Gib mir Musik: Daniel Heinze – Halt unterwegs (Demo, 2006)

Das ist doch mal Dienst am Kunden: den folgenden Song habe ich heute Nachmittag eher zufällig geschrieben, dann zu Hause im Schlafzimmer aufgenommen und dann in den PC gespielt… Mal abgesehen von den sensationell schrägen Selfmade-Hintergrundgesängen is hier nix gemastert, bearbeitet oder entstellt: so klingt es, wenn ich in meiner Wohnung Lieder trällere, die ich eine Stunde vorher im Proberaum geschrieben hab. Viel Spaß also mit dieser launischen Momentaufnahme!

Daniel Heinze – Halt unterwegs (Demo 29.04.2006)
Text/Musik: Daniel Heinze

UPDATE 17.5.: Ab sofort gibts eine Demoversion dieses Songs von Heiko und mir auf >MySpace – das Schlafzimmer-mp3 is daher verschwunden… 🙂

Refrain:
Ich bin ein kleiner weißer Junge mit ner Klampfe vor dem Bauch
Ich kenn ein paar Akkorde, bißchen singen kann ich auch
Manchmal geh ich ab und mitunter auf den Keks
Keine Ahnung, wo das hinführt! Ich bin halt unterwegs…

1
Das Nest, aus dem ich stamme, ist nett, doch abgewrackt
Also hab ich mirnichtsdirnichts meine Sachen gepackt
Ein paar Lieder auf der Pfanne, ein paar Lieder in der Tasche
In der Hoffnung, dass ich ab und an offne Ohrn erhasche
Ich sing so gut ich kann und bei Gelegenheit
Über Liebe, Leben, Leiden, über Glück und Einsamkeit
Übers Saufen, übers Warten, übers Reisen und das Wetter
In German, not in English, because das kann ich better
Mammalautermammalautermamapapahörmahin
So viele sind der Meinung zu wissen, wer ich bin
Mammalauterwasndasnmammalauterimmerwieder
Ich sags: Hört auf zu wissen. Hört lieber meine Lieder:

Refrain

2
Heute hier und morgen dort ha’m die alten schon gesungen
Sind über den Wolken mit dem Fallschirm abgesprungen
Den Willi ha’ms erschlagn, es is so ohne Dich.
Und der Mensch bleibt Mensch. Sag mal, meint der Alte mich?
Den Vorschlag hammer abgelehnt, wir ha’m Flugzeuge im Bauch.
Mir gehts so gut, weil ich n Mädchen bin, ich weiß Du bist es auch.
Man sagt, das gibt’s nur einmal und man sagt, das kommt nie wieder:
Die Welt ist voller Wunder, die Welt ist voller Lieder!
Mammalautermammalautermamapapahörmahin
So viele sind der Meinung zu wissen, wer ich bin
Mammalauterwasndasnmammalauterimmerwieder
Ich sags: Hört auf zu wissen. Hört lieber meine Lieder:

Refrain

Bridge:
Mammalautermamamonomamamammastereo
Mammalautermammatürzumamamamacheerio!
Mammalauterwasndasn? Is ja Wahnsinn! Drück auf Play.
Bringmasinnrein, schaff Bedeutung. I’m gekommen um to stay…

Refrain (2x)

Blues Traveler endlich bei archive.org!

Das ist eine dieser Nachrichten, die ich voller Freude und Begeisterung weiterleite: Blues Traveler sind endlich, endlich im Live Music Archive zu haben!

For three years now, a campaign has been afoot among the fan base to have the band and management approve the hosting of their live recordings at the Live Music Archive. And earlier this week, the persistence bore fruit as the approval went out from Gina-Z. Per her messages regarding Blues Traveler and John Popper, a host of Blues Traveler and related recordings are now allowed for hosting on archive.org’s servers. Several dozen shows have already been uploaded in FLAC and SHN format, but for the bandwidth-challenged and those who like to stream at work, mp3 and ogg versions are available as well. Hundreds more recordings are still in the pipeline, so be sure to visit the Live Music Archive on a regular basis to hear the latest audio treats available from the fan base, thanks to the generosity of the band and their management!
(Quelle: bluestraveler.net)

Auf gut Deutsch: schon nach wenigen Tagen kann man via archive.org fast siebzig Shows einer der besten Bands unserer Zeit streamen, downloaden, nochmal streamen und gleich nochmal downloaden – viel im FLAC oder SHN-Format, aber auch viel als mp3s. Grandios. Wunderbar. Toll. Los geht’s.

Ein paar Kostproben:
Hook (11. Juni 2005, komplette Show hier)
Alone (6. November 1990, komplette Show hier)
Bagheera (16. Dezember 2001, komplette Show hier)
Sweet And Broken (4. September 2004, komplette Show hier)

Hintergrund: Das Live Music Archive ist Teil von archive.org, einer aus einem universitären Projekt entstandenen Seite, die zum Ziel hat, frei und legal im Netz verfügbare Inhalte ständig, dauerhaft und kostenlos zugänglich zu machen.

