Spin Doctors: Europatour beginnt am 1. März!

Seit drei Tagen sind die Spin Doctors wieder in New York City und proben kräftig für die anstehende Tour. Die diesjährigen Frühjahrstour bringt Chris, Eric, Aaron und Mark zum ersten Mal seit elf Jahren zu uns nach Europa! Ein strammes Programm, das die Herrschaften sich da zusammengestellt haben – in 18 Tagen werden 14 Gigs absolviert, das Gros davon in Großbritannien. Lediglich die letzten zwei Konzerte der Tour werden auf dem europäischen Festland gespielt:

03/01/05 Swansea, Wales, UK, Patti Pavillion
03/03/05 Southampton, England, UK, The Brook
03/04/05 London, England, UK, Mean Fiddler
03/05/05 Sheffield, England, UK, The Corporation
03/06/05 Nottingham, England, UK, Rescue Rooms
03/08/05 Wavendon, England, UK, The Stables
03/10/05 Wolverhampton, England, UK, The Robin 2
03/11/05 Manchester, England, UK, Academy
03/12/05 Glasgow, Scotland, UK, Renfrewshire Ferry
03/13/05 Leeds, England, UK, The Cockpit
03/14/05 Tynemouth, England, UK, Park Hotel
03/16/05 Frome, England, UK, Cheese & Grain
03/17/05 Breda, Holland, Mezz Concerts & Dance
03/18/05 Prague, Czech Republic, Archa Theatre

Inzwischen ist auch durchgesickert, was die Konzertbesucher musikalisch erwartet: neben den alten Klassikern aus den frühen Neunzigern will die Band in jeder Show auch mindestens die Hälfe der Tracks vom neuen Album (erscheint wohl im Frühsommer) zum Besten geben. Ich freu mich jedenfalls schon jetzt wie Bolle auf das Abschlußkonzert in Prag (Tickets gibts für 23 Euro direkt beim Archa Theatre! Nicht überlegen, hinfahren und angucken! Prag! Die Doctors!!).

Zum Warmhören und Vorfreudesteigern empfehle ich wärmstens die noch immer im Netz frei erhältliche Cincinnatti-Show aus dem September 2005, mehr dazu gibts hier im dunkelblau Weblog.

Nachlese: Sooshee top, Pickets mau…

Ein konzertreiches Wochenende geht zu Ende, und wie versprochen hier eine kurze Auswertung des Gesehenen und Erlebten. Los gings am Freitag mit der Geburtstagsshow von Sooshee in der Moritzbastei zu Leipzig. Kurz und gut: die Damen und Herren auf der Bühne waren einfach in Topform und lieferten Funk-, Soul- und Hiphopjams vom Feinsten. Die Hütte war voll und begeistert, und die Musiker schienen auch jede Menge Spaß zu haben. Leider habe ich das dritte Set des Abends nicht mehr mitbekommen, aber schon die ersten beiden Runden waren phantastisch. Wenngleich ein später,so doch ein wahrlich würdiger Start in meine ganz persönliche Konzertsaison 2005.

Reichlich anders war es gestern abend beim Konzert der Flying Pickets. Nimmt man es ganz genau, ist noch exakt ein Original-Picket in dieser A-Capella-Band, und die anderen vier sind im Laufe der Jahre neu hinzugekommen. Die fünf Briten waren… hmmm… naja… handwerklich zweifelsohne gut. Aber der Funken wollte partout nicht überspringen. Noch nie habe ich eine A-Capella-Combo mit derartig überladenen Soundeffekten erlebt, von Zeit zu Zeit gingen die eigentlichen gesanglichen Leistungen völlig in einem Brei aus Hall-, Flanger- und Octaver-Effekten unter. Und die Show? War irgendwie affektiert, selbstverliebt und wenig abwechslungsreich. Warum entschuldigen sich diese Menschen dafür, ihre eigenen Stücke zu performen? Wo die doch um Längen besser waren als der Großteil der Coverversionen, die es zu hören gab? Die 10.000ste a capella-Interpretation von „Billy Jean“, eine restlos zerhackte Backstreet Boys-Nummer – das war irgendwie nix. Lediglich die 2-Mann-Einlage zu „Roxanne“ von The Police und eine gelungene Version des ollen Bangles-Gassenhauers „Eternal Flame“ sind da positiv aufgefallen.

