaunlich unspektakulärer Opener. Solide, haut mich aber nicht um. Nummer zwei: „Sterblich“: geil – funky Gitarren, das ganze Ding groovt wie Bolle, guter Text, endet abrupt und geht über in „Mach’s gut“. Klang Clueso schon immer so nach Norbert Leisegang von Keimzeit? Erstaunlich… Ja, dieses leicht heisere Timbre isses. Akustikgitarre, sanfter Groove, nette Licks, Mitsingrefrain. Absolut radiotauglich, aber kein glattgebügelter „Hit“. Bisher mein Favorit der Platte. Nummer 4: „Bleib hier“. Clueso goes Police… Leichtes Reggae-Feeling, engagierter Text, n paar arg viele Keyboardspielereien. Aber gut.

Zwischenbilanz: nach verhaltenem Start sehr kurzweilig, nahtlose Übergänge, noch keine „Füller“, aber auch noch kein echter „Killer“. Aber da kommen ja noch jede Menge Songs. Okay, die Fünf: der Titelsong ist ein Ein-Minuten-Dreißig-Ding, eine Kooperation mit den „New Telepathics“. Mehr ein Intermezzo als ein Song, belanglos, stört aber auch nicht. Track 6: „Viel gesehen“. Bläser, Motown-Groove, schöner Refrain. Großartige Nummer. Und genauso gut geht’s weiter: „Winter Sommer“ kommt sehr sparsam arrangiert daher, ein schönes Liebeslied mit zuckersüßem Streicherarrangement und einem sanften Gitarrensolo. Klasse! „Ey Tino“ ist dann wieder so ein Zwischending, 45 Sekunden, alberner Dialog am Ende, vorher ein Hauch von Jack-Johnson-Stimmung. Weiß nicht, mit solchen Minidingern kann ich nicht so viel anfangen… Aber viel Gelegenheit, darüber nachzudenken, hab ich dann auch wieder nicht, Nummer 9 ist dran, das Tempo zieht wieder etwas an und eh‘ man sich versieht, hört man die erste potentielle „Single“ der Platte. „Überall bist Du“ ist ein runder, großer Song. Ach was, ein echter Hit. Ein wenig Wut, ein wenig Enttäuschung, ein wenig Hoffung – und ein markantes Sample („You better get yourself together“). Sowas würd ich gerne öfter im Radio hören.

Zeit für die nächste Zwischenbilanz: das war jetzt grade durchgehend große Klasse, bin auf den Rest gespannt. Track 10 ist ein Duett mit Max Herre: „Da wohnt so’n Typ“. Hmm…. Geil gesungen, groovt – wahrscheinlich eine dieser Nummern, die live stärker sein dürften als auf Platte. Hat prinzipiell alles, was mich an einem Song packt, packt mich hier aber grade nicht so richtig. Im Gegenteil: am Ende nervt’s fast ein wenig. Gut, weiter, die 11. Was ist denn jetzt los? Schrammelgitarren, Punktattitüde. Oje, nee, das ist jetzt wirklich der Elefant im Porzellanladen. „Hirn ein“ nennt sichs. Und nervt richtig, richtig dolle. Gnade – diese drei Minuten scheinen nie vorbeizugehen.

Na endlich! Vorbei. „Crash“ ist Track Nummer zwölf, recht viel Sprechgesang auf einem sehr zappeligen Drumteppich. Bis zum „Refrain“ echt guter Text, aber dann: „Diese Begegnung war ein Crash, sie hat mich sowas von geflasht, diese Begegnung war ein Crash und seitdem geht`s mir schlecht.“ Pfff… Ach nö. „Schwer“, die 13, ist ein anfangs sehr ruhiger Song, fantastisch gesungen und entschädigt völlig für die letzten zwei, drei Nummern. Großartiges Stück, bleibt im Ohr, geht ans Herz. Und der Schluß rockt wie Bolle. Track 14: ah, ja, klar. „Chicago“, die erste Singleauskopplung. Schöner Song, untypisch für den Rest des Album – sticht heraus, macht Spaß, ist grandios arrangiert. Ja, ich gebe es zu: die songlastigere Seite von Clueso sagt mir mehr zu als die Stücke mit stärkerem Hip-Hop-Einfluß. A propros: „Morgen gestern“, das nächste und bereits 15. Stück, kommt recht funky daher, ein Herr namens Immo rappt mit. Wieder so ne Nummer, die wahrscheinlich erst live so richtig funktioniert.

Schlußkurve: „Mein Bestes“ – kenne ich, wenn ich mich recht erinnere, von einer Liveshow. Ja, genau. Coole Nummer, die – wenngleich nur mit Gitarre und Bass aufgenommen – besser abgeht als andere, aufwendiger produzierte Tracks dieser Platte. Nummer 17: „Out Of Space“, das Finale. Eine Mitsingnummer, hier nerven die Schrammelgitarren absolut nicht, der Text ist gut – schöner Song fürs Ende, zumal es hier auch textlich nochmal „Weit weg“ geht. Wäre das auch wirklich der letzte Titel gewesen, wär’s das optimale Finale. Aber so kommt nach ein paar Minuten noch ein eher verzichtbarer Hidden Track. Nett, aber fügt dem Album nichts Wesentliches mehr hinzu.

Fazit: Ich hab mich bestens unterhalten gefühlt, wenngleich es drei, vier Nummern auf der Platte gibt, die nicht hätten sein müssen. Aber dieser Herr Clueso macht einfach sein Ding, ist mitreißend, hat ein paar begnadete Musiker um sich herum und verfügt über eine beachtliche Präsenz. Diese CD werd‘ ich mir sicher noch öfters anhören, aber nach dem ersten Durchgang kriegt sie von mir solide sieben von zehn Punkten. (7/10)