Daniel Heinze: neue Konzerttermine!

…und eh‘ man sich’s versieht, trudeln langsam aber sicher immer neue Konzerttermine ein. Bei folgenden Gelegenheiten kann man mich – so man mag – live erleben, mit jeder Menge Launischen Liedern und ab und an auch mit tollen Gästen und Freunden!

20.05.06: Fraureuth, MoshAir Festival 2006 (solo)
07.06.06: Dresden, t.b.a. (mit Heiko Dietze [Bass] und Markus Guffler [Saxophon])
10.06.06: Meißen, Marktplatz „Bennofest“ (solo)
07.09.06: Gera, Pegasus (mit Heiko Dietze [Bass])
23.10.06: Leipzig, Kulturcafé Alte Nikolaischule (mit Heiko Dietze [Bass])

Natürlich sind weitere Termine in Planung, sobald sie spruchreif sind, werde ich sie kundtun. Auf folgenden Seiten gibt’s regelmäßig Neues zu mir und meiner Musik:

DanielHeinze.de (jede Menge Gratis-mp3s und alles zu meinem Album „Gewinner“)
Daniel Heinze & Heiko Dietze (unsere MySpace-Seite mit allen aktuellen Terminen und drei weiteren neuen mp3-Downloads)
MoreThanMeetsTheEar – dunkelblau Weblog (hier, quasi)

Ich freue mich über Euren Besuch – real wie virtuell!

NP: Calexico – Garden Ruin (2006)

Bei allem, was man vorab über die neue Calexico-Platte lesen konnte, konnte man ja nur Angst bekommen: die Band würde sich von ihren Ursprüngen, jener legendären Americana-Musik mit Mariachis, Steel Guitars und sanften Klanglandschaften wegbewegen, hieß es. Und habe Neues ausprobiert und sich ganz bewußt weiterentwickelt. Ach je, die guten Calexico, warum nur?

Nun, die ganzen Sorgen sind mehr als unberechtigt! Garden Ruin ist drauf und dran, zu meinem Lieblingsalbum der Band zu werden. Nein, das sind 100% Calexico. Ja, da sind Veränderungen. In der Tat haben die Herrschaften etwas gewagt und haben sich teilweise von ihrem altbekannten Sound entfernt. Ich formulier’s mal so: mehr Songwriting, stärkere Sound-Orientierung, wenigere Momentaufnahmen und musikalische Intermezzi.

Was alles andere als schlecht ist: hier versammeln sich ein paar der stärksten Calexico-Stücke ever (z.B. „Bisbee Blue“, „Roka“ und „All Systems Red“), die Platte fließt ganz wunderbar dahin, hat, und das ist ja nun mal wirklich selten, nicht einen schwachen oder schlechten Song und ist ziemlich genau das, was man nach einem viel zu langen Winter in einem viel zu vorsichtig voranschreitenden Frühling hören möchte. Mir doch egal, ob das nun genau so ist wie das, was die Herren zuvor gemacht haben. Mir doch Wurscht, ob jetzt einige Hardcore-Calexico-Fans „Verrat!“ brüllen. Diese Platte gefällt mir, versüßt mir seit ein paar Wochen mein Leben und ist um so vieles besser, als das meiste, was einem so Tag für Tag in die Gehörgänge gepflanzt wird. Schönes Album – Punkt. (7/10)

Nix wie hin: Niels Frevert. Live. In Leipzig!

Ich dreh? durch! Grade durch absoluten Zufall gesehen, dass Niels Frevert im Mai in Leipzig spielt. Das ist? das ist? das ist? ganz wunderbar, ich freu mich wie Bolle und verkünde hiermit lautstark: am Freitag, dem 26. Mai werde ich in den Abenstunden im Ilses Erika anzutreffen sein. Denn da singt der großartige Niels Frevert. Und Ihr, liebe Leser, kommt bitte alle mit. Denn Niels live ist immer etwas seltsam und immer wunderschön.

Mit Gratis-MP3s zum Erfolg?

Der Online-Rolling Stone macht auf einen äußerst lesenswerten Artikel in der Denver Post aufmerksam – es geht um die zunehmende Menge an frei im Internet erhältlichen mp3s und um die Bands, die über virtuelle Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt(er) werden:

Imagine a nameless bandit dumps a trash bag of $1 bills from the top of Republic Plaza. People gather below, stuffing their pockets gleefully. No one knows whose money it is, or even who is dumping it, but a dollar is a dollar, right?

A dollar is also roughly the price of an MP3 on iTunes, and the amount of potential revenue musicians lose when their songs are illegally downloaded or given away for free.

Like the crowd scrambling through the shower of dollar bills, no one person feels responsible. Why pay for MP3s when they are there for the taking, virtually risk free?

The surprising answer from many bands: You don’t have to pay or feel guilty. In fact, the people dumping the cash from the top of the building might be the artists themselves. For an increasing number of acts, free or illegal downloads are a promotional tool more valuable than money.

Den vollständigen Text gibt es hier.

