I finally see the light…


I finally see the light
after forty nights of rain…

Ohne hier viel orakeln zu wollen: sechs wirklich seltsame, aufschlußreiche, im Großen und Ganzen auch schöne Tage, in denen ich eine ganze Menge gelernt habe (vor allen Dingen über mich), gehen gerade zu Ende. Das schreib ich nur, um die vorübergehende Ruhe hier im Weblog zu legitimieren. Um Musik und alle anderen schönen Nebensächlichkeiten drehts sichs hier künftig wieder öfter und regelmäßiger, versprochen!

Gib mir Musik: Nicorola – Bitstick EP (2005)

Der geschätzte Weblog-Kollege Nicorola macht Musik und hat dieser Tage seine erste EP auf dem Leipziger Label 1bit Wonder veröffentlicht. Die „Bitstick EP“ enthält fünf wahrlich interessante und gute Songs. Musik aus der Electronic-Ecke, die durch ihre Klarheit und Intensität besticht. Ich bin ja normalerweise für derartige Musik nur begrenzt zugänglich, aber das, was Nicorola hier präsentiert, ist schlicht und einfach mal gut. Ach was, sehr gut und empfehlenswert. Hier gibts die EP zum legalen und kostenfreien Download. Mein Anspieltipp: das sphärische, leicht mobyeske Stück „Hijseenpipo“.

Jack Johnson kanns kaum fassen

Da ist er selber baff, der singende Ex-Surfer aus Hawaii: sein drittes Album „In Between Dreams“ verkauft sich derzeit wie geschnitten Brot. Der US-Rolling Stone berichtet online über das Phänomen Jack Johnson:

With little play from mainstream radio and zero presence on MTV, Jack Johnson’s In Between Dreams has somehow sold more than 540,000 copies in its first four weeks. „It trips me out,“ Johnson says. „My last record [Brushfire Fairytales] debuted at Number Three, but it disappeared from the top of the charts pretty quickly. The weird part is that this time my album is sticking around.“

Mal abgesehen davon, dass Jacks letztes Album mitnichten „Brushfire Fairytales“, sondern vielmehr „On And On“ war, ist der Artikel durchaus lesenswert. Hier gehts lang.

Ben Folds über sein neues Album

Sehr bald kommt das neue Ben Folds-Album. Bereits jetzt hat der Künstler höchstpersönlich den Brief zur Platte geschrieben:

’songs for silverman‘ is the recording of eleven events in the studio. they’re fairly pure and recorded pretty quickly. i think that shows through on first listen. there is overdubbing and arranging as well, but these things happened quickly, almost in a frenzy sometimes so that we could walk out of the studio with a representation… a finished recording rather than a theory. jared and lindsay and i locked ourselves in the studio each day, taking breaks for a soy chai or lens testing or even beard trimming, learning songs that i’d already demo’d, interpretting them whichever direction the wind blew that day. thus, a fairly country version of ‚give judy my notice‘ – since bucky baxter, legendary pedal steel player dropped by that day. the recording of ’songs for silverman‘ is very stark and flat, not often very compressed or hyped, unless i got a sudden hankerin‘ for some tasty EQ and some aural excitement.

Den ganzen „Ich erklär Euch meine neue Platte“-Brief gibts hier.

Blues Traveler: Vanguard-Deal jetzt offiziell

Diverse Blues Traveler-Insider hatten schon vor geraumer Zeit darüber gemunkelt, jetzt scheint es offiziell zu sein. Zumindest berichtet Billboard jetzt vom neuen Deal der Band um John Popper:

A pair of platinum-selling veteran acts that have been silent for awhile are returning to the scene, as Hootie & the Blowfish and Blues Traveler have signed new deals with Vanguard Records.
Hootie was last heard from with a best-of set last spring that ended its contract with Atlantic. Blues Traveler’s most recent release was „Truth Be Told“ in 2003 for Sanctuary.
Both bands are managed by Doc McGhee’s McGhee Management, which oversees four acts — including Universal Records vet Bob Schneider and new rock band Shurman — signed to the Santa Monica, Calif.-based company. Blues Traveler and Shurman are signed directly to Vanguard, while Hootie and Schneider have their own imprints that will utilize Vanguard’s label and distribution services.

Hier gibts den ganzen Artikel, in dem auch ein erster Veröffentlichungszeitraum für das nächste BT-Album genannt wird: August oder September…

Top 5 vom 4. April 2005

Seltsam, das hatte ich so bisher noch nie. Fühle mich heute, am Vorabend meines Geburtstages, ein wenig melancholisch. Und dann spuckt die Shuffle-Funktion meines Winamps ungelogen hintereinander folgende Songs aus:

05 Spin Doctors – Can’t Kick The Habit
04 Stoppok – Zwischen Twentours und Seniorenpass (live)
03 Dar Williams – The Beauty Of The Rain
02 Blues Traveler – Back In The Day
01 Dziuks Küche – Zu alt

Zufall? Oder will mir der blöde Shuffle-Modus meines unsagbar veralteten Winamps irgendwas sagen? Ach, egal…

Zum Tod des Papstes

Gestern abend ist „der Papst“ gestorben. Ich setze den Papst deshalb in Anführungszeichen, weil ich (Geburtsjahr 1978) gar keinen anderen als Johannes Paul II. bewußt kenne. Insofern spielte bis gestern sein Name gar keine so große Rolle, er war halt „der Papst“. Es ist ein wirklich seltsames Gefühl, jetzt ohne diese große, mutige und sicher auch streitbare Person zu sein. Andererseits ist es ermutigend und stärkend, all die Christen in Rom und überall auf der Welt zu erleben, zu sehen, wie sie beten und ehrlich um JP2 trauern.

