s.m.h. am 23. 12. im Werdauer "Fabrix": Hier sind die Bilder!

Genau einen Monat ist es her, dass s.m.h. in Werdau vor ausverkaufter Hütte eine Reunion für eine Nacht gefeiert haben. Allerhöchste Zeit, den schönen Gig mit vielen Fotos Revue passieren zu lassen! Auf unserer Seite smh2004.de gibts drei prall gefüllte Galerien:

Zum einen bisher absolut geheim gehaltene Bilder von den Vorbereitungen und Proben im November und Dezember: die Band, die ihre Gitarren mit Zangen stimmt (siehe oben).

Zum anderen jede Menge Fotos vom bestaussehendsten Publikum der Erde (kleiner Auszug oben)… Die ganze Zeit denkt man sich: „Ach, DIE waren auch da?!!“

Dann noch richtig schicke Fotos von uns Nasen auf der Bühne… Alle Bilder (mehr als 100 sinds wohl) gibts ab sofort auf smh2004.de. Wer direkt zu den Galerien gehen mag:
hier gehts zu den Probenfotos,
hier gibts das wundervolle Publikum und Backstagebilder,
hier gibts Fotos von der Show!

Was war das für ein schöner Abend… Viel Spaß beim Angucken wünscht

Daniel!

Gib mir Musik: Zwei Songs von Seth Winters

Aaron Comess hat mal wieder ein paar neue mp3s auf seiner Website veröffentlicht, u.a. ein paar experimentelle Klänge, die der Spin Doctors-Drummer und Inhaber der His House Studios im Weihnachtsurlaub gebastelt hat. Und zwei ganz ansehnliche Stücke des jungen New Yorker Songwriters und Gitarristen Seth Winters. Aaron schreibt über ihn:

Seth is a very talented young guitar player/singer/songwriter from New York. Here are two of his most recent songs which we recorded together at my studio….

Na denn: hier gibts Seth Winters‘ „Something To Hold“, und hier das noch viel schönere „Sad Like Me““, beides sind mp3-Files.

Mehr Musik von und mit Aaron Comess (als Drummer, Songwriter oder Produzent) gibts auf seiner Seite. Nicht viel, aber ein wenig mehr über Seth Winters gibts auf dessen Internetseite. Jede Menge mehr über die Spin Doctors im dunkelblau Weblog gibts hier.

Neue CDs von Ocean Colour Scene und eels!

Das wird ein gutes Jahr: nicht nur Josh Rouse wartet bereits im Februar mit einem neuen Album auf (mehr dazu hier) nein, auch Ocean Colour Scene bringen im März ein neues Studioalbum raus: „A Hyperactive Workout For The Flying Squad“ soll es heißen.

Und auf der offiziellen Homepage der Band gibts auch schon die ersten Soundclips zu hören: „Free My Name“, die erste Single, klingt geradezu episch, „I Love You“ gabs schon auf der 2004er Liveplatte zu bestaunen, und „Drive Away“ klingt, tja, ähm, wie ein typischer OCS-Song halt so klingt… Bis Mitte März kommen wohl pro Woche ein, zwei weitere Appetithäppchen hinzu. Schöne Sache, das.

Auch die eels waren fleißig und beglücken ihre Fans am 26. April mit neuem Material – da gibts dann das volle Brett: 33 (dreiunddreißig) Stücke verteilt auf 2 (zwei) CDs. Und die stehen in Sachen sperriger Benamsung der neuen OCS-Scheibe in nichts nach, das eels-Doppelalbum soll auf den Namen „Blinking Lights And Other Revelations“ hören.

OCS wallpaper preview found at official OCS site.

Nix wie hin: The Van Morrison Website

Derzeit arbeite ich mich gerade mal wieder durch meine nicht eben kleine Van Morrison-CD-Sammlung: wenn man (wie ich zur Zeit) den ganzen Tag daheim am Rechner arbeitet, ist Vans Musik wie Balsam: grandiose Begleitung und akustisches Sichindenarmgenommenfühlen. Eben das, was einem Tage voller Heimarbeit angenehmer und erträglicher machen.

Blöd nur für die eigene Produktivität, wenn einen die Musik mal wieder so fesselt, dass man lieber im Netz nach einer Diskographie des Künstlers surft statt seiner eigentlichen Arbeit nachzugehen. Im aktuellen Falle Van Morrison jedoch bereue ich nichts! Nein, ich bin nämlich auf eine wahre Goldgrube für Van Morrison-Möger gestoßen. Eine Fanseite, die in ihrer Ausführlichkeit, Genauigkeit, Detailverliebtheit geradezu preisverdächtig ist.

