Neuer "Sonic Reducer" ist da

Wie die Zeit vergeht… Jetzt ist bereits die dritte Ausgabe des „unabhängigen Kulturmagazins, das alle zwei bis drei Monate erscheint und über ein Blog aktuelle Musiktipps an die Leser verteilt“ (Eigenbeschreibung) erschienen – und das sympathische Fanzine im pdf-Format mag jetzt umfangreicher als seine beiden Vorgänger, ist aber mindestens genauso lesenswert. Diesmal u.a. mit Texten über Voxtrot, Damien Jurado, Damien Rice und viele andere.

Prädikat: äußerst lesenswert. Und der obligatorische Sampler zum Heft mit frei im Netz erhältlichen Songs ist nicht minder spannend.

Download Sonic Reducer #3
Sonic Reducer Sampler #3
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Niels Frevert: Zehn Jahre später…

Wie aus gut bis bestens unterrichteten Kreisen zu erfahren ist (Frevert/Nationalgalerie-Yahoo-Group), wird Anfang 2007 die „10. Jubiläums-Edition“ von Niels Freverts 1997er Soloalbum erscheinen. Das wirklich spannende an dieser Neuigkeit ist, dass diese Wiederauflage dieser hervorragenden CD eine „Bonus-CD mit unveröffentlichten Perlen“ enthalten werde, wie der Webmaster der inoffiziellen Niels Frevert-Seite zu berichten weiß. Weitere Details sind noch nicht bekannt, sobald es was Neues gibt, wird es auch hier im Weblog nachzulesen sein. Ein komplett neues Album vom Ex-Nationalgalerie-Sänger, der zuletzt (räusper, also 2003…) mit „Seltsam öffne mich“ einen geradezu wegweisend guten Songzyklus veröffentlichte, ist jedoch leider nicht vor Herbst 2007 zu erwarten.

Ach, a propros Weblog: bin zurück aus dem Urlaub, jetzt wird auch hier wieder häufiger aktualisiert.

DMB: Sieben neue CDs…

Nicht gleich erschrecken. Sieben? Neue? CDs? DMB? Naja, wenn man alle einzelnen CDs zusammenzählt, die in der letzten Zeit von der Dave Matthews Band erschienen sind, und die noch nicht hier besprochen wurden, dann sind das – wenn ich korrekt gezählt habe – sieben Stück. Nämlich die vier CDs, die als Live Trax 6: Fenway Park, Boston, MA, July 7-8, 2006 veröffentlicht wurden und die drei CDs, die vor anderthalb Wochen als The Best Of What’s Around Vol. 1 erschienen sind. Letzteres ist tatsächlich eine Art Best Of-Veröffentlichung, ersteres ist die neueste Ausgabe der tollen „Live Trax“-Reihe der Band. Weil ich schlicht und einfach zu müde bin, mich jetzt allen Discs ausführlich zu widmen, gibts jetzt die Kurzkritiken der einzelnen CDs… Sieben auf einen Streich, quasi…

Fenway Park CD 1: Super „Proudest Monkey“, wunderbarer „Bartender“. Und dazu ein neuer Song: „The Idea Of You“ finde ich ja sensationell. Alles in allem eine tolle Live-CD, 9/10.

Fenway Park CD 2: „Hunger For The Great Light“ rockt unheimlich, „Louisiana Bayou“ ist und bleibt ein klasse Song, das neue „Can’t Stop“ gefällt mir, reißt mich aber nicht vom Hocker, 7/10.

Fenway Park CD 3: Zweiter Abend, erste CD. Neuer Song „Break Free“ ist der beste DMB-Song seit „Crush“. Ansonsten: eine witzige Version des Neil Diamond-Songs „Sweet Caroline“. Sonst: hochwertige, aber Standard-DMB-Live-Kost. 8/10.

Fenway Park CD 4
: Solide zweite Hälfte der zweiten Show, „Can`t Stop“ funktioniert besser als am Vorabend (vgl. CD 2), ansonsten: tolles „Nancies“, schönes „Warehouse“, feine Unterhaltung. 8/10.

TBOWA Vol. 1 CD 1: Jeweils zwei Songs aus den regulären DMB-Studioalben. Und so viele wirklich essentielle Tracks fehlen. War ja klar. Schön, die Songs zu hören. Aber meilenweit vom „meiner“ Best-Of-Auswahl der Band entfernt. Daher: 6/10.

