Dave Matthews Band: Rolling Stone-Titelstory

Die Tour, die Platte, das DMB-Universum und der ganze Rest: die Dave Matthews Band lacht (ok, guckt) dieser Tage vom Titelbild des US-Rolling Stone. Teile des Leitartikels über die Band sind online verfügbar:

„That’s the magic of this band: shooting from the hip,“ says Matthews. „The lights have to follow our cues, because we’re not going to follow their cues. We’re not going to stick to a song the way it’s supposed to be. Everything is up to us. That’s music to me. That’s American music. We’re an American band.“

Ah, ja. Noch mehr DMB im neuen US-Rolling Stone (übrigens mit einigen aufschlußreichen Infos zur Entstehung des neuen Albums „Stand Up“), vieles davon auch online.

Element Of Crime: Im Herbst der "Mittelpunkt der Welt"

Wie schön, ein Lebenszeichen von Element of Crime:

Die Platte ist fertig und sie hat auch schon einen Titel: „Mittelpunkt der Welt“. Sie wird wie geplant Ende September/Anfang Oktober erscheinen. Und im nächsten Jahr gibt es dann auch eine große, richtige, anständige Tournee mit allem Drum und Dran.

Quelle: Newsletter der Band.

Na endlich, ein neues Album – das letzte, „Romantik“, hat ja mittlerweile auch schon vier Jahre auf dem Buckel…

Neue Spin Doctors-Single als Gratis-Download erhältlich!

Heute ist ein unglaublich schöner Tag.

Heute ist sie erschienen, die neue Single der Spin Doctors. Die erste Single der Band seit 1999, die erste Veröffentlichung im Original-Line-Up seit Herbst 1994. Wow, mehr als ein Jahrzehnt ist vergangen. Und dann sowas: „Can’t Kick The Habit“ ist eine wunderbare Ballade, ein großes, emotionales Stück – so ganz anders als das, was die Band früher als Singles veröffentlichte. Aber trotzdem typisch und ganz wunderbar vertraut.

Heute gehen nicht nur die Promo-CDs an alle relevanten US-Radiostationen, nein, die Band bedankt sich auf ihre Weise bei den Fans: die Radio-Edit von „Can’t Kick The Habit“ gibt es jetzt als kostenlosen mp3-Download. Einfach auf diesen Link hier klicken, alles gut durchlesen, registrieren und dann runterladen. Keine Angst vorm Registrieren – neben der neuen Single gibts noch jede Menge weiterer feiner mp3s und Videos…

Heute hat das Spin Doctors-Management außerdem öffentlich bekannt gegeben, was die Fans schon eine Weile wußten / ahnten, jetzt aber die ganze Welt wissen soll: „Nice Talking To Me“ wird es heißen, das neue Album, das voraussichtlich im Spätsommer auf Ruffnation Music erscheinen wird.

Heute scheint zum ersten Mal seit Tagen die Sonne so, wie man es von einem Junitag erhofft. Heute hatte ich meinen ersten Arbeitstag in meinem neuen Job. Heute hat meine endlichwiederoriginalbesetzte Lieblingsband ihre erste Studioaufnahme seit elf Jahren veröffentlicht.

Heute ist ein unglaublich schöner Tag.

Gib mir Musik: Vinyl – Morse Code

R’n’B-, Oldschoolfunk- und Latingrooves. Nicht zu knapp. Instrumental, das ganze. Treibend, hektisch, tanzbar. Funky. Vinyl kommen aus der San Francisco Bay Area, und mischen seit ein paar Jahren die Clubs in den USA auf – „große Namen“ wie Huey Lewis, Bernie Worrell oder auch Les Claypool sind längst auf die Band aufmerksam geworden. „Morse Code“ ist ein Stück aus ihrem 1998er Album Live At Sweetwater und ziemlich aussagekräftig über die Spielfreude und Musikalität der sieben Herren. Hier gibts „Morse Code“ als mp3-Download.

Mehr zu Vinyl (und noch vier, fünf weitere mp3s) auf deren Homepage vinylgroove.com. Photo by rockimage.com, taken from Vinyl’s official site.

NP: Saul Zonana – 42 Days (2005)

Erstaunlich, dass dieser Typ bis heute keinen Vertrag mit einem Majorlabel hat. Saul Zonana aus New York schüttelt auf seinem neuen Album 42 Days eine schicke Melodie nach der nächsten aus dem Ärmel, als wär das die einfachste und logischste Sache der Welt. Ist es aber nicht, und daher sei dem Songwriter kräftig Respekt gezollt.

