The Moog – Sold For Tomorrow (2008)

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The Moog sind eine fünfköpfige Rockband aus Ungarn. Irgendwie haben die es geschafft, in den USA jede Menge Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Was dazu führte, dass sie ihr Debütalbum „Sold For Tomorrow“ in Teilen sogar in Seattle aufnehmen und mit Jack Endino einen Mixexperten mit Nirvana- und Hot Hot Heat-Vergangenheit verpflichten konnten. Die Platte enthält ein paar sehr zwingende Songs, Lieder wie „Everybody Wants“, „I Like You“ oder „If I Died“ sind ohne Frage Ohrwürmer. Insgesamt klingen die Jungs aber seltsam nach Schülerband und verschießen schnell ihr Pulver, eine gewisse Langeweile stellt sich spätestens beim achten der zehn Songs ein. Und wenn ich sie jetzt noch als „die ungarischen Mando Diao“ bezeichne, dann wird das momentane Dilemma dieser Band deutlich: trotz all der hübschen Liedchen fehlt ihr ein eigenständiges Profil. Noch klingen sie zu auffällig nach all den anderen, nach Weezer und nach Phantom Planet und nach xyz.

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Notizen vom 21. März 2008

– Eben im Radio gehört: Alela Diana – The Pirate’s Gospel. Bisschen anstrengend, aber irgendwie schön.

– Do The Panic: Phantom Planet bringen demnächst ihr viertes Album raus und haben offenbar die Melodien wieder entdeckt. Die erste Single jedenfalls klingt vielversprechend.

– Ostern im KZ: Prälat Hermann Scheipers erinnert sich an Ostern im Konzentrationslager Dachau

– Liam Finn, Sohn vom Crowded House-Sänger, musiziert bei KCRWs Morning Becomes Eclectic-Show.

– laut.de versucht jetzt User Generated Radio

– Wolke covern „Sunday Bloody Sunday“ bei KenFM. Tapete Records stellt das mp3 zum Download auf seine Seite.

– Lisa Bonet ate no basil: Weird Al Yankovics grandiose Hommage an Bob Dylan ist eine Subterranean Homesick Blues-Parodie, die vollständig aus Palindromen besteht (gefunden in der TheWord-Aprilausgabe).

Brooke Waggoner – Fresh Pair Of Eyes EP (2008)

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2006 habe ich Regina Spektor für mich entdeckt, ich mag ihre eigenwillige Art und besonders ihren unverwechselbaren Gesang und fand sie live sehr, sehr gut. Blöderweise sind jetzt, anderhalb Jahre nach meiner Spektor-Offenbarung, unglaublich viele singende Klavierspielerinnen in den Hitparaden, die so ähnlich klingen wie Regina. Die auch diese eigenwillige Art zu singen haben, nur eben glatter gestriegelt und – da bin ich befangen – belangloser als „das Original“. Es ist mir unmöglich, all diese Kate Nashs und Yael Naims zu mögen, Regina war einfach eher da. Warum ich das schreibe? Weil Brooke Waggoner auch ein wenig wie Frau Spektor klingt, sehr gut Klavier spielt, spannende Songs hat und obendrein grade eine ganze EP zum Gartis-Download feilbietet. Weil ich an die Dame allerdings problemlos „rankomme“ und besagte EP „Fresh Pair Of Eyes“ hiermit wärmstens weiterempfehlen möchte.

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„Fresh Pair Of Eyes EP“ gratis runterladen

siebenSONGS (1)

Sweet Soubrette – Siren Song

Band Marino – Every Time I Make A Girl Cry I Know I’ve Done My Job

Sera Cahoone – „Only As The Day Is Long“

Dave Monks (Tokyo Police Club) – „Shoulders And Arms“ (live)

Les Blanks – Well Rehearsed Last Words

Blues Traveler – 12 Swords

The Great Withe Jenkins – Wind

The Blind Boys Of Alabama – Down In New Orleans (2008)

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Zum ersten Mal auf die Blind Boys Of Alabama gestoßen bin ich vor ein paar Jahren, als Ben Harper mit ihnen ein Album aufnahm, das später mit Grammys und ähnlichen Preisen überhäuft wurde. Die Gospelgruppe gibt es seit fast 70 Jahren, Schallplatten veröffentlichen nehmen die tatsächlich blinden Herren seit 1948. Tja… und sie machen halt Gospel-Musik. Das aber auf eine Art, die mich angenehm berührt: beseelt und unaufdringlich altersweise. Auch auf ihrem neuen Album (dem etwa 66.) gibt es musikalisch nichts, was man nicht schon viele Male ganz ähnlich bei anderen gehört hat. Aber es ist dieses Dauergrinsen, das man immer rauszuhören glaubt, diese schelmisch-spitzbübische, warme, aufrichtige Haltung, die die Musik der Blind Boys zu einer besonderen macht. „Down In New Orleans“ klingt – nach einem verdammt unterhaltsamen Gottesdienst.