Ja, klar, die Seite hat eine Van Morrison-Diskographie. Aber eben noch so viel mehr: ein Glossar, in dem geographische und literarische Referenzen aus Van-Songs erläutert werden, eine geradezu manisch genaue Auflistung von Bootlegs und Soundtrackbeteiligungen. Die besten Interviews mit Van The Man, aus den Sechzigern genauso wie aus dem letzten Jahr. Was für ein wunderbarer Ort im Internet!

Einziges Manko ist die praktisch unmerkbare URL, sie sei hier dennoch einmal komlett ausgeschrieben: http://www.harbour.sfu.ca/~hayward/van/ – eine liebevolle Hommage an einen der einflußreichsten Künstler der letzten vierzig Jahre, deren Verfasser dafür sowohl eine dicke Umarmung als auch einen Doktortitel verdient hat. Also, nix wie hin!

Die oben gezeigte Platte heißt übrigens „Poetic Champions Compose“, ist eine von unzähligen guten Van Morrison-Platten und u.a. hier erhältlich.

NP: The Black Crowes – The Southern Harmony And Musical Companion (1992)

Mal wieder was aus der Kategorie: „Ewig nicht gehört!“ Und ja, ich fühl mich beim Hören dieses Albums mit einem Schlag wieder reichlich grün hinter den Ohren, erinnere mich an Schule, Heimlichrauchenimschulhof, die ersten Selbstversuche in Sachen Lieder schreiben, einen Jugendclub mitaufbauen, dieses eben noch reichlich bitter anmutende und mit einem Mal mächtig gut mundende Getränk namens Bier… Schöne Erinnerungen an die Jahre 1992, 1993 also.

Zu dieser Zeit waren die Black Crowes schwer angesagt, und „The Southern Harmony And Musical Companion“ ist meines Wissens der zweite Longplayer der Band. Was für ein Hammeralbum – heftiges Retrofeeling, große Melodien, dreckiger, aber nicht zuu dreckiger Southern Rock-Charm und ein bestechender Groove, der sich durch das ganze Album zieht.

Mag schon sein, dass sich die Black Crowes mit den Alben, die danach noch so kamen, langsam, aber sicher in Richtung Mittelmäßigkeit verabschiedet haben. Aber diese beeindruckende Platte hier gehört zum Soundtrack meines Erwachsenwerdens und es ist eigentlich eine Schande, „The Southern Harmony And Musical Companion“ jahrelang nicht gehört zu haben. Can I have some remedy, remedy for me please…

Gib mir Musik: David Aaron – Refrigerator Car (2004)

Bruhahahahöhö: Von wegen, die Spin Doctors wären von gestern, ein One-Hit-Wonder, nicht mehr als eine Randnotiz in der Musikgeschichtsschreibung der neunziger Jahre. Nee, nee – diese Band ist bis heute ein wichtiger Einfluß für viele Musiker, und hier kommt Beispiel Nummer 8967467613534.

Vor ein paar Wochen erreichte mich nämlich eine Mail des New Yorker Künstlers David Aaron. David ist ein begnadeter junger Musiker, irgendwo zwischen Grunge, Pop und Led Zeppelin. Und er fragte mich eher schüchtern, ob es denn O.K. wäre, seine Version des SD-Klassikers „Refrigerator Car“ über meine SD-Seite zu verbreiten.

Nachdem ich die Version gehört hatte, war klar: auf jeden Fall!! Deshalb: Vorhang auf und Bühne frei für den einzigartigen, eigenständigen, coolen und bezaubernden David Aaron mit einer geradezu unerhört selbstbewußten Performance von „Refrigerator Car“ – ab sofort und nur für kurze Zeit auf der Spin Doctors-Fansite Ihres Vertrauens!

Photo of David Aaron taken from David’s site.

