Wolfgang Thierse: Merz darf kein „Mini-Trump“ werden!

Ich habe ich mit Bundestagspräsident a.D. Wolfgang Thierse über das Ergebnis der Bundestagwahl 2025 gesprochen – für „Mit Herz und Haltung“. Der Podcast-Name passt mal wieder super: Thierse erklärt beherzt, warum Friedrich Merz nicht zu einem „Mini-Trump“ werden sollte und warum er auf die FDP im Moment gut verzichten kann. Auch geht er mit seiner eigenen Partei hart ins Gericht. Und immer bleibt seine Haltung als Sozialdemokrat und Christ klar erkennbar. Hörempfehlung!

Update: Und so berichten die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) und Domradio.de über das Interview.

Songwriting, Bandgeschichte, neues Album: Im Gespräch mit Spin-Doctors-Sänger Chris Barron

Wenn das mein 16jähriges Ich wüsste, es wäre vor Aufregung und Begeisterung vom Stuhl gekippt … Vor einigen Tagen habe ich eine Podcast-Episode mit Chris Barron aufgenommen. Der Sänger und Hauptsongwriter der Band Spin Doctors und ich haben ausführlich über die Geschichte der Band gesprochen, über Chris‘ unlängst verstorbenen Bruder Jeremy und dessen Einflüsse auf die Spins, über Songwriting im Allgemeinen und die Entstehung des neuen Albums „Face Full Of Cake“ im Speziellen. Es hat Riesenspaß gemacht und nun könnt Ihr das Ergebnis hören. „Spin Doctors Archive – The Podcast“ findet Ihr überall, wo’s Podcasts gibt.

Experiment Pfarrertausch: Zehn Tage in einer böhmischen Landpfarrei

Ende Januar 2025 wagte Bertram Wolf, Pfarrer in Gera, das Experiment, mit seinem Kollegen aus dem westböhmischen Stribro für zehn Tage Gemeinde und Pfarrhaus zu tauschen. Dort feierte er Gottesdienste, sprach mit Gläubigen, besuchte Rathaus, Kloster und Ordinariat und kümmerte sich um den Pfarrhauskater Bertik. Was er beim Blick über den Tellerrand gelernt hat, wie in der tschechischen Diaspora Synodalität gelebt wird und warum er das Experiment zur Nachahmung empfiehlt, hat er mir im Podcast „Mit Herz und Haltung“ erzählt. Jetzt anhören – überall, wo es Podcasts gibt.

Beim Namen gerufen

Daniel Heinze über die Wichtigkeit von Namen

Biblische Vornamen stehen bei Leipziger Eltern gerade hoch im Kurs. Laut Statistik der Stadt haben letztes Jahr 42 Babys den Namen Noah bekommen; ein Favorit übrigens in ganz Deutschland. 31 Mal fiel die Entscheidung auf Adam, 32 Mal auf Levi. Noah, das ist laut Bibel der, der die Arche mit allen Tieren durch die Sintflut navigiert hat. Adam war der allererste Mensch und auf Levi geht einer der zwölf Stämme Israels zurück, aus dem die Priester kamen, die Leviten. 

Ob die Eltern sich bewusst für diese Namen entschieden haben, weil sie auf Bibelstars zurückgehen, wissen wir nicht. Vermutlich eher nicht. Und natürlich finden sich auch nicht-biblische Namen in den Leipziger Charts; Ida, Oskar, Emil, Mia und Emma etwa. 

Alle Namen haben was gemeinsam: Die Eltern haben intensiv überlegt, wie ihr Kind heißen soll. Schließlich wird der Vorname zu einem Teil der Persönlichkeit und des ganzen Lebens. Er soll nicht nur schön klingen und gut zum Familiennamen passen, sondern auch ein Zuspruch sein, eine Art Segen. 

In der Bibel ist eine wunderschöne Zusage Gottes an die Menschen überliefert: “Ich habe dich bei deinem Namen gerufen”, heißt es da. Eben nicht: Hey, Ihr Menschlein! Sondern: Du, Mia! Du, Oskar! Mir tut dieser Gedanke gut: Gott will mit seiner Liebe ganz konkret für mich da sein. Er ruft mich bei meinem Namen. Welchen auch immer meine Eltern mir einst gegeben haben.

Hinweis:
Diesen Text habe ich für die Leipziger Volkszeitung geschrieben, in der er am 31. Januar 2025 in der Kolumne “Der Gedanke zum Wochenende” erschienen ist.