Dave Matthews Band – Live At Piedmont Park (3CD, 2007)

Läßt man mal die elf bisherigen Live Trax-Veröffentlichungen und die zahlreichen offiziellen Bonus- und Fanclub-Alben weg, handelt es sich bei „Live At Piedmont Park“ doch tatsächlich „erst“ um das achte offizielle Livealbum der Dave Matthews Band. Das Konzert aus dem letzten Jahr muss also schon was besonderes sein, wenn die Band beschließt, es offiziell auf den Markt zu werfen. Es muss? Naja, es sollte wenigstens – warum sonst stellt sich ein Hörer denn dann noch ein Livealbum ins Regal, und noch eins, und noch eins…?

Mal abgesehen davon, dass die Band im letztjährigen Vorweihnachtsgeschäft mit dem zweieinhalbstündigen Konzert sicherlich auch den einen oder anderen Dollar machen wollte, bietet die Show neben souveräner Meterware (hurra, die 8972. Aufnahme von „Too Much“, zum 872. Mal „Stay“….) zum Glück in der Tat ein paar Leckerbissen. Die gelungene Version des Allman-Brothers-Songs „Melissa“ mit Gregg Allman himself etwa, den traumwandlerischen Viertelstünder „The Dreaming Tree“ oder „What Would You Say“ mit meinem Helden Warren Haynes (auch wenn Warrens Gastauftritt diesmal nicht so cool ist wie bei der geilen Version von „Jimi Thing“ beim Central Park Concert 2003, die für mich einer der besten Momente der gesamten DMB-Geschichte ist).

Das wirklich tolle an dieser Aufnahme sind die durchweg sehr guten neuen Songs, die nach der 2005er-„Stand Up“-Platte entstanden sind – bei „#27“, „Cornbread“ und „Eh Hee“ erlebe ich eine Band in Topform und einen Dave Matthews, der endlich mal wieder überdurchschnittliche Songs schreibt und es liebt, diese zu singen, als gäbe es kein Morgen.

siebenSACHEN vom 8. Mai 2008. Mit Kermit, Tokio Hotel, den Rolling Stones u.a.

– Nicht schlecht: eine Tokio Hotel-Kritik vom US-Rolling Stone.

– Ab morgen wird die neue Jason Mraz gestreamt: „Starting May 9th, we will stream We Sing. We Dance. We Steal Things. on Jason’s Myspace page four days before the official release! No matter where you are this weekend, know that the only way to get the party started is with the NEW Mraz jams!“ Hier.

– Fundgrube: bin gestern zufällig auf die MosaPedia gestoßen, der „Fanzyklopädie“ zu Digedags und Abrafaxen.

– Die Bon Iver-Notiz des Tages: Justin Vernon remixt The Rosebuds – Get Up, Get Out (mp3).

Okkervil River spielten live bei WOXY.com (mp3) (via)

– Schade eigentlich: doch keine Rolling Stones bei eMusic.

Kermit, der traurige Frosch, covert Elliott Smith: Needle In The Hay:

siebenSACHEN vom 6. Mai 2008. Mit Dave Matthews Band, Fettes Brot, Blind Melon u.a.

– Die schlimmsten Nummer-1-Hits der 90er listet Popdose auf.

It’s Over: My Brightest Diamond covert Roy Orbison, zu finden bei My Old Kentucky Blog.

– Großartig! Tim Reynolds spielt den ganzen Sommer über mit der Dave Matthews Band – damit wird die Band auf ihrer Sommertour gleich um drei Leute ergänzt – Butch Taylor (keys), Rashawn Ross (horns) und Tim (git). Freu‘ mich schon auf die Liveaufnahmen.

– Gleich noch mal DMB: es gibt einen neuen Fan-Podcast mit Liveraritäten etc. Hier die erste Folge (mp3).

– Das Bon Iver-Album in seiner vollen Schönheit kann man derzeit hier anhören – was ich hiermit ausdrücklich empfehle.

– Am Freitag steigt in Hamburg das letzte Konzert der aktuellen Fettes Brot-Tour, und das gibts als Livestream an mehreren Orten im Internet, u.a. auf intro.de.

Blind Melon („No Rain“) sind zurück – mit neuem Sänger und neuer Platte. Hier das Video zur ersten Single: „Wishing Well“.

siebenSONGS (12)

Die mehrtägige Pause in diesem Blog beenden wir am besten mit Musik, am allerbesten mit Ausgabe 12 der siebenSONGS. Beschwingt geht’s los mit Beau Jennings, Brendan Canning (Broken Social Scene-Connection) steuert ’nen mittelschweren Hit bei, schrägen Barblues mit super Bläsern liefern die Black Diamond Heavies, Dawn Landes – die einzige Frau im Bunde – sucht nach ihrem Bodyguard, außerdem gibts verstörend-schöne Musik von Nick Jaina und einen netten Popsong von Sleepercar. Und am Schluß gröhlen wir alle gemeinsam mit den Bitter Tears: I was murdered in the bar, that’s why I didn’t come home last night… Alles bestens, also.

Beau JenningsTulsa Sound

Black Diamond HeaviesBidin‘ My Time

SleepercarA Broken Promise

Brendan CanningHit The Wall

Nick JainaPower

Dawn LandesBodyguard

The Bitter TearsMurdered At The Bar

siebenSACHEN vom 29. April 2008. Mit The Roots, Damien Dempsey, David Sedaris u.a.

– Super – schon wieder ne neue Damien Dempsey-Platte! Auf „The Rocky Road“ gibt’s wohl mehrheitlich Traditionals und Cover, das Album erscheint am 6. Juni in Irland und am 9. Juni in Großbritannien, die erste Single „A Rainy Night in Soho“ kommt am 30. Mai.

