Meine Top 7 2008: Alben

7 Jason Mraz – We Sing. We Dance. We Steal Things.
2008 hat Jason Mraz den Durchbruch in Europa beschert. Auch, wenn einige Fans der ersten Stunde über den Massenappeal dieser Platte klagen, gab es doch kaum eingängigere, klarere und schönere Popmusik in diesem Jahr.

6 Josh Fix – Free At Last
Meine persönliche Entdeckung des Jahres – Josh Fix, talentierter Multiinstrumentalist von der amerikanischen Westküste, haut hier ein Album raus, das alles hat: große Songs, fantastische Arrangements und diese herrlich größenwahnsinnige Queen-Attitüde, die den meisten anderen „Indie“-Produktionen 2008 leider abging. Ein hysterisches Vergnügen.

5 MGMT – Oracular Spectacular
Der Hype um diese Band ist einfach nur berechtigt – „Oracular Spectacular“, diese Mischung aus Pop, Electro, Rock und Folk ist ein großer Wurf und eine äußerst kurzweilige Platte mit mindestens acht echten Hits.

4 Brett Dennen – Hope For The Hopeless
Spät im Jahr hat sich Brett Dennen in meine Jahresbestenliste gemogelt – der Nachfolger zu „So Much More“ ist fetter produziert, das sagt aber nichts über die Musik aus. Die ist nämlich mindestens genauso unmittelbar, einmalig, herrlich usw. wie alles andere, was ich bis jetzt von Herrn Dennen hören durfte.

3 Niels Frevert – Du kannst mich an der Ecke rauslassen
Für ein paar Wochen sah es ja so aus, als sei Herrn Frevert vergleichsweise später zweiter Ruhm beschieden – Anfang des Jahres liebte jeder diese Platte, und natürlich waren alle schon immer Fans und so. Niels‘ Konzerte (endlich wieder mit Band!) waren wesentlich besser besucht also noch vor drei, vier Jahren. Inzwischen ist der Hype vorbei. Was bleibt: die dritte großartige Soloplatte von Niels Frevert und die Hoffnung, dass ich bis zu Nummer vier nicht wieder fünf Jahre warten muss…

2 Blues Traveler – North Atlantic Shootout
2008 war MEIN Blues Traveler-Jahr. Zwar bin ich Fan seit 1993, aber erst in diesem Sommer war es mir vergönnt, die Band endlich einmal live zu erleben. Und das war schlichtweg großartig. Mit umso offeneren Armen habe ich natürlich das neue Album der Band um John Popper empfangen. „North Atlantic Shootout“ ist ein kompaktes, mit sehr guten Songs vollgepacktes Werk, das ich inzwischen ichweißnichtwieoft gehört habe, und das mich noch immer begeistert.

1 Bon Iver – For Emma, Forever Ago
Ach je, an Lobeshymnen auf diese Platte ist dieses Blog ja nun nicht gerade arm. Hier tippe ich und kann nicht anders: keine andere CD hat mich 2008 mehr berührt, euphorisiert, „gekriegt“ wie diese. Absolut und ohne Zweifel mein Album des Jahres.

Meine Top 7 2008: Songs

7 Sinéad O’Connor – Baby Let Me Buy You A Drink
Dass sie in diesem Jahr bei der „Night Of The Proms“ in den Niedelanden mitgemacht hat, habe ich ja eher skeptisch zur Kenntnis genommen. Nachdem ich dann die ersten Mitschnitte auf Youtube gesehen habe, war mir aber klar, was für einen „return to form“ sie damit hingelegt hat. Und zum Jahresende beglückt sie ihre Fans noch mit einem hervorragenden Charity-Song, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen will. I, too, was a slave, I was told to die. I was locked into history before I learned to fly.

6 Ben Kweller – Fight
Yeah, Ben. Eines der besten Konzerte des Jahres für mich. Und der Country-Trip, auf dem everbody’s indie darling derzeit ist, gefällt mir ausnehmend gut. Fight ist sauwitzig und – saugut. I’m like my grandma: short but I stand tall / Playin‘ every single card that’s dealt to me / Some days are aces and some days are faces / well, some days are 2s and 3s.

5 Hana Pestle – Hallelujah
Es ist nich besonders originell, Leonard Cohen’s „Hallelujah“ zu covern. Aber dieser Song ist zum einen absolut unkaputtbar, und zum anderen ist diese Version von Hana Pestle einfach atemberaubend. Ich wünsche der Dame, die ich im Juli in Colorado persönlich kennenlernen durfte, nur das Beste – und eine Mordskarriere obendrauf. Love is not a victory march / it’s a cold and it’s a broken Hallelujah.

