Hurra…

…ich lebe noch!

Dies ist ein kurzes, aber heftiges Lebenszeichen auf diesen Seiten. Wer die Links und Kästchen rechts verfolgt, stellt schnell fest, dass ich alles andere als internetfaul war in den letzten Wochen – ich war eher siebensätzefaul, that’s it. Aber als ich eben zum gefühlt achtzigsten Mal den Fiji Meat Man hier als aktuellsten Eintrag sah, war mir klar, dass ich dringend mal wieder was schreiben sollte – was ich hiermit tue.

Ich freue mich – auf meine persönlichen Jahrescharts, die hier bald stehen werden; auf ein paar der Platten, die für mich das letzte Jahrzehnt ausgemacht haben, auch davon will ich hier berichten; über die Entscheidung, künftig nicht nur über Musik und Bücher tippen zu wollen, sondern gegebenenfalls auch über alles andere, was halt so anliegt. Für den Moment möchte ich die Ruhe in diesem Blog nur kurz begründen – zum einen hat mich meine Band in den letzten Wochen sehr beansprucht (wir veröffentlichen grade ne neue CD), zum anderen ist es halt unglaublich einfach und schnell, interessante Links zu twittern, per Delicious zu verbreiten oder einfach mal im Google Reader gut zu finden (wie gesagt: siehe rechts).

Kurz und gut: alles bestens hier, jetzt auch wieder mit mehr Inhalt – und schließlich muss es wenigstens ein Blog auf diesem schönen Planeten geben, das keinen Adventskalender mit täglichen Nettigkeiten feilbietet…

siebenSACHEN vom 31. August 2009

– Was glücklich macht: fünfeinhalb Minuten „Backwards Down The Number Line“, ein erster Vorgeschmack auf das im September erscheinende neue Album von Phish.

– Was runtergeladen gehört: der kostenlose Live-Sampler „So Much To Save mit Musik von den Avett Brothers, Umphree’s MacGee, Gomez und DMB.

– Was mich freut: heute war die gemasterte Version unserer neuen 2zueins!-EP in der Post.

– Was amtlich ist: Spotify-Playlisten wie diese (Pitchfork Top 500 der 2000er Jahre) oder diese (die 500 besten Songs aller Zeiten laut Rolling Stone).

– Was das Wohlbefinden fördert: Jono Manson und John Popper live in Gorgonzola, Italien – einmal „Miss Fabulous“, und schon hab ich gute Laune.

Miss Fabulous

Red Wine In The Afternoon

– Was ich mir unbedingt besorgen muss: die neue EP von Josh Fix – schon der Titel!!

– Was wirklich keiner nochmal braucht: die Black Eyed Peas als „Gäste“ bei einer Show der Dave Matthews Band:

Daniel Heinze – Stundevorwärts EP (2009)

Daniel Heinze - Stundevorwärts EP (2009)

Heute verschenke ich mal was: und zwar eine kleine EP namens „Stundevorwärts“. Das ist ein Sammlung mit fünf Solo-Demoaufnahmen aus den letzten sieben Jahren. Nichts Weltbewegendes – einfach fünf Lieder, die mir ans Herz gewachsen sind und die bisher kein richtiges Zuhause hatten. Im Herbst kommt die neue Studio-CD meiner Band 2zueins!, und die wird dann richtig laut, bunt, hat verzerrte Gitarren, Schweineorgeln, Chöre, Blockflöten und sonstwas. Für die Zeit bis dahin gibt’s für den geneigten Hörer / Leser diese fünf low-budget-, low-fi-, low-wienursonstwas-Aufnahmen von „Stundevorwärts“. Unten als Kostprobe zwei Songs von „Stundevorwärts“, und hier der Link zur gesamten EP mit allen fünf Songs, Artwork und Linernotes.

Liebeslied (Wirklich & wahr) (mp3)

Hör auf mich nicht zu kennen (mp3)

Stundevorwärts EP (.zip, 32MB, 5tracks)

Neue Musik: The View, The Waifs, Laura Gibson, The Cat Empire u.a.

Es hat sich wieder viel Neues angesammelt in meinen digitalen und realen Plattenregalen. Hier einige Beispiele, die ich für dringend erwähnenswert halte.

Gilles Servat – Je Vous Emporte Dans Mon Coeur (2006)
Eine Empfehlung meines Bandkollegen Heiko, der Gilles Servat wiederum von seinem Vater empfohlen bekam. Servat ist ein französischer Sänger kurz vorm Renteneintrittsalter, der seit 1970 Musik veröffentlicht. Das hier ist ein Konzertmitschnitt aus dem Jahr 2006, wie ich es verstehe, eine Art „Best-Of“-Abend mit Songs aus seiner gesamten Karriere – schöne Lieder auf Französisch und Bretonisch, bisweilen sehr melancholisch, aber äußerst unterhaltsam und eine angenehme Abwechslung.

