Blues Traveler: !Bastardos¡ im September

Das nächste Album der Blues Traveler erscheint voraussichtlich am 12. September und soll den Titel !Bastardos¡ tragen. Das berichtet zumindest der Rolling Stone (US-Ausgabe, Printausgabe):

Nineties pop-rock acts Blues Traveler and Hootie and the Blowfish have signed with Vanguard Records. Hootie’s fifth studio album will be released on a Vanguard imprint on August 9th. Blues Traveler will offer up !Bastardos! on September 12th.

via Black Cat Mailing List.

Discographie: Blues Traveler (1990, 10/10); Travelers & Thieves (1991, 7/10); Save His Soul (1993, 8/10); Four (1994, 9/10); Run-Around EP (1994; 9/10); Live From The Fall (1996, 10/10); Straight On Till Morning (1997, 7/10); Zygote (John Popper solo, 1999, 8/10); Decisions Of The Sky – A Traveler’s Tale Of Sun And Storm EP (2000, 7/10); Bridge (2001, 8/10); Travelogue – Blues Traveler Classics (2002, 7/10); Live – What You And I Have Been Through (2002, 8/10); Truth Be Told (2003, 10/10); Thinnest Of Air (DVD, 2003, 10/10), Live On The Rocks (2004, 8/10).

Wieder da

So. Bin wieder zurück aus Amsterdam – mit tonnenweise Musik und vielen schönen Eindrücken im Gepäck. Und mit vielen Erinnerungen an ein sehr lustiges Wochenende: u.a. habe ich (D) vorsätzlich einen die hard Sinéad O’Connor-Fan (NL) mit einem die hard Spin Doctors-Fan (USA) bekannt gemacht. Das Ergebnis war ein herrlich schriller und bierreicher Abend. Ein ganzes Laufwerk* voller großartiger Livemusik wartet jetzt auch mich (John Butler, Blues Traveler, Larry, The Authority u.v.a.m., keine Sorge, alles ganz legale Mitschnitte) und natürlich lass ich meine aufs höchste verehrten Weblog-Leser in der nächsten Zeit immer mal wieder daran teilhaben.

* Schon klar, ich übertreibe, um das Prinzip zu verdeutlichen. In Wahrheit handelt es sich um eine prall gefüllte DVD. Aber immerhin.

Ben Folds – Songs For Silverman (2005)



Seit einer knappen Woche läuft sie bei mir rauf und runter, die neue CD von Ben Folds. Die Songs For Silverman sind derart mächtig, dass ich mich jetzt fast sechs Tage um eine Erwähnung hier im Weblog gedrückt habe. Da ich immer noch um Fassung ringe, gibts hier und heute ganz einfach mal nur ein paar ungeordnete Gedanken, die mir beim erneuten Hören (ein gutes Dutzend Mal dürfte ich sie inzwischen durchhaben) in den Sinn gekommen sind.

– Ertappt. („Why you gotta act like you know when you don’t know?“)
– Dieser Mann ist ganz eindeutig verrückt. (Das Klaviersolo bei „You To Thank“)
– „Landed“ ist der heftigste und gleichzeitig schönste Ohrwurm seit langem. (Einmal gehört, einen Tag lang vor mich hin gesungen)
– Geil, dass Ben endlich wieder mit Band musiziert. (Der Herr am Schlagzeug rockt)
– Wieviel Anstrengung und Mühe bedarf es, um derart leicht und gelöst zu klingen?
– Diese „deluxe edition“, ein buchähnliches Etwas mit tollen Schwarzweißfotos, ist die mit Abstand hübscheste CD-Hülle in diesem Haushalt.
– Nochmal „Landed“. Muss sein. Jetzt. („Come pick me up. I’ve landed“)
– Scheiße, ja. Mir fehlt Elliott Smith auch. Sehr sogar. („Late“)
– „Gracie“ klingt in seiner Kinderlied-Ästhetik mächtig nach Eels.
– Die Piano-Version von „Judy“ auf einer dieser EPs aus 2004 hat mir besser gefallen. (Aber das ist auch schon das einzige, was ich an diesem Album auszusetzen habe)
– 4. Juni. Berlin. Ben. (Endlich)
– Die Gänsehautstelle. („Curled in a ball like she’s hiding from meeee“)
– Aber who the fuck is eigentlich dieser Silverman?
– Warum hab ich die ganze Zeit das dämliche Bedürfnis, mich vor Ben Folds verneigen zu wollen? (Wir kennen uns doch gar nicht)
– Überhaupt, „Late“. (Was für eine herzliche, ehrliche, einfache und große Hommage)
– Schön, einfach schön.

Könnte noch ewig weitermachen. Diese Platte ist eine Sensation und gemeinsam mit Josh Rouses „Nashville“ das bislang beste, was mir in diesem Jahr zu Ohren gekommen ist.

It’s okay if you don’t know everything.