TBOWA Vol. 1 CD 2: Bislang unveröffentlichte Liveversionen der stärksten DMB-Songs, ausgewählt von den Fans. Und was für eine hervorragende CD das tatsächlich geworden ist! Kurzweilig, erfrischend (Gastauftritt von Robert Randolph bei „Louisiana Bayou“), legendär („Two Step“ wird von Jahr zu Jahr besser). Ausnehmend gut gemischt, sowohl inhaltlich als auch klanglich. 9/10.

TBOWA Vol. 1 Encore CD: „Zugaben-CD“ für alle, die ddas Best Of Album im Internet vorbestellt haben. Und diese CD ist der heimliche Star der Veröffentlichung. Nur vier Songs, aber eine satte Stunde lang Musik: Minarets, The Last Stop, What You Are und vor allem – eine mehr als 30minütige Version von #41, bei der Du nicht mehr weißt, wo oben und wo unten ist. Bela Fleck & The Flecktones sind mit dabei und gehen ab wie nix Gutes… Habe diese Performance schon als Bootleg geliebt, alleine, sie jetzt endlich ordentlich gemischt hören zu dürfen, war schon die Anschaffung der TBOWA-CDs zu horrenden musictoday-Preisen wert. Fantastisch. 10/10.

Niels Frevert: In Wien…

Mal wieder ein Gastbeitrag von meinem geschätzen Freund und Kollegen Robby aka indigoo. Gastbeitrag? Ach was, der is ja auch zu Hause hier, irgendwie…

Ein Gewölbekeller unter einem U-Bahndamm in der Wiener Josefstadt. Es sieht ein bisschen aus wie ein miefig-schmuddeliger Probenraum, an den Wänden hängen Eierpappen, hier und da stehen ein paar alte Sessel und Couches rum, ein kleines Podest erhebt ein paar Kabel, Verstärker und Musikgeräte in die tabakschwangere, ofengewärmte Luft. Ein Bretterverschlag dient als Klo, ein umgekipptes Ölfass mimt die Kasse, da drüben in einer Nische fließt Bier vom Fass. Willkommen im ?Einbaumöbel?, willkommen ?in Wien.?

Niels Frevert spielt heute hier, unter der U-Bahn Linie 6. Hat sich als Support den befreundeten Lokalmatador ?Linger? mitgebracht, der diesen Abend mit schrägen Klängen eröffnet. Der bejubelt, beklatscht und auch ausgebuht wird, während irgendwann ein Hamburger Jung im Publikum erscheint. Braune Lederjacke, ein mehr als drei Tage alter Bart, sieht ein wenig verschlafen aus. Noch ein Bier aus grüner Dose, dann wird die Gitarre gestimmt, ein paar schüchterne Worte suchen das Publikum, stottern beinahe, beide Hände fahren durchs Haar, all das kennt man schon. Auch in Wien?

?Seltsam öffne mich? ist auch an diesem Abend der passende Opener, gewinnt das Publikum, bringt ersten Beifall. Bis zur zweiten Zugabe (Glückskeks) hört man alte und neuere Bekannte, Stücke von den beiden Soloalben. Die obligatorischen Lindenbergsongs fehlen genauso wenig wie die passenden Geschichten dazu. Hier und da ein Lachen, ein Satzabbruch, der Griff durch die Haare, der Griff zum Bier, man kennt das eben. Auch in Wien kriechen ?Wann kommst Du vorbei? und ?Du musst zuhause sein? ins Ohr, werden mehrstimmig, bleiben haften. ?Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs ? SIEBEN.?

So vergehen gut zwei Stunden (oder weniger?) grinsend, kopfnickend und fußklopfend, und auch der seltsam schöne Abend mit und von Niels Frevert, zum Teil ?mit geschlossenen Augen.? Irgendwo dazwischen, fast unbemerkt, hat sich in die gewohnt frevertschen Klänge auch ein neuer Song ins Set geschlichen ? ?Waschmaschine?. Dass dieser erst im kommenden Herbst als Konserve zu haben sein wird, bleibt das einzig Betrübliche an diesem zehnten November im herbstkühlen Wien. Der Verstärker brummt noch, als die Tür hinter dem ofenbeheizten Gewölbe ins Schloss fällt und einen Abend beschließt, der sich mehr als gelohnt hat.