Aber was solls – den Zuschauern in der halbvollen Peterskirche schien es mehrheitlich ausnehmend gut gefallen zu haben, wenn man die Tatsache als Indikator gelten lassen kann, dass am Ende alle aufstanden und den Meuchelmord an „Celebration“ (Kool And The Gang) feierten, als gäbe es kein Morgen. Versöhnlich stimmten mich dann die beiden Zugaben – natürlich gabs „Only You“ (sie wären ja auch schön blöd gewesen, ihren einzigen Hit NICHT zu spielen) und einen netten Rausschmeisser. Insgesamt waren da aber viel zu viele Effekte und viel zu wenig musikalische Inspiration – schade. Aber dank netter Begleitung und eines leckeren Aftershow-Mangosaftes in einer seltsamen Restauranz war das trotzdem ein schöner Abend gestern…

Gov't Mule live in Hamburg am 10. April 2005!

Herzlichen Glückwunsch, liebe Hamburger! Am 10. April machen Gov’t Mule Station in der schönen Hansestadt. Hamburg ist die letzte Station der ersten regulären Gov’t Mule-Europatour ever. Alle Details zu den Shows gibts hier.

Mehr über Gov’t Mule im dunkelblau Weblog gibts übrigens hier (aktuelles Album „Déjà Voodoo“) und hier (Warren Haynes‘ Solo-CD „Live At Bonnaroo“).

Animation taken from the official Gov’t Mule Website.

Volles Programm: Flying Pickets und Sooshee

Endlich geht sie für mich los, die Konzertsaison 2005. An diesem Wochenende, und erstmal ganz gemütlich hier in Leipzig. Heute (Freitag) kann ich jedem, der auch nur ansatzweise in der Nähe ist, herzlichst empfehlen, ab 21.00 Uhr die Moritzbastei in Leipzig aufzusuchen: das zehnköpfige Musikerkollektiv Sooshee feiert dort Geburtstagsparty. Und aufgrund meiner Sooshee-Erfahrungen der letzten Jahre freue ich mich auf eine Nacht voller Funk und Soul, ganz viel Improvisation und Spielfreude.

Morgen gehts dann wahrscheinlich etwas gediegener zu – in der Peterskirche treten die Flying Pickets auf (jene A-Capella-Band, die 1983 den Hit „Only You“ hatte. Naja, zumindest eine Reinkarnation dieser Band, nur noch ein Mitglied von damals ist heute noch dabei). Im Vorfeld hab ich sowohl Lobeshymnen als auch derbe Verisse über die Briten gelesen und gehört – morgen Abend bilde ich mir einfach mal mein eigenes Urteil…

Wie es war und obs gefiel – demnächst dazu mehr hier im dunkelblau Weblog.

Sinéad O'Connor: Zwei Alben für 2005 geplant

Der US-Rolling Stone thematisiert jetzt auch das Comeback von Sinéad O’Connor und berichtet, dass die irische Sängerin in diesem Jahr gleich mit zwei Alben rausrücken will:

According to her new manager, Danny Heaps, O’Connor will likely team with Jamaican producers Sly and Robbie for the reggae album, while the second album will be „more of a Sinead record.“ O’Connor has said that at least some of the new material will combine her punk roots with her more newfound spirituality. „I want to at least aim my records at a more spiritualized market,“ the thirty-eight-year-old singer told Irish music magazine Hotpress, blasting mainstream music as having „all the sincerity of a whore’s kiss.“ While a record deal has yet to be finalized, Heaps is confident that this „will be resolved imminently.“

Große Worte – wie immer… Den ganzen Artikel gibts hier.

