Neues Menü aus Dziuks Küche erhältlich

Das wäre im Stress der letzten Tage beinahe untergegangen: Danny Dziuk hat Anfang September ein neues Album von Dziuks Küche veröffentlicht. Gebet und Revolver heißt es; erschienen beim Berliner Buschfunk-Label. Hab’s selbst noch nicht gehört, aber Herr Dziuk ist immer gut für einen Blindkauf – eine ausführliche Kritik folgt aber natürlich trotzden. Demnächst hier.

Kyle Riabko – Before I Speak (2005)

Siebzehn. Der Knabe ist gerade mal siebzehn Jahre alt. Legt aber mit Before I Speak ein Album vor, das locker von einem zehn oder auch zwanzig Jahre älteren Zeitgenossen stammen könnte. Der Kanadier Kyle Riabko bewegt sich zwischen Funk, Pop und Rock und fabriziert das, was Radioleute in Amerika gemeinhin als „Adult Alternative“ kategorisieren. Seine Musik kommt derart souverän, leicht und meisterlich daher, dass es eine Freude ist, zuzuhören.

Klar, mit seinen Texten versucht Kyle Riabko nicht, die Welt zu retten oder durch tiefe Philosophierereien zu glänzen; da gehts um erste Liebe (Do You Right), ersten Sex (Miss Behavin‘), um gute und schlechte Freunde (Teach Me), die zweite Liebe (Chemistry) und so weiter – aber das wirkt aufrichtig, echt und glaubwürdig. Vorgetragen von einer unverschämt souligen, desöfteren regelrecht sexy daherkommenden Stimme in einem perfekten musikalischen Umfeld.

Diese Perfektion wird Kyle Riabkos Debüt leider dann und wann zum Verhängnis: glänzen die ersten Tracks noch durch originelle Einschübe, kleine jazzige Eskapaden und hübsche Wendungen, so wird „Before I Speak“ gegen Ende ein wenig zu gleichförmig. Liegts an der prinzipiell grandiosen, bisweilen aber arg klinischen Produktion von Matt Wallace (Maroon 5, Faith No More, Spin Doctors)? Oder an den dann doch noch nicht im Übermaß vorhandenen Songideen des spielenden und singenden Ausnahme-Teenagers? Oder doch nur daran, dass 15 Songs (16 mit Hidden Track) vielleicht einfach ein paar Tracks zu viel waren?

Egal – selbst in den schlechteren Momenten musiziert hier einer auf höchsten Niveau, und es wäre ungerecht, über diese Platte mehr Schlechtes als Gutes zu schreiben. Nein, das sei hier nochmal betont: „Before I Speak“ ist toll, und das nicht nur für so einen jungen Herrn – so mancher alteingesessene Musiker würde sich danach sehnen, eine solche CD einzuspielen. Titel wie „Half As Much“, „Miss Behavin“ oder der zu unrecht ans hinterletzte Ende der Scheibe verbannte Hidden Track sind grandiose Tracks, dieser Kerl ist funky, ein talentierter Gitarrist und ein beneidenswert guter Sänger (mal glaubt man, Prince zu hören, mal erinnert er einen an den Sänger der Getaway People). Dieser Typ wird den jungen Damen Amerikas ob seines Aussehens den Kopf verdrehen, und hoffentlich dennoch von vielen, vielen Musikliebhabern Zustimmung und Wohlwollen ob seiner unbestreitbaren künstlerischen Fähigkeiten ernten.

