siebenSONGS 29. Mit Portugal. The Man, Tori Amos, Damien Jurado, The Felice Brothers u.a.

Nach einem Monat mit vielen Reisen und etlichen Eindrücken, über die ich sicher hier demnächst auch noch mal schreibe, bin ich langsam wieder im Alltag angekommen. Und den versüß‘ ich Euch und mir mit ein paar neuen mp3s. Viel Spaß mit den siebenSONGS 29, einer Ausgabe mit merklicher Countryschlagseite.

Portugal. The Man – People Say (mp3)

Hoots and Hellmouth – Known For Possession (mp3)

Deer Tick – Easy (mp3)

Tori Amos – Maybe California (mp3)

Damien Jurado – Gillian Was A Horse (mp3)

The Lovetones – A New Low In Getting High (mp3)

The Felice Brothers – Run Chicken Run (mp3)

Dave Matthews Band – Shake Me Like A Monkey

Heute Nacht ist „Shake Me Like A Monkey“ via iTunes-Preorder-Pass veröffentlicht worden und verbreitet sich lauffeuerartig auch auf YouTube und Co. „Shake Me…“ ist ein weiterer Song aus dem in wenigen Tagen erscheinenden neuen Dave Matthews Band-Album „Big Whiskey & The GrooGrux King“. Bin ich eigentlich der einzige, der bei dem Sax-Anfangsriff immer „Word Up“ von Cameo raushört?

siebenSACHEN vom 6. Mai 2009

Ich…

– verstehe jetzt, warum Six Feet Under so bejubelt wurde.
– finde es toll, dass Ben Harper wieder rockt, und zwar derbst.
– freue mich sehr über Stefans Erfolg vom letzten Montag.
– genieße es, das neue Buch von Benjamin Lebert zu lesen.
– nehme das Comeback von Howie Day erfreut zur Kenntnis.
– bin gespannt auf Banja Luka und Rijeka.
– habe mir einen neuen Fotoapparat gekauft.

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Der letzte Schrei? Spotify.

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Vor fünf Jahren habe ich jedem einen Vogel gezeigt, der behauptete, ich würde schon bald ganz regulär mp3s kaufen, so wie ich damals ganz normal CDs kaufte. Mein eMusic-Abo habe ich inzwischen seit fast drei Jahren, bei iTunes bin ich auch Kunde, und über den Start von Amazon MP3 neulich war ich sehr erfreut. Vor einem Jahr noch habe ich jedem einen Vogel gezeigt, der behauptete, ich würde schon bald Flatrate-Musikmodelle nutzen und Musik nicht mehr besitzen, sondern stattdessen Geld für einen Zugang zu Musikdatenbanken bezahlen. Seit ein paar Tagen bin ich Kunde bei Spotify, für knapp zehn Euro im Monat kann ich hören, was ich will und kriege gar nicht mehr mit, dass sich die Musik nicht auf meiner Festplatte befindet.

Spotify schafft es, einen echt euphorisch werden zu lassen: all die gute Musik, für die bisher das Geld gefehlt hat, oder die nur halbinteressant war, aber eine Suche wert, all die Klassiker und alten Meister, all das Chartsgedöns, dass man sich nie kaufen würde, das man aber doch gelegentlich hören möchte – all das liefert mir Spotify, ohne Downloadzeiten, ohne lange Suche, ohne das Gefühl, etwas Illegales, Kriminelles zu tun; während ich dies tippe, höre ich Leonard Cohens „Live In London“-Platte – Musik, die ich gar nicht „besitze“, zu der ich jetzt aber einen „Zugang“ habe!

Ist das jetzt die Zukunft, der Weisheit letzter Schluss für das Musikbusiness? Keine Ahnung… sicher, mir fehlt bei Spotify so mancher (vorwiegend amerikanische) Act, klar, die fehlende Kompatibilität in Richtung iPod ist natürlich ein Manko, logisch, auch weiterhin werde ich CDs, Deluxeboxen, EPs usw. kaufen und mich nicht immer nur mit Streams und Accounts begnügen (können/wollen); ich merke allerdings, wie ich Musikfan (so möchte ich auch künftig betitelt werden, und nicht als „User“) immer stärker bereit bin, diese neuen Wege, an Musik zu kommen, anzunehmen – Spotify jedenfalls verblüfft mich und gibt mir als erstes Online-Musikangebot überhaupt das Gefühl, dass „da draußen“ jemand ist, der mich und meine Musikfan-Bedürfnisse versteht und erhört.

Erik Linder – In This Heart

Mir war, als hätte ich das Video hier schon letztes Jahr mal verlinkt, konnte es aber nicht mehr finden. Daher zur Sicherheit nochmal. Der junge Herr, der hier so clever Sinéad O’Connor covert, macht übrigens grade bei sowas wie „Das Supertalent“ in seiner Heimat Schweden mit und hat auch da mit „In This Heart“ beeindruckt.

