siebenSONGS (10)

Der Fastschonglamrock der Swedes aus Brooklyn trifft auf schöne Flageolett-Töne von The Boy Bathing, die San Francisco-Indie-Lieblinge von The Downfalls steuern einen Song bei, von Bobby & Blum gibts eine wunderbare Folkpop-Miniatur, die Kooks mal akustisch mit einer gelungenen Nummer, MC Chris, der Eminem der Herzen, mag die Zeit anhalten und dazwischen hört ihr noch eine reichlich schräge Cello-Version des Britney Spears-Klassikers „Toxic„: viel Spaß mit Ausgabe 10 der siebenSONGS!

The SwedesJulie Walker

The DownfallsEmpty Sky

The Boy BathingThe Beaches Meet The Sea

MC ChrisStop Time

Bobby & BlummIn Future Present

The Portland Cello ProjectToxic

The KooksTick Of Time

Hinweis: Alle Titel der siebenSONGS-Reihe sind auch regelmäßig bei radioDUNKELBLAU zu hören.

siebenSACHEN vom 17. April 2008. Mit Weezer, Marc Cohn, Bon Iver, Bob Dylan u.a…

– Alle, wirklich alle Folgen der großartigen „Theme Radio Hour“ von XM Radio mit Moderator Bob Dylan gibts ganz legal zum Runterladen – und zwar hier.  (via)

– „Emma doesn’t really exist. Well, she does, Emma is her middle name but we had split up long before I moved.“ Justin Vernon alias Bon Iver spricht über seine Musik und den (verdienten, aber unerwarteten) Hype ums Album „For Emma, Forever Ago“.

Walking in Memphis und mehr: Marc Cohn porträtiert in einer neuen Ausgabe von „A Musician’s Life“ (mp3)

– Ein paar schöne (Profi-)Photos von der Spin DoctorsShow in Girona am letzten Wochenende, gefunden bei flickr.

– Die neue Weezer-Single gefällt mir ausgesprochen gut: „Pork And Beans“ in voller Länge auf der Band-Seite anhören.

Jamie Lidell wird immer interessanter für mich – das neue Album klingt jedenfalls sehr kurzweilig (hier komplett vorhören).

– Da bin ich jetzt schon Fan von: The Last Shadow Puppets, das Nebenprojekt von Arctic-Monkey-Sänger Alex Turner. Album erscheint morgen, hier der Clip zur Single „The Age Of Understatement“.

Wetlands Preserved – The Story Of An Activist Rock Club (DVD, 2008)

Ganz, ganz selten wünsche ich mir, zu einer anderen Zeit in einem anderen Land geboren zu sein; ganz konkret zum Beispiel zehn, zwölf Jahre früher und in New York City. Dann hätte ich vielleicht aktiv miterleben können, was ich heute in einer fantastischen Dokumentation sehen durfte: der Film „Wetlands Preserved – The Story Of An Activist Rock Club“ (endlich als DVD erhältlich) feiert den Öko-Aktivisten-Ska-Funk-Punk-Folk-Jamrock-Club Wetlands Preserve in NYC, von 1989 bis 2001 einer der einflußreichsten Läden der Stadt.

Fans von Phish, Dave Matthews Band, Spin Doctors, Blues Traveler, Moe., The Roots, Allman Brothers Bands, Pearl Jam, Sublime, Robert Randolph, Speadhead, 311 oder unzähligen anderen wissen genau, welche Live-Club-Legende hier im Mittelpunkt steht – das CBGB des Jamrock, quasi: Kifferhochburg, linkes Aktivistenzentrum und Brutstätte ganzer Musikbewegungen wie der Third Wave Of Ska oder der HORDE-Tour. Es macht Spaß, in diesem Film persönlichen Helden wie John Popper oder Chris Barron zuzuhören, wie sie ihre wichtige Teile ihrer Jugend und ihrer Karrieren mit diesem Club verbinden; es ist grandios, all diese geile Musik zu hören (ganz puristisch gibts in dem Film nur Musik, die tatsächlich auch im Wetlands aufgenommen wurde); es berührt mich, welche persönlichen Geschichten eine solche Doku über einen Rockschuppen hervorzubringen im Stande ist (der Dauerkonflikt des Gründers Larry Bloch zwischen Job und Familie und seine Entscheidung etwa). Filme wie dieser machen mir mehr Gänsehaut, machen mich mehr Lachen und Fühlen als zehn „Titanic“-Filme zusammen das könnten – weil es hier um meine Musik geht, meine Bands, und das, obwohl ich – viel zu jung (ich war ja zehn, zwölf Jahre zu jung und auf dem falschen Kontinent, siehe oben) – stets nur aus der Ferne ahnen konnte, was in Läden wie dem Wetlands vor sich gehen musste.