Dave Matthews kommt nach Deutschland!

Gute, ach was – fantastische!! Nachrichten für alle Dave Matthews-Fans! Wenn uns hier in Europa schon seit sieben Jahren die Dave Matthews BAND vorenthalten wird, so können wir uns doch immerhin freuen, dass Meister Matthews himself jetzt endlich, endlich mal wieder nach Deutschland kommt. Ich zitier‘ mal aus dem aktuellen DMB-Newsletter:

DAVE MATTHEWS ANNOUNCES SOLO TOUR OF EUROPE

We are pleased to announce that Dave Matthews will be traveling to Europe for several solo performances in February and March 2007!

Fri / Feb 23 / City Hall / Newcastle, England
Sat / Feb 24 / Clyde Auditorium/ Glasgow, Scotland
Mon / Feb 26 / National Stadium / Dublin, Ireland
Tue / Feb 27 / Waterfront Hall / Belfast, N. Ireland
Thu / Mar 1 / Manchester Apollo / Manchester, England
Fri / Mar 2 / New Theatre / Oxford, England
Sun / Mar 4 / Teatro Dal Verme / Milano, Italy
Tue / Mar 6 / La Cigale / Paris, France **
Thu / Mar 8 / Offenbach Capitol/ Offenbach-am-Main, Germany*
Fri / Mar 9 / Ancienne Belgique / Brussels, Belgium**
Sat / Mar 10 / Paradiso / Amsterdam, Holland**
Mon / Mar 12 / Columbiahalle / Berlin, Germany**
Tue / Mar 13 / E-Werk / Koln, Germany**

* General Admission Seated and Standing
** Standing Only

Noch Fragen? ICh denke, wir sehen uns in Berlin, oder?

In other news, Ben Folds kommt auch wieder nach Deutschland. Im Februar 2007, wenn ich richtig gehört habe. Dazu aber später mehr.

Welchen DM(B)-Quote setzt man an den Schluß eines solchen Postings? Hmmm… So Damn Lucky… vielleicht. Oder aber: Celebrate we will! 🙂

New York Electric Piano

New York Electric Piano, das sind Aaron Comess (drums), Tim Givens (bass) und vor allen Dingen Pat Daugherty am, naja, Electric Piano. Auf drei Alben kann man bereits bestaunen, was dieses Trio so besonders macht – diese wilde Mischung aus Jazz und Funk, warme, sphärische Sounds, mal herrlich fragile Melodien, mal kühne Impro-Eskapaden. Besonders die Platten „Citizen Zen“ und der selbstbenannte Erstling der Band seien hiermit empfohlen.

Platte Nummer vier ist bereits in fertig, aufgenommen Anfang dieses Jahres. Anfang 2007 soll „Blues In Full Moon“ endlich erscheinen. Eine erste Kostprobe findet sich auf der generalüberholten Internetseite der Band.

NYEP – Blues In Full Moon (vom 2007 erscheinenden Album)
NYEP – Hidden Path (vom 2003er Album „NYEP„)
NYEP – Thunderbolt (vom 2004er Album „War Oracle„)
NYEP – Blues In Orbit (vom 2003er Album „NYEP„)
NYEP Website
NYEP Myspace

2zueins! in der Alten Nikolaischule, Leipzig (23. Oktober 2006)

Ja, wir waren mal wieder unterwegs – der Heiko und ich als 2zueins! Am Freitag spielten wir in Schmochtitz bei Bautzen (da waren wir der „kulturelle Rahmen“ einer Messe-Eröffnung und haben während einer Abendveranstaltung „Is aber so“, „Nur ein Schatten Deiner selbst“ und „Und wenn Du rennst“ zum besten gegeben). Auch gestern haben wir musiziert, und mussten gar nicht mal so weit fahren: im Herzen Leipzigs steht die Alte Nikolaischule, und genau da haben wir eine Show gespielt. Wir fanden’s unterhaltsam und das Publikum hoffentlich auch… Danke an das tolle Team in der Nikolaischule, und Danke den vielen bekannten und unbekannten Gesichtern im Publikum für’s Vorbeikommen und Montagabendnichtzuhauserumhängen!