Unterdessen ist auch bekannt geworden, wie der neue Song heißt, den Sinéad bei Ihrem Comeback-Auftritt im irischen Fernsehen am vergangenen Freitag performt hat: „Dark Am I, Yet Lovely“.

Mon)tag: Zweites Album ist im Kasten

Eine schöne Nachricht, die ich soeben dem Mon)tag-Newsletter entnehmen durfte: die Arbeiten zum neuen Album der Band sind so gut wie abgeschlossen:

Zweieinhalb Monate härtester Arbeit in unserem durcheisten und Petroleum-lastigen Studio und bei uns zu Hause (nicht eisig, aber grippal hoch infektiös!!!) haben wir nun hinter uns lassen können und halten nun das Master unseres zweiten Albums in unseren geschundenen Händen! 10 Nummern und eine kleine auditive Überraschung machen das gute Stück zu einem Zeugnis wahrer Schwerstarbeit!

Die Veröffentlichung wird sich noch bis zum Mai hinziehen, da erstmal unsere Freunde der Presse mit dem guten Stück bemustert werden müssen und Julian auch noch das grafische Gesicht der Platte fertig stellen muss!

Doch der Mai wird uns alle nicht nur mit unserem zweiten Album ins musikalische Jericho katapultieren, sondern uns Euch auf einer ausgedehnten Frühjahrs-Tour näher bringen…

Tolle Neuigkeiten von Jan, Julian und Dominik also – bin sehr gespannt auf die neue Platte. Schon im März ist die (ich bleib dabei) beste deutsche Band unserer Zeit übrigens ein paar Mal live zu erleben (Berlin, Augsburg u.a.). Alle aktuellen Tourdaten gibts auf der immer wieder sehenswerten Website der Band, und bis die neue CD da ist, empfehle ich das regelmäßige Hören des ersten Albums „Gefallen“ (siehe Foto). Komm lieber Mai und mache…

Grammy-Regen für Ray Charles, John Mayer und Ben Harper

Heute Nacht wurden in Los Angeles die 47. Grammy-Awards verliehen. Der große Abräumer – posthum – war Ray Charles, der gleich in sieben Kategorien mit dem wichtigsten Preis der US-Musikindustrie geehrt wurde. Aber auch eine ganze Reihe MoreThanMeetsTheEar-Heroes wurde ausgezeichnet, allen voran die Herren Harper und Mayer:

Song Of The Year
(A Songwriter(s) Award. A song is eligible if it was first released or if it first achieved prominence during the Eligibility Year. (Artist names appear in parenthesis.) Singles or Tracks only.)
· Daughters
John Mayer, songwriter (John Mayer)
Track from: Heavier Things
[Aware Records/Columbia; Publishers: Sony/ATV Tunes/Specific Harm Music.]

Best New Artist
(For a new artist who releases, during the Eligibility Year, the first recording which establishes the public identity of that artist.)
· Maroon5

Best Female Pop Vocal Performance
(For a solo vocal performance. Singles or Tracks only.)
· Sunrise
Norah Jones
Track from: Feels Like Home

Best Male Pop Vocal Performance
(For a solo vocal performance. Singles or Tracks only.)
· Daughters
John Mayer
Track from: Heavier Things
Weiterlesen „Grammy-Regen für Ray Charles, John Mayer und Ben Harper“

NP: Bright Eyes – I'm Wide Awake It's Morning (2005)

Ach, sie sind doch eigentlich längst alle geschrieben. Die Lobeshymnen auf das neue Bright Eyes – Album „I’m Wide Awake It’s Morning“, erschienen im Januar 2005. Dennoch seien all den Preisungen der Musikpresse ein paar persönliche Anmerkungen hinzugefügt.

Zunächst mal: die Euphorie ist berechtigt, „I’m Wide Awake“ ist ein erstaunliches und – in all seiner Brüchigkeit und Zerrissenheit – berührendes Album. Conor Oberst wird nie zu meinen Lieblingssängern zählen, zu den –songwritern gehört er längst. Diese kleinen, unbekümmerten Melodien! Diese fröhlichen Arrangements! Das klingt nach purer Alternativ-Country-Folk-Musik, möchte man meinen.