Dieser Film ist so cool, es ist fast nicht auszuhalten – logisch, dass ich mir jetzt eine CD einlege, um diesen einmaligen Laden zu feiern, für den ich dooferweise zur falschen Zeit am falschen Ort auf die Welt kam. Welcome, live at Wetlands…

Spin Doctors live in Girona, 12. April 2008

Kommt mir alles noch ziemlich unwirklich vor. Mal eben die Lieblingsband beim einzigen Europakonzert weit und breit besuchen; in Girona; is ja quasi bei Dir um die Ecke (O-Ton Sänger). Derart herausgefordert, nahm ich die Einladung natürlich an und hab mir einen 36-Stunden-Trip mit vier Flügen, fünf Stunden katalonischem Personennahverkehr und gerade mal dreieinhalb Stunden Schlaf verordnet.

Es war jede Anstrengung wert – wenn Dich die Band von der Bühne angrinst, weil sie ein Lied spielen, dass sie seit sieben Jahren nicht mehr im Programm haben, und sie gespannt sind auf Deine Reaktion, Du, der Du ja immer meckerst, wie vorhersehbar die Setlisten inzwischen geworden sind; wenn einfach alles passt – von der Reise an sich über die Begleitung vor Ort bis hin zum Geplauder mit der Band nach der Show; wenn dann der Kater am nächsten Morgen egal ist, weil man die anderen Reisenden im Urlaubsflieger von Palma di Mallorca nach Dresden eh besoffen besser erträgt – dann weiß man, dass man das einzig richtige gemacht hat. Man ist seiner Lieblingsband ein paar tausend Kilometer hinterher gereist und bereut keine Sekunde. Cool, wollte ich schon immer mal machen.

Bilder und ein ausführliches Fanboy-Review gibts hier.

Notizen vom 10. April 2008

– Los geht’s mit ner Liste: die zehn besten Classic Rock-Alben aller Zeiten.

Markus Wiebusch von Kettcar hat ausführlich mit 1Live geplaudert. Das Interview als Podcast (mp3) gibts hier.

Scott Matthew ist derzeit in aller Munde – jetzt kann man sein Album beim Luisterpaal anhören. Tatsächlich: klasse Musik.

– Früher brauchte man Petitionen, um den Sack mal herzulocken, heutzutage ist er ja dagegen fast schon dauerpräsent in Deutschland: Ben Folds kommt mal wieder zu uns, genauer nach Hamburg, Mannheim, Bochum und Bonn.

– Wie findet Ihr denn das neue Pitchfork.tv? Hab noch nicht so viel gesehen, aber auf den ersten Blick doch ganz anständig, oder?

Deviousness I can’t deal with. That’s not to my taste. Der Guardian hat Salman Rushdie gesprochen.

Mon)tag gehen ins Studio und begleiten das Werden ihres neuen, dritten Albums künftig in Wort und Bild im eigenen YouTube-Kanal. Das ist toll, zur Feier der Stunde hier ein Video von ihnen:

siebenSONGS (9)

Joseph ArthurRages Of Babylon

Colin Meloy (Decemberists) – We Both Go Down Together (live)

Dead ConfederateThe Rat

DestroyerFoam Hands

In Flight RadioRed Flags

Unsacred HeartsBless This Bus

DevastationsBlack Ice

Senk ju vor träwelling – Mark Spörrle & Lutz Schumacher (Herder Verlag, 2008)

Eine bessere Lektüre als dieses Buch konnte es für meine heutige ICE-Fahrt von München nach Leipzig gar nicht geben – was für eine gnadenlos alberne, hysterische, übertriebene, realistische, scharfsinnige und liebenswürdige Hommage ans Bahnfahren in Deutschland! „Senk ju vor träwelling – Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen“ ist stilistisch irgendwas zwischen Humor á la Douglas Adams, einer Parodie auf Ratgeber im Stile Alan Carrs und famoser Realsatire.