Die nächsten 2zueins!-Shows: nächste Woche Montag spielen wir einen privaten Gig in Leipzig, am 4. November treten wir im Plenarsaal des Sächsischen Landtags (!!) auf, als „Kulturprogramm“ beim „Jugend-Redeforum“. Das wird sicher lustig… Außerdem können sich alle Hallenser schon mal den 13. Dezember vormerken, da geben wir unser launisches Liedgut im Weinbergclub der Saalestadt zum besten.
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2zueins! im Starclub, Leipzig, 10. Oktober 2006

Zwei Tage ist es schon wieder her, das Konzert im Starclub in Leipzig. Einen kleinen Bericht solls dennoch geben: es hat uns beiden enormen Spaß gemacht, nach ziemlich genau einem halben Jahr endlich mal wieder in der Heimat zu spielen. Umso schöner, dass dann doch ein ganz paar Menschen da waren und uns zugeschaut und -gehört haben. Wir, also 2zueins!, haben den Songwriter-Abend im Starclub „eingerahmt“, und die Herrschaften Julius und Mindmoon (Oliver und Phillip) waren auch wieder mit im Boot.

Und so bleiben Heiko und mir eisvertilgende Zuschauer, mitsingende Zufalls-Gäste, ein spontanes Keimzeitcover (Publikumswunsch…) und ein ganz vorzüglicher Markus Guffler als special guest auf der Bühne in bester Erinnerung. Und zwei ziemlich coole Sets der lieben Kollegen ebenfalls. Oben findet Ihr ein paar Schnappschüsse des Abends – von der Bühne, aber auch aus der Reihe „Heiko geht auf Tuchfühlung mit den Fans“.

Das nächste Mal Tuchfühlung, spontane Cover, launische Lieder, Mitsinggelegenheiten und all das gibt’s am 23. Oktober, wieder in Leipzig – dann spielen wir einen ganzen Abend lang in der Alten Nikolaischule. Aber das werden wir schon noch mal rechtzeitig gesondert verlautbaren.
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2zueins! in Röbel / Müritz, 7. Oktober 2006

(Fotos von Robert @ http://www.kugellager.name – Danke!)

So, Heiko und ich sind zurück aus Röbel – das war eine extrem lustige Sause im Kugellager an der Müritz. Die Herren Mindmoon und Julius haben angefangen, und wir sind dann so gegen halb 12 auf die Bühne und haben etwa eine Stunde und 15 Minuten Musik gemacht – und wir hatten unseren Spaß. Wenn wir den Applaus richtig gedeutet haben, gings dem Publikum ähnlich. Der Abend endete mit einem 3-Uhr-Morgens-Privatständchen für ein einheimisches Liebespaar und einem leckeren Whisky.
Grüße an Mindmoon und Julius – bis Dienstag!

Denn dann machen wir das alles nochmal. Oder so ähnlich. Oder ganz anders – auf alle Fälle live und herzlich gern mit vielen Lesern dieses kleinen Blogs: Leipzig, am 10.10. (Dienstag) ab 21 Uhr im Starclub. Eintritt? Geschenkt. Bis dahin!!!


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NP: Brett Dennen – So Much More (2006)

Brett Dennen. Auf diesen Herrn bin ich eher zufällig im virtuellen Plattenladen meines Vertrauens gestoßen. Sein aktuelles Album So Much More verdient mindestens acht von diesen zehn Punkten, mit denen ich in diesem Blog gerne um mich werfe. Wenn nicht noch mehr. Denn seine Musik ist sehr packend, ein wenig schräg und hat so etwas glaubhaft Stürmend-und-Drängendes, das mich seit Tagen dazu bringt, diese CD immer und immer wieder zu hören – obwohl sie keinen offensichtlichen Hit, keinen auf ein wirklich breites Publikum gemünzten Track enthält.

Geile Sache, sehr zu empfehlen – ich glaub, von Brett Dennen werden wir in Bälde vielerorts noch ne ganze Menge lesen und hören.

Brett Dennen Homepage
Brett Dennen – So Much More (new album)
Brett Dennen @ MySpace (incl. drei Songs, davon einer als Download)

Photo copied from Brett Dennen’s MySpace page