Laura Gibson – Beasts Of Season (2009)
Ach Mensch, eigentlich verdient diese Platte einen kompletten, eigenen Blogeintrag. Läuft seit Tagen bei mir in heavy rotation. Sängerin aus den USA, das hier ist ihre dritte oder vierte Platte. Aber die erste, die ich kenne – und prompt auch sehr mag. Leicht schrullige Folksongs mit wunderbaren Arrangements, die Stimme erinnert mich gelegentlich an Regina Spektor.

The Cat Empire – Live On Earth (2009)
Meine beiden bisherigen Live-Erfahrungen mit The Cat Empire waren phänomenal: die erste, 2006 in Birmingham, war eines der intensivsten Musikerlebnisse, die ich je hatte; meine zweite, 2007 in Berlin mit meinem Freund Robby, war eine einzige ausgelassene Party und das, obwohl die Musikalität der Jungs fast mehr war, als man bei so einer Show fassen kann. Alle diese Erinnerungen kommen zurück, wenn ich die neue Cat Empire-Liveplatte höre. Diese Doppel-CD bringt mich zum Tanzen (!) und zum Versonnen-Vor-Mich-Hin-Starren, manchmal sogar gleichzeitig. Wahnsinn.

M. Ward – Hold Time (2009)
Wie Laura Gibson ist auch M. Ward so ein Künstler, den ich ohne All Songs Considered nie kennengelernt hätte. Kalifornischer Sänger und Gitarrist, der schon einige Alben veröffentlicht hat, das hier ist sein neuestes. Was mir sehr gefällt, sind die kompakten, cleveren Songs, denen er quirlige Arrangements verpasst hat, wodurch er jede nur mögliche Peinlichkeitsklippe sicher umschifft. Schöne Sache.

The View – Which Bitch? (2009)
Schade, ich fremdle mehr mit diesem Album, als mir lieb ist. Der View-Erstling „Hats Off To The Buskers“ von 2007 war ein Volltreffer, mit vielen rotzigen, aber charmanten Rocksongs. Die gibt es auf der neuen Platte, und zwar zur Genüge. Nur ist die neue CD irgendwie seltsam produziert, The View klingen hier mehr nach Schülerband als auf ihrem Debüt. Aber trotzdem: schöne Songs, und über den Frühling werden wir schon noch Freunde, Which Bitch und ich.

The Waifs – From The Union Of Soul (2009)
Mit „From The Union Of Soul“ legt die australische Folkrock-Institution The Waifs ein Livealbum vor, das wirklich beachtlich ist: von Bluegrass bis Swing, von Songwriter-Pop bis 60s-Satzgesang können die beiden Damen und der Herr offenbar alles. Lustig, herzzerreißend melancholisch, gut gelaunt und doch stellenweise wehmütig… Geile Platte, ein musikgewordenes Antidepressivum.

Strand Of Oaks – Leave Ruin (2009)
Bei eMusic gehört, gemocht, auf gut Glück runtergeladen und seitdem sehr oft gehört: ein Mann, der eigentlich als Lehrer sein Geld verdient und nebenher Musik macht, verzieht sich in die Berge im Norden Pennsylvanias und kehrt mit dieser versponnenen kleinen Songwriter-Platte zurück. Wie Bon Iver mit etwas weniger Liebeskummer, nur anders.

Facebook und Känguruhoden

Muss mich heute dringend zu Wort melden. Zweier Dinge wegen. Erstens: meine Band 2zueins!, die grade angefangen hat, eine neue Platte aufzunehmen, hat jetzt bei Facebook, dem studiVZ der Herzen, eine eigene Bandseite. Und zweitens: ich habe eine Meinung zum Dschungelcamp, everyblogger’s Lieblingsshow. Die da wäre: mir ist diese Veranstaltung sagenhaft egal!! Ja, das musste mal raus.

In eigener Sache: Ab jetzt wieder ohne Radio…

Nur, damit sich keiner wundert: ich habe mein laut.fm-Radio-Experiment heute beendet. Grundsätzlich finde ich die Idee des user generated radios immer noch ziemlich klasse. Aber um mich da richtig intensiv dran zu beteiligen, fehlt mir dann doch der Enthusiasmus und die Muße. Hut ab vor den Entwicklern und Machern von laut.fm, die mit viel Liebe zur Sache die Beta-Phase dieses Projektes betreuen. Denen wünsche ich alles Gute, besonders beim (Weiter-)Entwickeln der ganzen Geschichte – doch, das könnte irgendwann eine feste Größe im Netz werden. Vielleicht ja irgendwann auch wieder mit mir. Und Musik, von der ich überzeugt bin, und die mir gefällt, die werde ich natürlich weiterhin vorstellen und anpreisen – hier, im Blog, wie bisher.