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One Night Only – Started A Fire (2008)

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Was ich machen würde, wenn mir eine Plattenfirma anböte, meine Band könnte ein Album mit Steve Lillywhite produzieren? Ich würde keine Sekunde nachdenken, sondern sofort begeistert „Ja“ schreien und für den Rest des Tages mein Glück kaum fassen. Vielleicht ist es den blutjungen Herren von One Night Only so oder so ähnlich gegangen. Klar, das Ergebnis ist eine Hochglanzplatte, aber was für eine! Die Jungs haben ein paar geile Ohrwürmer, der Produzent hat das Händchen, daraus veritable Hits zu machen – und schon summt ganz England Songs wie „You And Me“ und „It’s About Time“. „Started A Fire“ ist eine herrlich unkomplizierte Platte geworden, gegen die ich mich nicht wehren kann oder will. Und mit „Just For Tonight“ ist One Night Only das beste „Time To Wonder“-Cover aller Zeiten gelungen.

Marc Broussard – Must Be The Water EP (2008)

Marc Broussar - Must Be The Water EP

Keine Ahnung, warum Marc Broussard sich so schwer mit Alben tut. Bislang kann er nur einen einzigen Longplayer mit eigenem Material vorweisen: das großartige Album „Carancro“ von 2004. Das 2006er Soul-Coveralbum „S.O.S.“ deutete dann schon an, was dem Mittzwanziger mit der Endfünfziger-Stimme wichtig ist. Bloß nicht in die Teenie-Senations-Ecke geraten, die peinliche Kommerzfalle um jeden Preis auslassen. Lieber weniger, dafür richtig gute Sachen rausbringen. Das ist ihm jedenfalls mit dieser 5-Track-EP bestens gelungen – starke Songs, starke Stimme, 20 Minuten kitschfreie Kurzweil. Carencro, Louisiana kann stolz sein auf diesen Typen.

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Van Morrison – Keep It Simple (2008)

Van Morrison Keep It Simple

Van Morrison hat mal wieder eine neue Platte und macht das gleiche wie immer. Er holt sich Weltklasse-Sessionmusiker ins Boot und schmettert elf Songs ein, die zwischen Northern Soul, Blues und Pop wandern. Absolut überraschungsfrei, und das ist auch gut so. Die Hammondorgel pumpt, die Gitarren spielen knorztrockene Licks, die Backings sind irgendwas zwischen betörend und gaga. Über allem trohnt Van der Erhabene und kriegt mich wieder mal. „Don’t go to nightclubs anymore“, stellt er in einem Stück fest. Muss er auch gar nicht, solange er nur hin und wieder in ein Studio geht, um Platten wie diese aufzunehmen.

Let's try again

Da bin ich wieder. Eigentlich wollte ich ja so schnell nicht wieder bloggen, aus Zeitgründen und so. Nun ist es nicht eben so, dass ich mich zur Zeit den lieben langen Tag langweilen würde. Aber gelegentlich kribbelts dann doch in den Fingern und ich habe das Bedürfnis, über die eine oder andere Musik was zu schreiben, ein schönes Lied zu verlinken oder mich öffentlich über ein Buch zu ärgern, das ich gerade gelesen habe. Dann mach ich das eben ab sofort hier. Ich bin immer noch der wahrscheinlich anstrengendste Spin Doctors-Fan der Welt (für meine Umwelt), ich mache nach wie vor leidenschaftlich gerne selber Musik (zur Zeit mit meiner Band 2zueins!) und mich können auch im Jahr 2008 noch schöne Songs und Alben zu Jubelstürmen hinreißen. Alles wie immer also, nur ab sofort eben in diesem kleinen Blog.

Neue 2zueins!-Single ab sofort erhältlich

Mann, bin ich aufgeregt… Eben haben wir die ersten beiden Songs aus unserem Album der Weltöffentlichkeit preisgegeben. „ALL DIE ALTEN MEISTER“ und „NUR EIN SCHATTEN DEINER SELBST“ heißen sie, und sie sind die Vorboten zu dem in wenigen Wochen erscheinenden 2zueins!-Album „CLOCKWORK UTAN“.

Und weil wir ja nette Zeitgenossen sind, verschenken wir diese beiden Songs, als erste Single aus dem Album quasi. Die Stücke gibts ab sofort auf der 2zueins!-MySpace-Seite zum Anhören und/oder Runterladen.

Bin auf alle Reaktionen gespannt – wem’s gefällt, der möge doch bitte allen seinen Freunden, Nachbarn, Schwiegereltern und jüngeren Geschwistern Bescheid geben und uns und unsere Songs weiterempfehlen.

2zueins-Single bei MySpace gratis runterladen

(Wem das mit dem Downloaden zu kompliziert ist: kein Problem. Einfach am nächsten Wochenende bei unseren Shows in Leipzig und Fraureuth vorbei kommen und die Single als CD abstauben!)