– Zehn Fragen an Keith Caputo stellt gaesteliste.de

– 109 Notizen, Storys und Bildchen, gemalt von den Lieblingskünstlern: Das Musikblog des Guardian stellt die originelle Fan-Sammlung Write Me Stories vor (gefunden hier).

A crowd at a rock show: die Typen 6, 7 und 10 gefallen mir am besten. (via)

David Sedaris schreibt im New Yorker übers Rauchen und Nichtmehrrauchen (was wohl auch Thema seines nächsten Buchs ist), hier das dazu passende Zeit-Interview aus dem Dezember 2007.

– Neues The Roots-Album „Rising Down“ anhören – hier.

– Der in diesem Blog schon öfter abgefeierte Bon Iver mal wieder: Flume, live im Radio.

siebenSACHEN vom 28. April 2008. Mit Ben Folds, Madonna, Mon)tag u.a…

– Von „Hitchiker’s Guide To The Galaxy“ bis „Slaugtherhouse Five“: Eine Liste mit den 50 besten „Kult“-Büchern, zusammengestellt vom Telegraph.

– Beim Word-Magazine spielen sie schon wieder das iPod-Randomizer-Spiel – die ersten fünf Shuffle-Tracks des iPods, und Bescheißen is‘ nich. Hier die Listen, hier meine fünf von grade eben: Chris Barron – Providence, Southerly – Young William Snow, Dave Matthews Band – Still Water -> Don’t Drink The Water (live), Paperlung – Beating Hearts, Joseph Arthur – Chapter 1.

Intro weiß mehr über das für September erwartete neue Album von Ben Folds.

Alabama 3 covern Joy Division: Love Will Tear Us Apart. (mp3)

– Und gleich noch ein Cover: What Made Milwaukee Famous covern You May Be Right von Billy Joel (mp3)

Frustratingly ordinary: Pitchfork renzensiert das neue Madonna-Album „Hard Candy“

– Meine neue Lieblings-Soap geht in die vierte Runde: das Mon)tag-Studiotagebuch:

Phantom Planet – Raise The Dead (2008)

Die erste Reaktion beim ersten Hören der neuen Phantom Planet-Platte war Erleichterung. Nicht, dass mir Ihr letztes Album überhaupt nicht gefallen hätte – der selbstbetitelte, extrem rotzige Nachfolger (2004) zum vergleichsweise sanften Überflieger „The Guest“ (2002; ja, die mit „California“), klang stellenweise nur arg verkrampft und gewollt. Als müssten Phantom Planet in Zeiten von Strokes und so beweisen, dass sie auch laute Gitarren können.

„Raise The Dead“, die neue Platte, ist vom Sound her eine Mischung aus den letzten beiden Alben geworden: die Liebe zum Song ist zurück, die Gitarren scheppern dennoch bisweilen ruppig-laut, das Gespür für eingängige Hooks war nie weg. In den besten Momenten (die erste Häfte, vor allem „Dropped“, „Do The Panic“ und „Leader“!) feiert man hier ein Wiederhören mit einer coolen Band, die man beinahe vergessen hat bzw. ob des „California“-Overkills gar nicht mehr hören mochte, in den schwächeren („Geronimo“, „Confess“) wirken die Jungs nach wie vor seltsam identitäts- und orientierungslos.

Nein, eine wirklich „relevante“, „große“ Band sind Phantom Planet auch durch ihr viertes Album nicht geworden. Fürs Prädikat „wertvoll“ ist „Raise The Dead“ zu lau, für „nett“ und schlimmeres dann aber doch viel zu gut.

siebenSONGS (11)

Schrammelrock von den Wombats, French Kicks aus NYC, Pathospop von Akron/Family, der unverkennbare Mark Lanegan und sein Gutter Twin, dazu Speck Mountain aus Chicago, wie sie Stockholm besingen, Manu Chao, der nen Remix für lau raushaut und schließlich ein Klassiker von Nina Simone – viel Spaß mit den siebenSONGS Nummer 11.

The Gutter TwinsIdle Hands

Manu ChaoPolitik Kills (feat. LKJ, Remix by Dennis Bovell)

Akron/FamilyPhenomena

French KicksAbandon

The WombatsKill The Director

Speck MountainStockholm

Nina SimoneRevolution

siebenSACHEN vom 23. April 2008. Mit Conor Oberst, Portishead, Bo Burnham u.a.

Bright Eyes-Chef Conor Oberst bringt im August ein Soloalbum raus

The next record should surpass the likes of ‘Before These Crowded Streets”: Produzent Rob Cavallo spricht über die Aufnahmen zum neuen Dave Matthews Band-Album, nimmt den Mund ordentlich voll und die Fans lieben es.

– Wollt ich schon seit Tagen verlinken: Colin Meloy von den Decemberists als Gast-DJ bei All Songs Considered. Er plaudert über seine Musik und spielt ein paar seiner – teilweise recht obskuren – Lieblingslieder (mp3).

– Na huch, schon wieder was neues von Spoon: die Don’t You Evah EP.

It Must Have Been Love: Get Well Soon covern Roxette (mp3) (via)

– Die neue Portishead (Albumstream): doch, gefällt mir. Aber so bahnbrechend, wie alle grade sagen, find ich sie dann auch wieder nicht.

My whole family thinks I’m gay… Wieso ist eigentlich der unglaublich lustige Bo Burnham bisher an mir vorbeigegangen (weitere Videos hier)?