Traurig, aber wahr: Gene gibts nicht mehr

Habs erst diese Woche erfahren: heimlich, still und leise haben sich Gene im vergangenen Jahr (ganz genau im Spätherbst) aufgelöst. Gene – diese wunderbare Brit(pop)-Band, die nie gehypt wurde, nie so wirklich im Rampenlicht stand und doch eine bezaubernde Platte nach der anderen gemacht hat. Aber wenn man ewig stagniert, dann verliert wohl selbst der enthusiastischste Musiker irgendwann die Lust. In einem BBC-Interview äußerte sich Martin Rossiter, der wirklich tolle Sänger von Gene, zum Split:

„I always said that when it began to ring, I’d call it a day and it was just starting to rumble very gently. I wanted to avoid the situation of Gene shows becoming purely nostalgic events.“

Schade, schade, schade, das. Wenn Du Gene nicht kennst oder nicht nachvollziehen kannst, warum es ehrlich traurig ist, dass es diese Band nicht mehr gibt, dann hör mal hier, hier oder auch hier, vor allen Dingen aber hier rein.

Photo found at this old Gene fansite.

Josh Rouse – "Winter In The Hamptons"

Der erste Vorbote zum neuen Josh Rouse-Album „Nashville“ ist da – auf seiner Website gibts das Video zur Single „Winter In The Hamptons“. Und der Song ist einfach wundervoll. Deshalb einfach hier entlang, und dann die entsprechenden Links anklicken, und schon kommt ein ganz entzückendes Quicktime-Filmchen. „Winter In The Hamptons“ nämlich.

Photo found at and copied from joshrouse.com

Adam Green – Gemstones (2005)

Ja, dieser Typ weiß, was er tut. Er hat ein Gespür für eingängige Melodien, schreibt schräge Texte und singt wie ein alternder Jazz-Bar-Entertainer auf Speed, was irgendwie Spaß macht. Ja, seine spröde Art ist auf gewisse Weise charmant, die Arrangements seiner Songs auf dem neuen Album „Gemstones“ sind clever und seinem Wurlitzer- und Orgelspieler Nathan Brown gebührt für seine Leistung eine besondere Anerkennung.

Mister Adam Green macht in jeder Hinsicht kurzweilige, amüsante Musik. Seine Songs heißen „Crackhouse Blues“, „Bible Club“ oder „Choke On A Cock“, und der Adam darf das. Er hat es geschafft, sich mit seinen kruden Liedern und seinem unbestreitbaren Talent vom Antifolk-Weirdo zum Antisuperstar-Superstar zu entwickeln. Er ist ein Phänomen, ein interessantes und spannendes obendrein. Und er macht hoffentlich noch lange, lange so seltsam schöne Musik.

Und jetzt fahren alle bitte mal einen Gang runter. Meine Güte, der derzeitige Hype um Adam Green hier in Deutschland nervt ganz schön – kaum ein Magazin, das sich derzeit nicht mit dem New Yorker Künstler beschäftigt, und nur ganz wenige, die Adam Green nicht in den Himmel schreiben. Beim besten Willen: das hier ist weder der „neue Bob Dylan“, noch der „neue Frank Sinatra“. Das ist ein junger, leicht verpeilter Sänger aus den USA, der auf ganz seltsame Weise besonders in Deutschland mächtig gut ankommt und – siehe oben – in der Tat gute Musik macht. Aber lasst dem Jungen doch bitte die Luft zum Atmen und hört auf, ihn auf einen Thron zu setzen, den er womöglich gar nicht besteigen will.

So nett „Gemstones“ ist, so unbezahlbar gut (und besser als sein Nachfolger) „Friends Of Mine“ bleibt: wenn man so die Interviews mit und Rezensionen über Adam Green in den deutschen Medien liest, überkommt einen das Gefühl, dass der Knabe langsam, aber sicher die Bodenhaftung verliert und selbst seine wirrsten und belanglosesten Bemerkungen zu kultigen und unglaublich intelligenten Statements hochgeschrieben werden. Und dass das musikhörende Feuilleton überglücklich ist, endlich einen neuen alternativen Konsens-Helden gefunden zu haben.

Dabei ist das alles doch nicht nötig. Adam Greens Ichpeilnixundbinjasooanders-Gehabe fängt allmählich an zu nerven und das aktuelle Dauergejubele der Presse schmeckt künstlich. Hoffentlich geht bei all dem nicht das Eigentliche unter: dass sich hier ein wirklich eigenwilliges und eigenständiges Talent freischwimmt und – nicht mehr aber beileibe auch nicht weniger – gute Musik macht.

Aktuelle Adam Green-Artikel gibts u.a. hier, hier, hier und auch hier.