Ab jetzt auf Sendung: radioDUNKELBLAU

Ab sofort auf Sendung: radioDUNKELBLAU, das Internetradio von siebenSAETZE.de! Auch ich habe mich zum Betatester fürs laut.fm-Projekt des nutzergenerierten Radios machen lassen und sende ab sofort meinen eigenen Kanal im Internet.

Was es bei mir zu hören gibt? Eine Mischung aus Klassikern und brandheißem Scheiß, von Led Zeppelin bis Yeasayer, vom US-Jamrock der 90er über aktuellen deutschen Songwriterpop bis hin zu Rock à la QOTSA und Soundgarden. „Tonight, Tonight“ von den Smashing Pumpkins trifft auf „Wohin“ von Niels Frevert, „Simple Heart“ von Natasha Atlas auf „Not Ready Yet“ von den Eels.

Selbstverständlich ist die Playlist handverlesen und selbstkompiliert, nix mit Rumgeshuffle oder so – und immer ist mindestens 13 Stunden lang Wiederholung ausgeschlossen. Hier geht’s zu radioDUNKELBLAU; Meinungen, Anregungen, Wünsche bitte in die Kommentare.

Notizen vom 31. März 2008

Sven Regener: Neuer Roman kommt am 1. September.

– Die NATO macht demnächst Fernsehen.

– Gratis BjörkTribute-Sampler: Indie-Bands covern alles, von „It’s Oh So Quiet“ bis „Army Of Me“. (via)

– Eben bemerkt: meine Band 2zueins! spielt zur Pop-Up, aber eher zufällig… Vom 22. bis 25. Mai steigt die Musikmesse in Leipzig, und wir spielen am 24. Mai im / vorm Ohrakel-Plattenladen am Brühl.

So that, in the end, there was no end: Die 100 besten letzten Romanzeilen hat American Book Review aufgelistet (pdf).

– La Blogotheque in Athens, Georgia: R.E.M. hat jetzt auch ne Takeaway Show.

Der Typ, der nie übt, live… Niels Frevert:

Let's try again

Da bin ich wieder. Eigentlich wollte ich ja so schnell nicht wieder bloggen, aus Zeitgründen und so. Nun ist es nicht eben so, dass ich mich zur Zeit den lieben langen Tag langweilen würde. Aber gelegentlich kribbelts dann doch in den Fingern und ich habe das Bedürfnis, über die eine oder andere Musik was zu schreiben, ein schönes Lied zu verlinken oder mich öffentlich über ein Buch zu ärgern, das ich gerade gelesen habe. Dann mach ich das eben ab sofort hier. Ich bin immer noch der wahrscheinlich anstrengendste Spin Doctors-Fan der Welt (für meine Umwelt), ich mache nach wie vor leidenschaftlich gerne selber Musik (zur Zeit mit meiner Band 2zueins!) und mich können auch im Jahr 2008 noch schöne Songs und Alben zu Jubelstürmen hinreißen. Alles wie immer also, nur ab sofort eben in diesem kleinen Blog.

Every new beginning comes from some other beginning's end…

So, das war’s hier wohl. Hab in den letzten Wochen hin- und herüberlegt, wie es mit diesem dann immerhin schon fast drei Jahre alten Blog weitergehen könnte. Schließlich ist der Entschluß gereift: gar nicht, es geht anders weiter.

In den letzten Monaten habe ich das große Glück gehabt, so intensiv und leidenschaftlich wie noch nie Musik machen zu können – das Debüt meiner Band 2zueins! ist fertig und kommt im August raus. Und dann kommen Konzerte, Konzerte, Konzerte. Aber nebenbei haben Bürohengste wie ich ja auch noch nen regulären day job. Da wird das mit dem Bloggen schwer, wenn man über neue, aktuelle Musik etc. schreiben will.

Ja, passt eben grade nicht. Ich will mir nicht länger selber ein schlechtes Gewissen einreden, wenn ich mal ne neue Platte höre: „Mann, über die müsstest Du was schreiben, das müssen alle hören!“. In der nächsten Zeit höre ich einfach, und irgendwann werd‘ ich dann bestimmt auch wieder was darüber schreiben, bloggen, whatever.

Bis dahin hoffe ich, Ihr Leser und Besucher bleibt mir auch weiterhin gewogen – auf 2zueins.com und DanielHeinze.de wird es in der nächsten Zeit mehr abgehen denn je, die Platte kommt, wir wollen Konzerte spielen und und und – also ändert Eure Bookmarks und besucht mich einfach dort.

Und wer ein paar Anregungen für neue Musik braucht, dem seien hiermit ganz besonders der fantastische nicorola.de, die netten Menschen vom Sonic Reducer und der unschlagbare Aquarium Drunkard ans Herz gelegt.

Also: Bis bald und Danke für den Besuch!