Dave Matthews Band: Neue Single als Gratis-Download

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Seit ein paar Stunden verschenkt die Dave Matthews Band ihre neue Single „Funny The Way It Is“. Der Song ist der erste Vorbote zu „Big Whiskey And The GrooGrux King“, dem neuen Album der Band, das Anfang Juni erscheinen wird. In den Foren wird natürlich bereits heftig diskutiert, ich selbst hab mir den Song jetzt ca. zehn Mal angehört. Die Kurve ging etwa so: verwirrt – begeistert – doch ein wenig enttäuscht – ach nee doch nicht – angetan – sehr angetan. Mir gefällt die Hook, ich finde die Bridge etwas sperrig, ich vermisse Bläsersätze (Absicht? Wegen LeRois Tod?), mag dafür Tim Reynolds Gitarrenarbeit und den Text sehr. Eine durchweg US-radiotaugliche Single, in jedem Falle das beste DMB-Single-Material seit vielen Jahren und ein guter Grund, sich auf das neue Album zu freuen.

Den Song kann man gegen Eingabe seiner eMail-Adresse hier runterladen – was ich hiermit ausdrücklich empfehle.

siebenSONGS 28. Mit Bob Dylan, State Radio, Fleet Foxes, Jeniferever u.a.

Bob Dylan – Beyond Here Lies Nothin (mp3)

State Radio – Right Me Up (mp3)

Fleet Foxes – Mykonos (mp3)

Sgt. Dunbar and the Hobo Banned – Charles Mingus‘ Garbage Pile (mp3)

Jeniferever – Green Meadow Island (mp3)

Patrick Porter – Slow Poke (mp3)

Foreign Born – Vacationing People (mp3)

Jason Mraz live in Leipzig (27. März 2009)

„What will happen to a face in the crowd when it finally gets too crowded,
What will happen to the origins of sound after all the sounds have sounded?“

Letztes Frühjahr in Berlin: ein frischer Jason Mraz und seine kleine Band geben in einem kleinen Club ein großartiges Konzert und hinterlassen eine begeisterte, glückliche Masse. Ich war Teil dieser Masse.

Letzten Herbst in Berlin: ein Jason Mraz, der eben den Sommerhit des Jahres abgeliefert hat, rockt mit großer Band und Bläsersatz Huxleys Neue Welt, das Publikum johlt. Ich fand’s okay, der durchgetourte Sommer hinterließ bei den Musikern aber deutliche Spuren.

Heute Abend in Leipzig: ein abwesend wirkender Jason Mraz und seine müde Combo spielen eine knappe Stunde vor einem halbvollen Saal, das Publikum johlt. Ich kann meine Enttäuschung über die lahme Vorstellung, die die Jungs da oben abliefern, nicht verhehlen: das war blutleer, Dienst nach Vorschrift, uninspiriert, nur in den Zugaben blitzte was auf vom Mraz’schen Genius, von seinem Showtalent und seinem Witz.

Mach mal Pause, Mraz.

Selig – Und endlich unendlich (2009)

selig

Jetzt ist sie also da, die neue Selig-Platte, die erste seit zwölf Jahren. Die Band nach all den Jahren wieder live zu sehen, am Mittwoch in Dresden, war schon eine wohltuende Erfahrung – und nun kommt also auch noch die neue CD dazu; eine echte „Selig-Woche“, ganz klar. Hatte ich in der Form zuletzt 1996, dass mich diese Band live wie mit Studioaufnahmen so berührt und begeistert hat; mit „Blender“ (1997) habe ich erst Jahre später meinen Frieden gemacht, da die Platte besser war, als ich anfangs dachte.

Fast forward ins Jahr 2009 – die Vertrautheit, die Und endlich unendlich ausstrahlt, ist die eigentliche Sensation: Reunions, Comebacks, zweite Anläufe gibt es ja inzwischen wie Sand am Meer, doch nur ganz wenige gelingen tatsächlich. Das, was Selig hier machen, fühlt sich sehr, sehr gut an: in Eigenregie aufgenommen, ohne Zeitdruck, die letzten Jahre reflektierend, gelegentlich rockend „wie früher“, häufig melancholischer als damals und dennoch ganz genau so, dass die Fans von einst zufrieden grinsen und sich fröhlich suhlen können in der guten Gewißheit, dass es wirklich Selig sind, die da wieder da sind, und keine Selig-Greatest-Hits-Coverband.

Kurz und gut: mir gefällt außerordentlich, was ich höre, und ich freue mich – für mich wegen der guten Musik, für Selig wegen des guten Gefühls und für alle Selig-Hasser, weil sie endlich wieder was zum Lästern und Dooffinden haben. Aber das konnten wir ja früher schon gut ab, Selig und ich.

Geburtstag

Na eben, mein kleines Blog hat ja heute Geburtstag! Vor einem Jahr ging es hier los, seitdem fülle ich nun schon diese Seite mit meinen Gedanken über Musik und Literatur und alles andere, mit meinen Fanboy-Gesängen und Musikfundstücken. Oft in sieben Sätzen, bisweilen in hanebüchenen und verstiegenen Schachtelsatzkonstruktionen, gelegentlich aber auch ganz simpel und kurz. Rückblickend bin ich sehr froh, dass ich mich damals doch noch mal – eher spontan – zu einem neuen Weblog durchgerungen habe, mir macht das Hierreinschreiben nämlich wieder großen Spaß. Danke allen regelmäßigen Mitlesern und Zufallsbesuchern für’s Mitlesen und Zufallsbesuchen – und auch weiterhin gute Unterhaltung.