Für die Zukunft vielleicht dieser eine Wunsch: Kyle, Du bist 17. Etwas weniger Hochglanz, ein paar mehr Ecken und Kanten – dann wärs noch besser, noch glaubwürdiger, noch cooler. Your name is Kyle and you are funky. Das wird schon. (7/10)

Maroon 5: Live-DVD kommt…

Neues aus dem Maroon 5-Lager, eben per Sony-Newsletter ins Haus geflattert:

Maroon 5
Live – Friday The 13th (CD/DVD Combo)
Release date: 09/20/2005
The Live – Friday The 13th DVD features live performances of Maroon 5’s three #1 singles from their multi-platinum, worldwide breakthrough album – This Love, She Will Be Loved, and Harder To Breathe as well as never before released songs, Wasted Years and the Oasis cover, Hello. In addition, an audio CD is included which features live tracks from the DVD.
This audio CD/DVD combo is one release that no Maroon 5 fan should be without!

Hmmm… Ich gebe zu, dass ich eigentlich viel mehr an einer neuen Studio-Arbeit der Band interessiert bin, da ich mir bis jetzt noch nicht sicher bin, ob diese Combo nun eine Eintagsfliege mit gutem Album oder doch was „Ernsteres“ ist… Trotzdem sicher gut zu wissen – hab mich noch nicht schlau gemacht über den Vertrieb in Deutschland, aber über die gängigen Quellen sollte es eigentlich kein Problem darstellen, als Sympathisant dieser Combo an den oben erwähnten Tonträger heranzukommen.

Element Of Crime: Jetzt gehts los…

Früher als erwartet kommt Mittelpunkt der Welt – das sagt der Element Of Crime-Newsletter, der soeben in meine Mailbox geflattert ist und den ich hier sehr sehr gerne in Auszügen weitergebe:

DIE NEUE LANGSPIELPLATTE VON ELEMENT OF CRIME
erscheint als CD und LP am 30. September 2005. Nun aber endgültig. Bei diesem Termin bleibt?s. Nichts mehr mit 4. Oktober, wie manchmal gemunkelt wurde, nein, 30. September. Ihr Titel: MITTELPUNKT DER WELT.

DIE 1. SINGLE ZUR NEUEN LANGSPIELPLATTE VON ELEMENT OF CRIME
heißt DELMENHORST und erscheint als CD-Maxi und auch als Download in den entsprechenden Online-Shops am 12. September 2005. Auf der CD-Maxi werden außer dem Titelstück DELMENHORST noch 2 SONGS sein, die die Band EXKLUSIV nur für die CD-Maxi aufgenommen hat. Dazu wird es noch einen Extra-Neuigkeitenbrief am 9.9. geben, der das alles ganz genau erklärt und benennt und aufdröselt und was auch immer.

Außerdem kündigt der EoC-Newsletter ein Weblog von Sven Regener an. Das klingt alles gut, sehr gut. Mensch, das wird ein schöner Herbst – zumindest musikalisch: das ist nun schon mindestens die vierte Platte, auf die ich mich wie Bolle freue…

Nada Surf: Keine Soli, bitte…

Das neue Nada Surf-Album The Weight Is A Gift erntet dieser Tage eher durchwachsene Kritiken. Ganz interessant zu lesen ist aber in jedem Fall, was die Kollegen von gaesteliste.de aus den Herrschaften herausgekitzelt haben. Unter anderem erklären sie, warum bei Nada Surf einfach kein Platz für längere Gitarrensoli ist… Den netten Lesestoff gibts hier.

"Nice Talking To Me" jetzt vorbestellbar

„Nice Talking To Me“, das neue Album der Spin Doctors, kann jetzt online vorbestellt werden – im neuen eStore. Wider Erwarten hat sich die Band nicht für musictoday & Co entschieden, sondern für den kleineren Band-Shop-Anbieter The Connextion. Neben der CD gibts auch T-Shirts und weiteres Merchandise, ein klassischer Bandseiten-Shop eben. Wurde aber auch Zeit. Bezahlen kann man bequem per Kreditkarte, geliefert wird in so ziemlich jeden Winkel der Welt.

Nix wie hin: Sinéad O'Connors neue Website ist da!