4 Bon Iver – The Wolves (Act 1 And 2)
Bon Iver halt. Sensationelle Platte, sensationelle Songs. Für mich der erste unter gleichen: The Wolves (Act 1 And 2). What might have been lost / Don’t bother me…

3 Band Marino – Every Time I Make A Girl Cry I Know I’ve Done My Job
Eine Band, auf die ich zufällig im Netz gestoßen bin und die mich stark an die folkigere Seite von Blind Melon erinnert. Dieser Song ist extrem eingängig und recht zynisch, und ich bin mir sicher, dass ich ihn in diesem Jahr weit mehr als hundert Mal gehört habe. I wont marry your there’s too much to do / Take my hand and you’ll fall…

2 Blues Traveler – Borrowed Time
Hängt vom Blickwinkel ab: man könnte diesem Lied unterstellen, eine ziemlich kitschige Pianoballade zu sein. Für mich ist „Borrowed Time“ einerseits nah dran am perfekten Song, andererseits – und vor allen Dingen – meine Hymne auf das zu Ende gehende Jahr: eines, das alles hatte – Anfänge, Enden, Begrüßungen, Abschiede… Insgesamt ein gutes Jahr, mit einer bittersüßen Note. Und das hier ist der Song dazu. All our time ist borrowed, no deposit no return, and no promise of tomorrow or the next day / What was lent you can never earn.

1 MGMT – Time To Pretend
Dieser Song ist alles mögliche: rebellisch, naiv, übertrieben, visionär, albern, groß. In jedem Fall aber der hartnäckigste Ohrwurm des Jahres. I’m feeling rough, I’m feeling raw, I’m in the prime of my life. / Let’s make some music, make some money, find some models for wives.

Happy Birthday, Sinéad!

Todestag von John Lennon. Geburtstag meiner Oma. Und – Geburtstag von Sinéad O’Connor. Der 8. Dezember ist so ein Datum, mit dem ich viel anzufangen weiß. Weil a) alle anderen über Lennon geschrieben haben und b) ich meine Oma lieber außerhalb dieses Blogs in guter Erinnerung behalte, hier ein „Cheers“ an die Goddess Of Song. Happy Birthday, Sinéad! Und Danke für all die schöne Musik in den letzten 22 Jahren. Wie die hier: Baby, Let Me Buy You A Drink.

siebenSONGS 24. Mit Randy Newman, Lady Sovereign, Rodrigo y Gabriela u.a.

Lady Sovereign – I Got You Dancing (mp3)

Iran – Buddy (mp3)

Sam Phillips – Don’t Do Anything (mp3)

Delta Spirit – People C’mon (mp3)

Rodrigo y Gabriela – Diablo Rojo (Live) (mp3)

Living Things – Let It Rain (mp3)

Randy Newman – Losing You (mp3)

Jeremy Kay – Energy (2008)

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Was ist eigentlich grade im Internet los? Alle möglichen Dienste, die ich so benutze, verändern sich. Google hat Tapezierwochen und überarbeitet alles mögliche – erfindet z.B. abstruse Themes für Gmail oder entschlackt erfolgreich den Reader, selbst die Maps sehen neuerdings anders aus. WordPress.com, das ich für dieses Blog hier benutze, hat auch mal eben das Dashboard, die Arbeitsoberfläche, komplett überarbeitet – zum Guten hin, soweit ich das bei diesem ersten Test hier einschätzen kann.

Und selbst mein geliebtes eMusic sieht seit ein paar Tagen mal wieder anders aus: hier kann ich nur sagen, dass die Neuerungen grandios sind und eMusic mehr und mehr zu meiner Musikkennenlernquelle Nummer 1 wird, nicht zuletzt durch die neue „Music You’ll Love“-Option, die – basierend auf meinen früheren Einkäufen – neue, passende Musik vorschlägt. Genau so habe ich gestern Jeremy Kay gefunden – dessen 7-Track-EP Energy besteht aus frischen, unbeschwert drauflosgroovenden Popsongs, die locker mit denen von Kollegen wie Marc Broussard, Jason Mraz, Brett Dennen oder Dave Matthews mithalten können; eingängig, unaufgeregt, bescheiden, aber verbindlich genug, um einen bleibenden (guten) Eindruck zu hinterlassen.

