Demnächst I: Das neue Spin Doctors-Album

Seit heute gibts auf der offiziellen Spin Doctors-Seite konkrete und ausführliche Informationen zum für September erwarteten neuen Album. „Nice Talking To Me“ kommt als CD/DVD Dualdisc, die DVD wird Schnappschüsse und Aufnahmen von der Europa-Tour der Band im März enthalten. In der neuen Band-Biographie, die sich angenehm von üblichen Plattenfirmen-„Waschzetteln“ abhebt, sprechen die Doctors darüber, wie es nach der Reunion zu neuen Songs und schließlich zu den Sessions für NTTM kam. Und ein paar Einschätzungen darüber, wie die Zukunft der Gruppe aussehen könnte, findet der geneigte Leser ebenfalls:

Eric Schenkman: „Nice Talking To Me represents a lot of work in writing and gigging, the kind that you can’t do right away on the heels of a huge success. It’s a tremendous achievement to write and record an album like this-one that sounds like the Spin Doctors but is not a remake of Pocket Full of Kryptonite and shows amazing growth on the part of all the musicians involved.“

Aaron Comess: „We’re entering the next phase. We’re not a revival band, just going out there to play our first two records and milk the cash cow. I think we’ve all come back into this with a greater appreciation for each other and for the band as an entity-I know I appreciate what we have now, more than ever.

Die vollständigen „Nice Talking To Me“-Fakten (leider, leider noch ohne Tracklist) gibts in der „Bio“-Abteilung der offiziellen Seite.

Mehr über Spin Doctors im dunkelblau Weblog gibts hier.

John Mayer gibts jetzt als Trio

In diesem Sommer erleben die US-amerikanischen Konzertgänger John Mayer auf ganz neue Art und Weise. Der inzwischen mehrfach durch Grammys preisgekrönte Singer / Songwriter hat ein „Trio“ gegründet, mit dem er den ganzen Sommer über die USA unsicher macht und sogar hier und da für die ollen Rolling Stones den Anheizer gibt. Aus der offiziellen Pressemitteilung:

(…) John Mayer announces the formation of John Mayer Trio. This new venture marks the next phase in the remarkable evolution of a gifted, adventurous and prolific young artist who, in just the last few months, has performed and/or recorded with Eric Clapton, B.B. King, Buddy Guy, John Scofield and Herbie Hancock,among others.

Joining Mayer in this new undertaking are drummer Steve Jordan (Bruce Springsteen, Rolling Stones) and bassist Pino Palladino (the Who, Jeff Beck), a pair of in-demand veterans who are readily acknowledged by their peers as the very best at their respective instruments. Mayer is thrilled that these two greats have chosen to join him in his latest musical
adventure.

?Steve and I had been doing sessions together, and we were scheduled to do the Tsunami Aid benefit? Mayer recalls, ?so Steve said, ?I know who we can get?Pino Palladino.? I said, ?I?d love to play with Pino.? Pino came and we rehearsed Jimi Hendrix?s ?Bold as Love? for the benefit. And something happened that I had hoped my entire life would happen, which is that thing about how a band got together for the first time, and everyone in the room just knew there was something special. When it became me, Steve and Pino, it became this whole different thing. That set me off on a writing streak; the challenge was, ?Here?s this great band – now what are you gonna do with it??
So I went and wrote from a whole new place. So it became a band.?

The trio, who subsequently appeared at the 2005 Grammys, performing a captivating rendition of Mayer?s ?Daughters, which later that evening won the awards for Song of the Year and Best Male Pop Vocal Performance, will unveil their electrified sound on a fall tour of North America , including three dates with the Rolling Stones (dates below). Ray LaMontagne and Joss Stone have been confirmed as special guests on selected shows, while other support acts are still to be announced. (…)

Das klingt alles sehr, sehr spannend – im weiteren Verlauf der Pressemitteilung werden „aufs Wesentliche reduzierte“ John Mayer Trio-Performances versprochen. Tourdaten, Fotos und den kompletten Pressekram zum John Mayer Trio gibts hier.

JMT logo taken from johnmayertrio.com

Blues Traveler: Ab sofort monatlicher Livemusik-Podcast

Wer hätte das gedacht: eine der Veteranen-Jambands aus den USA geht unter die Podcaster! Ab sofort bieten Blues Traveler jeden Monat Höhepunkte aus den frei verfügbaren mp3-Downloads ihrer Seite als etwa 80minütige Podcast-Show an:

The Blues Traveler Podcasts are highlights of the monthly bluestraveler.com live music releases downloaded automatically to your digital music player. A podcast is an mp3 audio file that can be downloaded onto your computer and uploaded to your digital music player (iPod, for example) using software like iPodder. Please note that you CAN play these just on your computer and you do NOT need an iPod or other portable digital music device to do so.