Elf Powerpop-/Songwriterpunktlandungen, deretwegen zwar nicht die neuere Musikgeschichte umgeschrieben werden muß, die aber richtig Spaß machen und eine gute Dreiviertelstunde lang bestens unterhalten. Musikerlegende Adrian Belew (Frank Zappa, King Crimson, David Bowie, Talking Heads) sorgt als Produzent dafür, dass „42 Days“ nie ins Belanglose abgleitet, nie in zu seichten Gewässern schwimmt.

Höhepunkte dieser CD sind das unbekümmert drauflos rockende „Hey Now“, der unaufdringliche Opening Track „Silver Jacket“ sowie der (wenngleich man bei dem Titel etwas anderes vermuten könnte) zuckersüß daherkommende Schlußsong „Heavy Metal Son“. Potentielle Nummer 1-Songs, definitive Radiohits. Nur leider eben nicht in dieser Welt.

Laut.de goes Radio…

Die sympathische Musikseite laut.de startet am Mittwoch ein Onlineradio. Sinnvollerweise soll es laut.fm heißen. Das alles meldet heute der Medien-Branchendienst kress.de*. Neben Künstler- und Konzertinfos solle es perspektivisch auch einen Downloadshop geben, so kress.de weiter.

Bin sehr gespannt – ein herzliches toi, toi, toi nach Konstanz!

* In der Meldung steht was vom 15. Juni 2004. Ich geh mal davon aus, dass es sich dabei schlicht und einfach um einen Tippfehler handelt…

Jason: Warten auf "MR. A-Z"

Am 26. Juli erscheint in den USA das neue Studioalbum von Jason Mraz. „MR. A-Z“ enthält zwölf neue Songs und ist ab sofort über Jasons Webseite vorbestellbar. Wie auch schon DMBs „Stand Up“ oder die Re-Releases von John Mayers und Howie Days letzten Alben, gibts das neue Werk in zwei Ausführungen: als normale CD und als DualDisc (auf einer Seite der Silberscheibe das Album, auf der anderen DVD-Bonusmaterial).

Ob und wann „MR. A-Z“ in Europa veröffentlicht wird, ist derzeit noch nicht klar. Die Bestellung in Übersee empfiehlt sich aber noch aus einem weiteren Grund: wer jetzt ordert, erhält eine 3-Track EP namens „Extra Credit“ zum Sofort-Download. Neben der aktuellen Single „Wordplay“ (leider eine Nummer-sicher-Single, hier im Steve Lillywhite-Mix, nicht schlecht, aber nicht herausragend) gibts ein sehr schönes Demo namens „I’m Yours“ und einen Livetrack, „Halfway Home (Live from the Eagle’s Ballroom)“ (ein bisher unveröffentlichter Outtake der „Tonight, Not Again“-Aufzeichnung). Schicke 14 Minuten neue Mraz-Musik, die Lust auf „MR. A-Z“ machen.

Die „Extra Credit EP“ kann man sich übrigens zu einer „richtigen“ Maxi-CD zusammenbasteln, wenn man denn will – das Artwork zur Vorab-Gabe findet sich hier (.pdf-Datei).

„MR. A-Z“ Tracklisting:
Weiterlesen „Jason: Warten auf "MR. A-Z"“

NP: Robert Cray – Twenty (2005)

Robert-Cray-Platten sind wie Kaffeetrinkverabredungen mit einem alten, wirklich guten Freund: Du weißt, wie er tickt. Du magst ihn so, wie er ist. Du hast vorher in etwa eine Vorstellung davon, was Dich erwartet. Und wirst dann doch hier und da mal überrascht: weil der alte, wirklich gute Freund was Neues zu erzählen hat. Oder weil Du das Gefühl hast, dass es ihm wirklich gut geht, er nicht ganz so zerstreut und fahrig ist wie beim letzten Treffen. Oder weil Du Dich bei ihm schlicht und einfach geborgen fühlst, nicht schauspielern mußt und so.