Gestern abend habe ich etwa 30 Minuten nach Bekanntgabe des Papsttodes mit dem Bischof meines Bistums telefonieren und ihm in einem improvisierten Interview einige Fragen stellen können. Wirklich berührt hat mich, mit wieviel Dankbarkeit und Wärme er über Johannes Paul II. sprach:

„Er war wirklich Mensch und er war wirklich auch Bruder. Man hatte nicht den Eindruck, dass man bei einer großen Authorität sein musste, wenn man ihm begegnet ist. Nein, er wollte jedem nahe sein und hatte eine so liebenswürdige Weise, anderen zu begegnen, dass es immer eine Wohltat gewesen ist.“

Schon seltsam, wenn da auf einmal in einem Radiointerview die eigene Stimme und die deines Bischofs brüchig wird…

So viel man vielleicht mit manchen Positionen oder Aussagen Karol Wojtylas gehadert haben mag, eines ist gewiß (und das schreibe ich nicht, weil sich das für Katholiken gehört, sondern weil ich es wirklich so meine): hier ist ganz ohne Zweifel ein großartiger Geistlicher und Kirchenführer gegangen. Möge „der Papst“ in Frieden ruhen.

Unser Prag-Trip aus einer anderen Perspektive

Regelmäßige Besucher dieses launischen kleinen Weblogs wissen es längst: Mitte März war ich mit zwei lieben Freunden in Prag, um dort die derbste Band der Welt live zu sehen. An jenem Wochenende hatte ich außerdem das Glück, endlich einmal im wahren Leben einen der Menschen kennenzulernen, mit denen ich mir seit Jahren dank Internet und Post Livetapes hin- und herschicke und mit denen ich mich „so richtig“ über die Band unterhalten kann. Die vielleicht schönste Überraschung war allerdings, dass wir uns auch über unsere musikalische Leidenschaft hinaus wirklich prächtig verstanden haben und etliche spannende, aufschlußreiche und einfach schöne Gespräche führen konnten. Der unvergeßliche Prag-Trip aus der Sicht von David hier kannst Du alles nachlesen! Ach ja, und ein Blick in die Fotogalerie von Davids Seite lohnt sich auch – da gibts ein paar fantastische Fotos aus Prag!

Photo taken by David Landsberger in our funky Prague hotel 😉

Support Acts für DMB-Sommertour bekanntgegeben

Bei der Wahl der Vorbands und Gäste für ihre diesjährige 50-Stop-Sommertour beweist die Dave Matthews Band wahrlich Geschmack. Es scheint, als begleite die versammelte erste Garde der „up-and-coming artists“ der Vereinigten Staaten die Band. Immer ein paar Auftritte lang mit auf Reisen sind North Mississippi Allstars, Jurassic 5, Galactic, Marc Broussard, Howie Day, G Love & Special Sauce, OAR, Robert Randolph & The Family Band und andere, weitere werden folgen. DMB alleine ist ja schon eine wirklich feine Sache. Aber dann noch im „Vorprogramm“ solche Leute wie Howie oder Marc? Super! Viel Spaß allen, die das in diesem Jahr erleben werden.

US-Rolling Stone schreibt über die "Children Of Rock"

Am 7. April wartet der US-Rolling Stone mit einer wirklich sehr interessanten Titelgeschichte auf. Es geht um Menschen mit solch prominenten Familiennamen wie Garcia, Lennon, Garfunkel oder auch Gaye. Aber nicht die prominenten Stars stehen im Mittelpunkt der Reportage, sondern deren Kinder. Und schon der erste Satz des Artikels bringt auf den Punkt, warum die Story über die „Children Of Rock“ absolut lesenswert ist:

Being raised by a rock star would seem to be every teenager’s dream, unless you happen to be that teenager. Then, things can get weird.

Da finden sich Geschichten von Jerry Garcias Tocher, die mit zarten anderthalb Jahren irgendwelche halluzinogen wirkenden Pilze geschluckt hat – weil Papa die halt aus Versehen hat rumliegen lassen. Und wenn sich dann Nona Gaye und Sean Lennon darüber unterhalten, wie sie beide im Kindesalter ihre Eltern durch Morde verloren, dann ist das zwar weniger lustig, aber umso packender. Seit langem mal wieder eine wirklich aufschlußreiche und fesselnde Titelstory des RS. Die beste Nachricht zum Schluß: große Teile der Geschichte kannst Du online lesen.