Der erste Blues Traveler-Podcast hat es denn auch gleich in sich: Live-Klassiker vermischen sich mit Höhepunkten aus der letztjährigen Operation Season’s Greetings-Tour:

Comprised of some of the best cuts from the bluestraveler.com July 2005 live music releases, the past meets the present in this first podcast. An introduction from late 2004 leads into a show 15 years prior and another classic night at the Wetlands Preserve, made even more special by the keys of Neil Thomas. We segue back into the present and end up at Incirlik, Turkey for the Operation Seasons Greetings tour. Check out the extra special No Woman, No Cry with several special guests. (Quelle)

Alle Details finden sich im MP3-Bereich der offiziellen BT-Seite, für schnell entschlossene gibts den ersten Podcast (Podcast? Herrje, letztlich auch nix anderes als ein mp3) per Mausrechtsklick hier.

Kleine Blogpause

In den nächsten Tagen wird sich auf dieser Seite recht wenig tun – aber keine Sorge, schon sehr bald gibts wieder neue Rezensionen, Linktipps, Geschichten etc. Ganz genau in einen zeitlichen Rahmen fassen kann ichs im Moment leider nicht, aber spätestens in der nächsten Woche ist wieder Leben im dunkelblau Weblog! Bis dahin meinen geneigten Besuchern ein paar sonnige Spätjuni- / Frühjulitage!

NP: Blues Traveler – Truth Be Told (2003)

Welche Art von Bands hört man, wenn man spät abends (oder so richtig morgens früh) von einer gelungenen Geburtstagsparty nach Hause kommt? Genau, eine von diesen Bands, die man immer hört, wenn man sich sicher, zu Hause, willkommen fühlen will. Da gibt es nur wenige. Eifrige Leser wissen, dass es sich da bei mir meistens um die liebenswerten Spin Doctors dreht. Heute abend ist mir aber eher nach der Band, die so verbrüdert ist mit den Doctors wie keine andere: mit Blues Traveler.

„Truth Be Told“ war das zweite Album der Band im neuen Line-Up, und das erste Album der Band seit einer ganzen Weile, auf dem sie homogen, zufrieden, glücklich und wirklich spielfreudig klingen. „Sweet And Broken“, diese große Ballade. „This Ache“, dieser Bastard aus Pop und klassischem Jambandsound.

Danke, Blues Traveler. Dieses Album rockt, ist funky, ist lebendig wie immer. Dennoch: ich bin sehr gespannt auf „Bastardos!“, aber solange ich nicht in den Genuss des neuen Albums komme, bedanke ich mich höflich für „Truth Be Told“, die charmanteste Platte seit Ewigkeiten.

NP: Gavin DeGraw – Chariot (& Chariot Stripped) (2003, 2004)

Ob Weblogs sinnvoll sind? Oder nützlich? Mehr und mehr möchte ich mich zu der Behauptung hinreißen lassen: Ja. Ein ganz einfaches, pragmatisches Beispiel ist die CD (genauer: sind die CDs), die ich mir dieser Tage häufiger zu Gemüte führe. Gavin DeGraw heißt der Mittzwanziger aus Manhattan, der Chariot zu verantworten hat. Ein rundes Popalbum mit gelegentlichen Ausflügen in Richtung Rock, hier und da einer Prise Soul, charmantem Pianospiel und (ja, ja, da isses wieder) ordentlich Herzblut.

Scheint ein klassischer slow burner zu sein, das Album – warum sonst hätte Mister DeGraw sonst sein 2003er Album im letzten Jahr gleich nochmal als abgespeckte Live-in-studio-Version eingespielt und veröffentlicht (und damit das eigentliche Studioalbum an Intensität und Klarheit prompt noch übertroffen)? Warum sonst würde er erst dieser Tage mit seinen Songs einer breiteren Öffentlichkeit in den USA bekannt? Warum sonst tourt er in diesem Sommer unermüdlich durchs Land?

Da etabliert sich gerade ein unaufgeregter, aber viel versprechender Act, dessen Stimme mitunter verblüffend an den Sänger von Maroon 5 erinnert, dessen Musik aber durchaus etwas angenehm Eigen- und Bodenständiges hat.

Was das jetzt alles mit der Sinnhaftigkeit von Weblogs zu tun hat? Nun, auf Gavin DeGraw bin ich durch den geschätzten Elchristo aufmerksam geworden, weil er ihn unlängst in seinem Weblog vorgestellt hat. Wofür ich ihm ordentlich dankbar bin.

Mon)tag: Video zur ersten "Sender"-Single online

Die sehr geschätzten Mon)tag haben das Video zur ersten Single aus ihrem aktuellen Album „Sender“ fertig und auf den Seiten von Tapete Records kann man sich das gute Stück derzeit anschauen – einfach diesem Link folgen und dann ganz unten auf der Seite das Video zu „Wenn der Tag bricht“ anklicken und -schauen.

Das war das muse-crossover.de

Komme gerade vom diesjährigen m.u.s.i.c-Festival in Leipzig. Im „Campus“ der Uni (meine Güte, lange her, dass ich da ein und aus ging) trat eine Reihe von Bands auf. Was für ein schöner Abend. Okay, nur wenige Bands haben mich wirklich begeistert. Aber eine dafür so richtig.