Wenn Mark Spörrle und Lutz Schumacher also über Fahrscheinautomaten, Bahnmitarbeiter, Bordrestaurants und Fahrgasttypen lästern und frotzeln, dann ist das an sich schon sehr nett. Wenn dann aber noch der – wie sich später herausstellte – Englisch muttersprechende Fahrgast gegenüber irritiert versucht, dem Titel meines Buches irgendeinen Sinn abzuringen und im selben Augenblick aus dem Lautsprecher eine ihm alles erklärende Ansage tönt („Lehdies an schänddlmähn, wie will bieh äreif Jena Pardaeis“); wenn ich auf der ganzen Fahrt immer wieder in mich hineinkichere vor Lachen, mir dabei vorkomme wie ein Siebtklässler, dessen Banknachbar ’nen schlüpfrigen Witz gerissen hat; wenn dann noch bei genau der Stelle, an der es im Buch um die Bistro-Currywurst mit Brot und Bier für Vierneunzig geht, der gelangweilte Zugchef eben diese per Durchsage anpreist – dann macht dieser „Ratgeber“ gleich nochmal so viel Spaß. Ich freue mich, heute im Zug Michael Morchel, Markus Greining und Kurt Schmöller kennengelernt zu haben, obwohl man die ja eigentlich schon ein Leben lang kennt.

Übrigens kam mein Zug heute volle drei Minuten vor der „planmäßigen Ankunftszeit“ am richtigen Ziel an. Muss am Buch gelegen haben.

Notizen vom 5. April 2008

No Singer? No Problem! Bands That Carry On With Replacement Frontmen

– Coast Is Clear lädt zum Labelrundgang bei Misra Records ein.

– Es geht wieder um alles: die neue Ausgabe des pdf-Magazins Justmag trägt den Titel „Der Kater danach“ und ist inhaltlich wie optisch ein Genuß.

I genuinely miss buying records. Aber deswegen gleich selber mixen?

– Komplette neue Alben vorhören? Dieser Tage möglich fürs neue Kooks-Album „Konk„, für „Mountain Battles“ der Breeders und „Box Of Secrets“ von den Blood Red Shoes.

– Schönes Mixtape mit Tracks von Neil Young bis Dolly Parton: Music For The Mountains beim When You Awake-Blog.

– Video: The Avett Brothers – „For Today“

Ab jetzt auf Sendung: radioDUNKELBLAU

Ab sofort auf Sendung: radioDUNKELBLAU, das Internetradio von siebenSAETZE.de! Auch ich habe mich zum Betatester fürs laut.fm-Projekt des nutzergenerierten Radios machen lassen und sende ab sofort meinen eigenen Kanal im Internet.

Was es bei mir zu hören gibt? Eine Mischung aus Klassikern und brandheißem Scheiß, von Led Zeppelin bis Yeasayer, vom US-Jamrock der 90er über aktuellen deutschen Songwriterpop bis hin zu Rock à la QOTSA und Soundgarden. „Tonight, Tonight“ von den Smashing Pumpkins trifft auf „Wohin“ von Niels Frevert, „Simple Heart“ von Natasha Atlas auf „Not Ready Yet“ von den Eels.

Selbstverständlich ist die Playlist handverlesen und selbstkompiliert, nix mit Rumgeshuffle oder so – und immer ist mindestens 13 Stunden lang Wiederholung ausgeschlossen. Hier geht’s zu radioDUNKELBLAU; Meinungen, Anregungen, Wünsche bitte in die Kommentare.

Notizen vom 3. April 2008

The Who are planning a collection of vintage R&B covers, similar to the Motown and James Brown songs they performed early on in their career, berichtet der Rolling Stone.

„Die Leute sagen, sie können ihre alten Eltern nicht pflegen – aber sie pflegen fast alle irgendwo eine Homepage, wie moralisch krank ist diese Gesellschaft eigentlich?“ Harald Martenstein will keine Homepage haben.

Karajan Superstar? Interessanter Beitrag heute morgen im Deutschlandradio Kultur (mp3).

– Hübsche neue Funktion bei eMusic – jetzt kann mal per Flash-„Play“-Button bereits in den Chart- und Neuvorstellungsseiten in die Musik reinhören.

– RIP: Klaus Dinger, Schlagzeuger bei Kraftwerk, ist am 21. März gestorben.

– Ein „neuer“ John Lennon-Song namens kommt: „Now And Then“ heißt das Uralt-Demo, das demnächst auf einer Tribute-Platte für den achten fünften Beatle Neil Aspinall veröffentlicht wird.

Change Rocks: A Very Special Evening with Dave Matthews and Tim Reynolds: Dave und Tim klampfen für Barack Obama – am Sonntag (6. April) in Bloomington, Indiana. Anlaß genug, hier mal ein Video von den beiden zu verlinken: