Mixtape 9: Mai 2005

Und wieder sind knapp drei Monate vergangen seit meinem letzten Mixtape… Folgende Zusammenstellung hab ich mir gerade zusammengebrannt. Es sind wie immer die Songs, die mich im Moment mitreißen, unterhalten und mitunter auch auffangen – eine Art akustisches Tagebuch quasi. Natürlich seien sämtliche Tracks auch meinen werten Lesern wärmstens ans Herz gelegt…

01 Frank Sinatra – It Had To Be You
02 Dave Matthews – Some Devil (live)
03 Mando Diao – Next To Be Lowered
04 Eric Schenkman & The Chrysalids – Let Me Be Your Answer
05 Ben Harper & The Blind Boys Of Alabama – There Will Be A Light (live)
06 Ben Folds – Landed
07 Deep Banana Blackout – Hear My Song (live)
08 Marc Broussard – The Beauty Of Who You Are
09 John Butler – Spring (live)
10 Spin Doctors – Sweet Widow (live)
11 Josh Rouse – Sad Eyes
12 Blind Melon – Deserted
13 Niels Frevert – Tankstelle im Wald
14 Bright Eyes – Easy Lucky Free
15 Phish – Secret Smile

Sometimes when the evening’s young / The wind dies down, the setting sun
Crochets the clouds with yarn so fine / And fills the ocean with red wine
The trees, the sky, the forest fair / Bring a flavor to the air
I raise my glas and in a while / You answer with a secret smile
Hold on, hold on to me
An airborne leaf that landed near / Has carried Dionysus here
He’ll slip away but only when / The sees our glasses filled again
Hold on, hold on to me

(Phish, Secret Smile)

Blues Traveler: !Bastardos¡ im September

Das nächste Album der Blues Traveler erscheint voraussichtlich am 12. September und soll den Titel !Bastardos¡ tragen. Das berichtet zumindest der Rolling Stone (US-Ausgabe, Printausgabe):

Nineties pop-rock acts Blues Traveler and Hootie and the Blowfish have signed with Vanguard Records. Hootie’s fifth studio album will be released on a Vanguard imprint on August 9th. Blues Traveler will offer up !Bastardos! on September 12th.

via Black Cat Mailing List.

Discographie: Blues Traveler (1990, 10/10); Travelers & Thieves (1991, 7/10); Save His Soul (1993, 8/10); Four (1994, 9/10); Run-Around EP (1994; 9/10); Live From The Fall (1996, 10/10); Straight On Till Morning (1997, 7/10); Zygote (John Popper solo, 1999, 8/10); Decisions Of The Sky – A Traveler’s Tale Of Sun And Storm EP (2000, 7/10); Bridge (2001, 8/10); Travelogue – Blues Traveler Classics (2002, 7/10); Live – What You And I Have Been Through (2002, 8/10); Truth Be Told (2003, 10/10); Thinnest Of Air (DVD, 2003, 10/10), Live On The Rocks (2004, 8/10).

Wieder da

So. Bin wieder zurück aus Amsterdam – mit tonnenweise Musik und vielen schönen Eindrücken im Gepäck. Und mit vielen Erinnerungen an ein sehr lustiges Wochenende: u.a. habe ich (D) vorsätzlich einen die hard Sinéad O’Connor-Fan (NL) mit einem die hard Spin Doctors-Fan (USA) bekannt gemacht. Das Ergebnis war ein herrlich schriller und bierreicher Abend. Ein ganzes Laufwerk* voller großartiger Livemusik wartet jetzt auch mich (John Butler, Blues Traveler, Larry, The Authority u.v.a.m., keine Sorge, alles ganz legale Mitschnitte) und natürlich lass ich meine aufs höchste verehrten Weblog-Leser in der nächsten Zeit immer mal wieder daran teilhaben.

* Schon klar, ich übertreibe, um das Prinzip zu verdeutlichen. In Wahrheit handelt es sich um eine prall gefüllte DVD. Aber immerhin.

Ben Folds – Songs For Silverman (2005)



Seit einer knappen Woche läuft sie bei mir rauf und runter, die neue CD von Ben Folds. Die Songs For Silverman sind derart mächtig, dass ich mich jetzt fast sechs Tage um eine Erwähnung hier im Weblog gedrückt habe. Da ich immer noch um Fassung ringe, gibts hier und heute ganz einfach mal nur ein paar ungeordnete Gedanken, die mir beim erneuten Hören (ein gutes Dutzend Mal dürfte ich sie inzwischen durchhaben) in den Sinn gekommen sind.

– Ertappt. („Why you gotta act like you know when you don’t know?“)
– Dieser Mann ist ganz eindeutig verrückt. (Das Klaviersolo bei „You To Thank“)
– „Landed“ ist der heftigste und gleichzeitig schönste Ohrwurm seit langem. (Einmal gehört, einen Tag lang vor mich hin gesungen)
– Geil, dass Ben endlich wieder mit Band musiziert. (Der Herr am Schlagzeug rockt)
– Wieviel Anstrengung und Mühe bedarf es, um derart leicht und gelöst zu klingen?
– Diese „deluxe edition“, ein buchähnliches Etwas mit tollen Schwarzweißfotos, ist die mit Abstand hübscheste CD-Hülle in diesem Haushalt.
– Nochmal „Landed“. Muss sein. Jetzt. („Come pick me up. I’ve landed“)
– Scheiße, ja. Mir fehlt Elliott Smith auch. Sehr sogar. („Late“)
– „Gracie“ klingt in seiner Kinderlied-Ästhetik mächtig nach Eels.
– Die Piano-Version von „Judy“ auf einer dieser EPs aus 2004 hat mir besser gefallen. (Aber das ist auch schon das einzige, was ich an diesem Album auszusetzen habe)
– 4. Juni. Berlin. Ben. (Endlich)
– Die Gänsehautstelle. („Curled in a ball like she’s hiding from meeee“)
– Aber who the fuck is eigentlich dieser Silverman?
– Warum hab ich die ganze Zeit das dämliche Bedürfnis, mich vor Ben Folds verneigen zu wollen? (Wir kennen uns doch gar nicht)
– Überhaupt, „Late“. (Was für eine herzliche, ehrliche, einfache und große Hommage)
– Schön, einfach schön.

Könnte noch ewig weitermachen. Diese Platte ist eine Sensation und gemeinsam mit Josh Rouses „Nashville“ das bislang beste, was mir in diesem Jahr zu Ohren gekommen ist.

It’s okay if you don’t know everything.

Mando Diao im laut.de-Interview

Die Leute von laut.de liefern derzeit ein lesenswertes Interview nach dem nächsten ab. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte sich für ein paar Minuten dem Gespräch zwischen Vicky Butscher (laut.de), Gustaf Norén und Samuel Giers (beide Mando Diao) widmen. Kostprobe gefällig?

Woran habt ihr gemerkt, dass ihr professioneller geworden seid?

Gustaf spricht, obwohl er sich sehr jugendlich und cool gibt, sehr besonnen und mit tiefer, leiser aber bestimmter und dadurch extrem erwachsener Stimme, die auf der Aufzeichnung sehr besänftigend und gleichzeitig hoch-sexy klingt. Er hat den Schlafzimmer-Blick auch in der Stimme …: Es hat nur vier Wochen gedauert, bis das ganze Album fertig war. Das war sehr leicht und problemlos. Alles ist live aufgenommen. Das war ein Zeichen. Es war klar, das etwas passiert war. Wir sind Fans der Musik, also hat jeder in der Band die Demos sehr intensiv gehört. Wir haben nichts anderes mehr gehört, als unsere eigenen Demos. Wir kannten unsere Demo-Stücke irgendwann genau so gut wie klassische Beatles-Tracks. Das hilft, gute Songs zu finden.

Das ganze Interview findest Du hier.