Zuvor ein paar Worte zu den anderen Combos: Gran Erupto waren besser als ihr Bandname und haben ziemlich gut unterhalten. Harmful waren nicht schlecht, weiß Gott nicht. Aber irgendwie ein bißchen zu aufgeblasen, zu Möchtegernrockstar für so einen Abend.

Kante waren (ich weiß, ich werde mir mit diesem Satz jede Menge Feinde machen, ich bin aber einfach nur ehrlich) großer Schrott – habe bisher noch nie erlebt, dass eine Band derartig gehyped wird (liebe Musikpresse, gehts noch?) und dann solch eine gequirlte Grütze serviert: genervt anmutende Musiker, die ihre belanglosen Betroffenheitssongs übelgelaut ins Publikum tönen. Nöö, das war nix. Okay, vielleicht hattet ihr einen schlechten Tag und seid sonst unglaublich gut, aber DIESE Vorstellung war einfach mal unter aller Sau.

Die späteren Abendstunden wurden durch Rodeo Queen versüßt. Das war nun musikalisch so gar nicht das, wofür ich mich normalerweise erwärmen kann, Breitbeinrock, manchmal klischeehaft, ganz selten ein wenig banal. Aber im großen und ganzen ziemlich geil: fantastischer Frontmann, sensibler Gitarrist, Höllendrummer und pointierter Bassist – das hat Spaß gemacht und war eine großartige Party. Danke! Gerne jederzeit wieder.

Jetzt aber zur Band des Abends, zu einer wahren Offenbarung. Ungelogen: Seit JAHREN durfte ich keine einheimische Band erleben, die mich dermaßen begeistert hat wie Palestar. Die Stars des Abends. Vor viel zu wenigen Leuten haben diese vier Herren ein geradezu hypnotisierendes Set abgeliefert. Fantastische Harmonien, überraschende Arrangements und obendrauf ein ehrlich, ganz ehrlich, atemberaubender Gesang. In ihrer Intensität einfach nur respektabringend (gibts dieses Wort? Wenn nicht, dann wirds Zeit…). In ihrer Unbedarftheit (huch, die Akustikgitarre funktioniert nicht, na gut, dann wird eben ein wenig improvisiert, und wir nehmen halt die Elektrische…) einfach nur liebenswert. Diese Band erforscht Gebiete irgendwo zwischen Muse, Howie Day und Radiohead und zieht mit ihrem Charme, ihrer Zerbrechlichkeit und gleichzeitigen Selbstsicherheit das Publikum in ihren Bann. Ganz groß. Und über „Mind The Landscapes“, das Album von Palestar, muß zu anderer Uhrzeit nochmal in Ruhe was geschrieben werden.

Rodeo Queen, ihr rockt. Palestar, ihr habt einen zur Mission bereiten Fan mehr. muse-crossover.de, ihr könnt einen zufriedenen Besucher verbuchen.

Und jetzt falle ich glücklich und maßvoll alkoholisiert ins Bett.

Palestar-Foto geklaut von der Palestar-Homepage.

Niels Frevert: Konzerte im Sommer

Leider ist es zur Zeit um Niels Frevert ziemlich still. Sein tolles Album „Seltsam öffne mich“ ist jetzt auch schon wieder fast zwei Jahre draußen, selbst die Fanseite tütensuppe24 ist in diesem Jahr noch nicht ein einziges Mal aktualisiert worden.

Umso schöner, dass Tapete Records, Niels‘ Plattenfirma, folgende Sommer-Tourdaten des Herrn Frevert ankündigt:

14.07.05 Dortmund – Subrosa
15.07.05 Waldshut-Tiengen – Lagerfeuer Jam 05
16.07.05 Lauffenburg – Café Verkehrt
21.07.05 Dortmund – Subrosa
22.07.05 Waldshut-Tiengen – Lagerfeuer Jam ’05
30.07.05 Stuttgart – Antenne 1 Festival
27.08.05 Huerth – Buergerhaus
22.09.05 Augsburg – Café Viktor

Niels Frevert live zu sehen ist ein absolut lohnenswertes Unterfangen, der Mann hat großartige Songs und ist ein eigenwilliger Performer. Also: hingehen!

Foto von Anja Lubitz, gefunden auf tütensuppe24.de.

Gib mir Musik: The Hold Steady – Your Little Hoodrat Friend

Gerade bei Tonspion.de gefunden: ein unaufgeregt und doch ordentlich vor sich hin rockender Song der New Yorker Band The Hold Steady. „Your Little Hoodrat Friend“ erfreut durch prägnante Gitarren und fette Orgelgrundlage. Und obendrauf eine markante Stimme. Zwei Alben gibts von den fünf Musikern bereits, der hier ist aus dem aktuellen „Separation Sunday“.

Notiz an mich selbst: mal mehr besorgen von denen, das gefällt mir. Notiz an den Rest der Welt: „Your Little Hoodrat Friend“ als mp3 runterladen, bitte. Am besten gleich hier.

Photo by 2:30 Publicity found via The Hold Steady’s website.