Robert Cray hat also mal wieder eine Platte gemacht. Twenty heißt sie und macht Spaß. Da ist wieder dieser bluesschwangere Sound, da sind wieder diese mitunter ein wenig abgeklärt anmutenden, oftmals aber aus der Seele sprechenden Geschichten von unerwiderter Liebe, erfüllter Liebe, verlorener Liebe, von Liebe halt. Diese glasklaren Gitarrensounds, diese zurückhaltende und doch unverschämt funky daherkommende Band. Diese vertraute Stimme.

Schön, diesen Cray zu kennen. Schön, mal wieder was von ihm zu hören. Ja, es scheint ihm gut zu gehen. Ganz der Alte, und doch immer wieder für eine Überraschung gut. Kaffeetrinkverabredungen wie diese würde ich glatt im Monatsabo beziehen. And the rest doesn’t really matter…

Ben Folds – Live in der Columbiahalle Berlin, 4. Juni 2005

„Guten Abend, motherfuckers!“ Wenn ein Mensch wie Ben Folds mit diesen Worten sein Publikum begrüßt, dann klingt das wie das denkbar herzlichste Willkommen. Es war endlich soweit – der kleine Mann am großen Steinway-Flügel hat es doch tatsächlich geschafft, sein erstes Deutschlandkonzert in diesem Jahrzehnt zu absolvieren. Und, um es kurz zu machen: es war berauschend.

Ben ballerte denn auch einen feinen Song nach dem nächsten ins Publikum, und das fraß ihm und seinen beiden Mitmusikern (wenngleich es sich nicht um die alte BFF-Besetzung handelt, setzt Herr Folds dieser Tage wieder auf die gewohnte, aber effektive Konstellation Bass-Schlagzeug-Piano) von Anfang an aus den Händen – viel zu lange war es einfach her, dass dieser liebenswerte Nerd vor hiesigem Publikum seine großartigen Songs zum besten gab. Das meiste Material, das die Fans in der Berliner Columbiahalle zu hören bekamen, stammte von Folds neuem Album „Songs For Silverman“ oder aber von den drei EPs, die der Künstler in den letzten zwei Jahren veröffentlichte. Opulent ist wohl das Wort, das den glasklaren, mächtigen, raumfüllenden und begeisternden Sound, der da von der Bühne tönte, am besten beschreibt. Ob nun Popsongs wie „Landed“ oder „Trusted“ oder aber Balladen wie „Late“ – hier musizierte ein beneidenswert gut aufeinander eingespieltes Trio und hatte selbst sichtlich Spaß an der Sache.

Ganz groß waren natürlich auch Bens Solostücke: zu Herzen gehende ruhige Songs, aber auch – mit tatkräftiger Unterstützung des Publikums – alte Gassenhauer wie „Army“ trösteten locker darüber hinweg, dass Folds Deutschlandcomeback nicht, wie geplant, solo in der lauschigen Kreuzberger Passionskirche vonstatten ging (das für November 2004 angesetzte Konzert musste wegen Krankheit verschoben werden), sondern in einem klassischen Liveclub. Und dass Ben den Abend eben nicht komplett alleine bestritt, sondern mehrheitlich mit Band.

Wenn Ben und seine Mannen dann einen vor F-Words nur so strotzenden Dr. Dre-Rap in eine gigantischen Popsong verwandeln oder bei „Rockin‘ The Suburbs“ eine fast schon erschreckend glaubwürdige Hardcore-Distortion-Bass-Meets-Angry-White-Boy-Rap-Einlage abliefern, dann ist das Dauergrinsen beim zufriedenen Konzertbesucher eigentlich schon vorprogrammiert. Ohne Zweifel: das war ein rundum gelungener Konzertabend. Ben Folds war viel zu lange nicht bei uns zu Gast, wir haben ihn schmerzlich vermißt. Dieser Typ ist einzigartig, dieser Typ ist verrückt, dieser Typ schafft es, Dich permanent zwischen Lachen und Weinen hin- und hertaumeln zu lassen.

Ben Folds auf Platte ist an sich schon ein Vergnügen, live allerdings kann man den Mann mit der komischen Brille und den schönen Liedern getrost als einen der Besten seiner Zeit einstufen. Und nicht minder herzlich möchte man ihm nach zwei unvergeßlichen Konzertstunden zurückrufen: „Come back soon, motherfucker!“

Foto vom Berlin-Konzert gefunden auf und ganz dreist gemopst von der schönen Fanseite BenFolds.de. Dort gibts auch noch jede Menge weitere Bilder von der Show – und zwar ganz genau hier.