Sie meint es wirklich Ernst mit ihrer Rückkehr ins aktive Musikgeschäft. Wenige Wochen vor der Veröffentlichung von Sinéad O’Connors neuntem Studioalbum Throw Down Your Arms ist jetzt auch eine neue offizielle Seite der irischen Sängerin online. Auf sineadoconnormusic.com finden sich etliche Infos zum neuen, auf Jamaica aufgenommenen Album, ein 13-minütiges Making-Of-Filmchen (im Studio mit Sly & Robbie, Burning Spear und anderen), ein paar Tracks der fantastischen neuen Platte zum Vorhören, alle Daten der wirklich ausgiebigen Europa- und US-Tour ab Herbst… Alles in allem also so ziemlich genau das, was man sich von einer aktuellen Künstlerhomepage erwünscht.

Menschen, die durchgehend flashanimierte Seiten nicht mögen, sollten es vielleicht nicht tun. Allen anderen empfehle ich aber den beherzten Klick auf diesen Link hier, um sich einzustimmen auf „Throw Down Your Arms“ von Sinéad O’Connor.

Photo by Jürgen Teller. Taken from the photo press kit on Sinéad’s official homepage.

MTV Video Music Awards 2005

Meine Güte… Habe gerade nebenher MTV laufen und sehe mit einem Auge die Wiederholung der „Video Music Awards 2005“ vom Sonntag. Und kann dem Popkulturjunkie einfach nur beipflichten. Sicher, diese Show war schon immer ziemlich belanglose selbstreferentielle Grütze, aber in diesem Jahr ist die Verleihung einfach nur erbärmlich. Unlustig, uninspiriert, peinlich.

Mir scheint, sämtliche „Celebrities“, die hier was ansagen oder verleihen dürfen, haben vorher irgendsoeine ganz fiese neue Droge aus Osteuropa verabreicht bekommen; das können die doch nicht Ernst meinen. Die auszuzeichnenden Stars langweilen sich Hornhaut an die Allerwertesten und dieses Duracell-betriebene Modelagenturaufgebot, das hier das wahnsinnig euphorische Teenager-Publikum geben muss, macht diesen ganzen surrealen Quark perfekt.

Hilfe, im Gegensatz zu diesem debil-weltvergessenen (und musikalisch erbärmlichen) Mutantenkindergeburtstag wirken die Academy Awards und Grammys dieser Welt ja an wie das „Philosophische Quartett“. Ganz schlimm, und Puff Daddy (oder wie auch immer er sich gerade nennt) geht einfach mal gar nicht. Pimp my Preisverleihung? Sorry, you’re dismissed.

Aber vielleicht bin ich heute auch einfach nicht in der Stimmung…

Gib mir Musik: Zwanzig mp3s "Made in Holland" geschenkt…

Holland mag ich besonders wegen der Menschen – die meisten, die ich bisher kennenlernen durfte, sind sagenhaft sympathisch, nett und gastfreundlich. Nur eines hat mich immer wieder an diesem Volk verwundert: sein Musikgeschmack. Und ganz besonders die Stars im eigenen Land. Mal ernsthaft: Golden Earring? Jantje Smit? Hermes House Band?

Jetzt muss ich, nicht ohne Reue, zugeben, dass meine Wahrnehmung der niederländischen Musiklandschaft dann doch ziemlich selektiv war. Die Leute von laut.de bieten dieser Tage ein mp3-Special zum Thema „Made In Holland“ an. 20 Tracks von Künstlern, die in unserem Nachbarland gerade angesagt sind oder aber als „das nächste große Ding“ gelten.

Sicher, da ist auch einiger Mist dabei. Aber im Großen und Ganzen hat mich dieser frei erhältliche Sampler überzeugt: Schräge, aber tanzbare Musik wie die der Band C-Mon & Kypsie oder aber hübsch schrammelige Alternative-Klänge wie von Blues Brother Castro können sich hören lassen und sind den Download allemal wert.

Die mp3-Compilation „Made In Holland“, mit vielen Infos zu den einzelnen Künstlern und einem .pdf-Cover zum Selberbasteln gibts hier.