Mando Diao im laut.de-Interview

Die Leute von laut.de liefern derzeit ein lesenswertes Interview nach dem nächsten ab. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte sich für ein paar Minuten dem Gespräch zwischen Vicky Butscher (laut.de), Gustaf Norén und Samuel Giers (beide Mando Diao) widmen. Kostprobe gefällig?

Woran habt ihr gemerkt, dass ihr professioneller geworden seid?

Gustaf spricht, obwohl er sich sehr jugendlich und cool gibt, sehr besonnen und mit tiefer, leiser aber bestimmter und dadurch extrem erwachsener Stimme, die auf der Aufzeichnung sehr besänftigend und gleichzeitig hoch-sexy klingt. Er hat den Schlafzimmer-Blick auch in der Stimme …: Es hat nur vier Wochen gedauert, bis das ganze Album fertig war. Das war sehr leicht und problemlos. Alles ist live aufgenommen. Das war ein Zeichen. Es war klar, das etwas passiert war. Wir sind Fans der Musik, also hat jeder in der Band die Demos sehr intensiv gehört. Wir haben nichts anderes mehr gehört, als unsere eigenen Demos. Wir kannten unsere Demo-Stücke irgendwann genau so gut wie klassische Beatles-Tracks. Das hilft, gute Songs zu finden.

Das ganze Interview findest Du hier.

Top 5 vom 29. April 2005

Okay, hier ist die Liste der fünf „Alben“, die ich mir auf meinen ersten mp3-Player (I know ich hab erst jetzt einen so f**king call me rückschrittlich) gezogen habe:

05 Ben Folds – Songs For Silverman (mehr zu diesem unfaßbar guten Album später!)
04 Eels – Blinking Lights & Other Revelations
03 Bright Eyes – Digital Ash In A Digital Urn
02 Sinéad O’Connor – Live @ Jammy Awards 2005
01 Josh Rouse – Nashville

Jammy Awards 2005

Ach, wie schön: die Jammys 2005, der „Grammy der Jambandszene“, sind Geschichte – Gov’t Mule wurde für das beste Album des Jahres geehrt, Sinéad O’Connor hatte ein furioses (wenn auch nicht unumstrittenes) Livecomeback während der Show im Madison Square Garden, John Mayer stahl allen die Show… Muss schön gewesen sein.

The penultimate segment was one of the evening’s best, with Medeski Martin & Wood and the Antibalas Horns backing O’Connor and Spear on four Spear tunes: „Door Peep,“ „Marcus Garvey,“ a chilling a cappella version of „Jah No Dead“ and „He Prayed.“

Die komplette Billboard-Kritik über die „Jammies“ gibts hier, der US-Rolling Stone hat natürlich auch was geschrieben und die New York Times ebenso. Viel Spaß beim Lesen…

UPDATE: Inzwischen berichtet auch jambands.com ausführlich über die Jammy Awards. Und zwar hier.

Jammy logo taken from the official Jammy Awards website.

Erinnerungen an Arnie…

Der Tod von Arnie Lawrence berührt viele in der New Yorker Musikerszene. Sein (nicht minder begabter und liebenswürdiger) Sohn Erik hat folgende e-Mail an Fans und Freunde seines Vaters veröffentlicht:

It is with great reverence that I share the news that my father, Arnie Lawrence, has passed from this earth Friday, April 22nd, 2005 near his home in Israel after a brief illness. A master saxophonist and legendary teacher, he put his heart and soul into his music, into teaching and gave a large piece of it to anyone who needed it. His accomplishments go far beyond what my meager mind can express on this or any day. His career spanned from sitting at the feet of Ben Webster to „rock and roll guru“ and honorary member of many bands, including Blues Traveler and Spin Doctors. He created the New School Jazz program, and an even further reaching program in Israel, bringing Jews and Arabs together through music. We are all his children and his message of love and creativity will continue to grow.

I remember Pops telling me that Ben Webster advised „You’re only as good as your rhythm section“ when he was 16 years old. I can’t tell you how many rhythm section players have told me they never played as well as they played with him.

Oddly, I heard the news of his passing just before entering a recording studio in Brooklyn, near where he was born. I was playing his old King alto, we were to play a traditional African funeral march. When I finally got myself together to walk into the studio there were two framed album covers on the wall, chosen because the engineer’s girlfriend liked the ’60’s style artwork. My father had played on both of them. I figured perhaps I was doing just what I was supposed to be doing.

Talk has begun for a memorial service in at St Peter’s Church in NYC on July 10th, his next birthay at 7pm and the establishment of a scholarship fund in his name. Please feel free to forward this email to any of his friends around the globe. (…)

May peace and music be with you always.
Erik Lawrence

Einen ganz hervorragenden Nachruf auf Arnie gibts bei bluestraveler.net, tolle Fotos wie das hier gezeigte gibts im Spin Doctors-Forum.

Außerdem organisiert Aaron Comess im Moment einen Arnie Lawrence Tribute Jam, der am kommenden Montag in der legendären Nightingale Bar in NYC stattfinden soll.

Photo by Paul LaRaia, taken from the official Spin Doctors website.