Aaron Comess veröffentlicht Soloalbum im Sommer!

Der Drummer der Spin Doctors, Aaron Comess, veröffentlicht Mitte des Jahres sein erstes Instrumental-Album. Es wird voraussichtlich „Catskills Cry“ heißen und enthält jede Menge sphärische Songs, eingespielt von Aaron (Drums, Gitarre), Tony Levin (Bass) und Bill Dillon (Gitarren). Bereits jetzt kann man auf Aaron’s MySpace-Seite in zwei Stücke der Platte reinhören. Und das lohnt sich – besonders der Track „Future“ ist gigantisch und läßt auf eine grandiose Platte hoffen.

Aaron hat von allen Spin Doctors-Mitgliedern den mit Abstand größten Katalog an Seitenprojekten und Gastauftritten – so spielte er bislang beispielsweise in so großartigen Bands wie New York Electric Piano oder Whatsa, nahm aber bereits auch mit Leuten wie Joan Osbourne, Swati, Marc Cohn u.v.a.m. auf. „Catskills Cry“ wird nun das, worauf seine Fans schon eine ganze Weile warten – ein Album komplett aus seiner Feder.

"Stabat mater" (Antonín Dvorák) in Leipzig

Fac, ut portem Christi mortem,
passionis fac consortem,
et plagas recolere.

Danke an das Mitteldeutsche Kammerorchester, die Kantorei der Evangelisch-reformierten Gemeinde Leipzig, die Solisten Antje Perscholka, Klaudia Zeiner, Nico Eckert, Hidekazu Tsumaya und die Leiterin Christiane Bräutigam für eine anrührende, nachdenklich stimmende, ergreifende, gelungene Aufführung von Dvoráks „Stabat mater“ (op. 58) heute Nachmittag in Leipzig: das war eine würdige Einstimmung auf die Karwoche.

NP: Ottestad – Ottestad (2004)

Nein, das hätte ich wirklich nicht gedacht. Dass „Boots“ Ottestad so ein Album hinlegt. Boots hat uns mit seiner Band The Getaway People die späten Neunziger versüßt, die „Turnpike Diaries“ gesungen und mit „Chocolate“ eine der nettesten (und funkiesten) „Liebeserklärungen“ der letzten zwanzig Jahre hingelegt. Boots hat zusammen mit einem gewissen Robbie Williams das Stück „Come Undone“ geschrieben, das zu einem europaweiten Hit werden sollte. Er war/ist ein Hansdampf in allen möglichen Popgassen und ist für seinen funky Songwriting-Stil bekannt.

Aber heimlich, still und leise hat der gute Boots vor zwei Jahren ein Album rausgebracht, auf dem erst so richtig seine Qualitäten als Songschreiber zur Geltung kommen. Sein Solo-Debüt ist ein astreines Popalbum, mit großen Balladen, verhaltenen Liebeserklärungen und atemberaubenden Gefühlsausbrüchen. Vom stillen „Don’t“ bis zum mächtigen „A Song I’ve Never Heard“ – was Boots hier abzieht, ist so ziemlich die Antithese zu vergangenen Getaway People-Tagen, aber trotzdem grandios. (8/10)

Everyday is like a promise. That the night could never keep…

Ottestad im Netz:
Offizielle Seite
Boots bei MySpace
„Ottestad“ kaufen bei CD Baby
Hörprobe 1: Don’t
Hörprobe 2: A Song I’ve Never Heard

Gib mir Musik: Spin Doctors – Jambalaya / Crosscut Saw

Die Spin Doctors beglücken ihre Fans seit dem Wochenende mit zwei neuen mp3-Raritäten, die es auf der offiziellen Website der Band zum Gratis-Download gibt: zum einen haben sie den Hank Williams-Klassiker Jambalaya (On The Bayou) gemeinsam mit Sam Bush (Mandoline, Geige) eingespielt, zum anderen den großartigen Blues Crosscut Saw (bekannt duch Albert King). Bei „Jambalaya“ wildern die Doctors in ungewohnten Country-Gefilden und liefern die bislang definitv rockigste Version dieses Uralt-Ohrwurms ab. Und bei „Crosscut“ singt Gitarrist Eric Schenkman beseelt wie selten – weil Sänger Chris Schnupfen hatte, musste eben er mal wieder ran… Die Stücke wurden während der 2005er Sommer-Tour aufgenommen, einmal für eine US-Radio Show, einmal in einem mobilen Tonstudio der John Lennon-Stiftung.

Die beiden kleinen Schätze gibt’s kostenlos im Offiziellen Spin Doctors Forum, allerdings muß man sich vorher registrieren. Lohnt sich aber eh – neben den beiden neuen Stücken bietet die Band u.a. zahlreiche rare B-Seiten und die 2005er Single „Can’t Kick The Habit“ zum Download an.

Mehr über die Band:
Spin Doctors im dunkelblau Weblog
More Than Meets The Ear – The Spin Doctors Archive
Das Offizielle Spin Doctors Forum (inkl. Downloads & Contests)