Ach, gar nicht so schlecht, dass sich „mein“ Internet grade so wandelt – ganz besonders, wenn dabei Bekanntschaften wie die mit Jeremy Kay herausspringen.

Peter Rainbird – Fragments From A Journey (2008)

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Die Wahrscheinlichkeit, dass meine lieben Leser noch nie was von Peter Rainbird und seinem aktuellen Album Fragments From A Journey gehört haben, ist vermutlich recht hoch. Genau das möchte ich mit diesem kleinen Eintrag ändern.

Peter ist ein Brite, der – nach Stationen wie Los Angeles – inzwischen in Kanada lebt, und er macht Musik – Musik, die mich an Dave Matthews erinnert, aber auch an Klassiker wie Bob Dylan oder Neil Young. Mr. Rainbird schreibt vielleicht nicht die brilliantesten Songs der Welt. Aber er interpretiert SEINE Lieder auf beeindruckende Art und Weise: selbstbewußt und dennoch bescheiden; ehrfürchtig und dennoch sorglos. Und wenn er dann noch das viel strapazierte „She Moved Through The Fair“ anstimmt und mit traumwandlerischer Sicherheit eine der besten Interpretationen abliefert, die diesem Volkslied je widerfahren sind, dann wird endgültig klar: dieser Typ verdient jede Menge Aufmerksamkeit, und zwar sofort!

Herrliches Singer-/Songwriter-Album, das hoffentlich auch sehr bald ganz regulär bei uns zu haben ist.

siebenSACHEN vom 2. Dezember 2008. Mit Elton John, Randy Newman, Phish, Johannes Heesters u.a.

– Herrje: jetzt produziert Mark Ronson auch noch Elton John.

– Wunderbar: Randy Newman verschenkt „Losing You“ vom Album „Harps And Angels“

– Satz des Tages: „Ich bin schließlich keine hundert mehr!“ (Johannes Heesters)

– Neu: der großartige Versand CD Baby podcastet neuerdings auch und stellt zum Beispiel Indie-Weihnachtsrockmusik vor (mp3).

– 25 Artefakte zum 25. Geburtstag: Mike Greenhaus huldigt Phish.

Gottschalk im Senftopf: Nachdenken über „Qualität“ im deutschen Fernsehen

– Video: Ocean Colour Scene – I Told You So (2007)

Matt Pond PA – The Freeep (free EP, 2008)

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Matt Pond PA kommen aus New York. So viel weiß ich. Viel mehr aber auch nicht. Nur noch, dass mir ein Freund die eben erschienene Gratis-EP namens The Freeep (harr harr!) ans Herz gelegt hat. Zum Glück, denn diese neun Tracks sind super: irgendwo zwischen Okkervil River, The Cure, Shout Out Louds, Built To Spill und David Gray ist diese Musik zu Hause. Sehr eingängig, angenehm warm produziert, alles andere als LoFi-Indie-Gratis-Kram. Sondern ziemlich genau das Gegenteil – dringende Downloadempfehlung!

Download: Matt Pond PA – The Freeep (.zip-Datei, 9 tracks)

siebenSACHEN vom 1. Dezember 2008. Mit Blind Melon, Phantom Planet, Jay Bennett u.a.

– Drunter und drüber: Blind Melon haben vor ein paar Wochen ihren Sänger gefeuert, wollen aber weiter machen.

– Keine Lust mehr: Phantom Planet machen Schluß und lösen sich auf.

– Neues: Todd Thibaud bringt im Januar sein neues Album „Broken“ raus, schon jetzt gibt’s einen Outtake umsonst (mp3).

– Umsonst: Ex-Wilco-Mann Jay Bennett verschenkt sein neues Album.

– Hochsaison: Die Jahresbestenlisten 2008 kommen – und der Largehearted Boy sammelt sie alle.

Better to put out three tracks five times a year than fifteen all at once: Bob Lefsetz über Alben, Singles und Indie-Bands.

– Video: Leo Blais – Slow Drivin

siebenSONGS 23. Mit Nada Surf, The Audience, Jay-Z feat. Santogold u.a.

The Crayon Fields – Mirror Ball (mp3)

Catie Curtis – Happy (mp3)

Nada Surf – No Quick Fix (mp3)

Jay Z feat. Santogold – Brooklyn Go Hard (mp3)

Leo Blais – Nice Day (mp3)

Jeb Loy Nichols – Whole Thing Going On (mp3)

The Audience – Christine (mp3)