Das ist es aber absolut nicht. Denn da ist der wohltuende Schönheitsfehler: in Gesang und Text liegt so unglaublich viel Tiefe, schimmern Schmerz und Zweifel – es ist mir einfach unmöglich, dieses Album „nebenbei“ zu hören. Selbst jetzt nicht – ich schreibe gerade über diese CD, die im Hintergrund läuft und ertappe mich, wie ich mich nach jedem Satz zurücklehne und einfach nur genauer zuhören will. Zum fünften, sechsten, zehnten Mal. Was treibt diesen Frühzwanziger an? Wie kann ein Mensch so fast schon schwülstige Melodiebögen und Arrangements tupfen und gleichzeitig mit zitternder Stimme so traurige Texte singen, ach was, ausspucken? „I got no plans and too much time. I feel too restless to unwind. I’m always lost in thoughts as I walk the block to my favorite neon sign.“ Wenn dann, gegen Ende dieser hypnotisierenden Reise durch den Oberstschen Mikrokosmos, auch noch die olle Countrydiva Emmilou Harris mit Conor im Duet leidet, verschlägts mir endgültig die Sprache.

Ohne Frage eine große und zeitlose Platte. Sorgte „Lifted“, eine ältere Bright Eyes-Platte, bei mir mehrheitlich dafür, so etwas wie Angst vor dem fanatisch wirkenden Jungspund zu bekommen, so will ich nach dem Genuß (?? Doch, zweifelsohne. Irgendwie.) von „I’m Wide Awake“ dieses traurige Genie nur noch in den Arm nehmen, ihm irgendwas Nettes sagen oder ihm wenigstens die nächsten drei, vier Biere ausgeben. Melancholie, Resignation, Hoffnung, Zweifel, und ja, auch Glück, all das vereint sich hier. Das ist wunderbar und intensiv. Aber nichts für schwache Nerven.

Nix wie hin: Die neue Josh Rouse-Homepage ist online

Dreimal werden wir noch wach, heißa, dann ist „Nashville“-Tag! Das neue (fünfte) Album von Josh Rouse erscheint am Montag und schon wurde die Homepage des grandiosen Songwriters frisch renoviert. Jetzt erscheint sie in schickem Blau, hat ein süßes Flash-Intro und steigert die Vorfreude auf die neue CD enorm.

Neben einer auf den neusten Stand gebrachten Diskographie gibts alle aktuellen Tourdaten, neue Fotos und ein Tagebuch des Künstlers, in das er künftig reinschreiben will, wo er sich so rumtreibt und warum. Auszug gefällig? Hier:

hey everyone, i’m in belgium right now in the middle of a promotional tour thru europe. getting ready to play on t.v. anyway i’m exhausted from the interviews, and i can’t wait to start playing some actual shows. looks like this record is really getting alot of attention over here, so the demands to be in 5 places at once are a bit overwhelming at times. i’m already thinking about the next record after „nashville“, and wondering if i shouldn’t do any interviews at all. just bitching…..been listening to some rare french tracks that my friend xavier from tahiti 80 gave me. make sure you check out the music playing before the shows this tour? i actually make the mixes myself. thanks for all the wonderful comments about the website, i’m digging it myself.

Wie schön: Josh mag seine neue Seite, ich mag seine neue Seite… Dann kann „Nasville“ ja kommen. Hier gehts zu Josh Rouse!

Übrigens: einen Vorgeschmack auf die neuen Songs gibts in einer Rykodisc-eCard zur neuen CD. Eigentlich finde ich solche eCards ja immer eher doof, aber der Zweck (in vier Songs reinhören und die Single „Winter In The Hamptons“ komplett abspielen) heiligt die Mittel. Die eCard gibts hier.

Promotional photo taken from joshrouse.com.