Schlagwort: Dave Matthews Band
LeRoi Moore ist tot
Habe grade meinen Feedreader angeschmissen und lese an allen Ecken und Enden eine schlechte Nachricht, die mich um Fassung ringen lässt: LeRoi Moore, der Saxophonist der Dave Matthews Band, ist gestern völlig unerwartet im Alter von 46 Jahren gestorben. R.I.P.
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Mike Greenhaus
Rolling Stone
DMBNews
siebenSACHEN vom 2. Juni 2008. Mit den Fratellis, North Mississippi Allstars, Paul Weller u.a.
– Heute komische MySpace-Mail gekriegt: „Verkehrssicherheitstag möchte dein Freund werden!“
– Am Freitag erscheint das neue Fratellis-Album, reinhören kann man beim Musikexpress.
– Paul Weller-Special von der BBC. Graham Coxon und Noel Gallagher preisen den Obermod. (mp3)
– Sehr schön: die North Mississippi Allstars sind jetzt auch im Live Music Archive verteten.
– Auftakt mit Pink Floyd- und Beatles-Covern, viel Gitarre und Songs aus dem Solo-Repertoire: die ersten zwei Konzerte der DMB-Sommertour sind Geschichte und hinterlassen gemischte Gefühle bei den Fans…
– Bon Iver beste Platte 2008? „As of now, yes. By a mile„, schreibt Chad und ich unterschreib das glatt.
– Weil ich’s neulich angeteast habe: The Real Tuesday Weld – The Day Before You Came.
DMB ab sofort ohne Butch Taylor
Die Top 7 der Dinge, die mir durch den Kopf gehen, wenn ich daran denke, dass Butch Taylor Dave Matthews Band verlassen hat.
7. Drei Tage vor dem Beginn der Tour? Da muss es Krach gegeben haben.
6. Was wird jetzt aus „Two Step“, „Grey Street“, „You Might Die Trying“, „Linus & Lucy“, „Dreaming Tree“, „Bartender“, „Rapunzel“…?
5. Laufen die aktuellen Studiosession wirklich so schlecht, wie alle unken?
4. Kann der Tim Reynolds nicht leiden? Butch kam 1998, als Tim ging. Tim kommt zurück – Butch geht…
3. Womöglich sollte DMB einfach mal ne längere Pause machen.
2. Herrje, er war doch nur der Tourkeyboarder…
1. Schade. Butch Taylor wird mir fehlen.
Dave Matthews Band – Live At Piedmont Park (3CD, 2007)

Läßt man mal die elf bisherigen Live Trax-Veröffentlichungen und die zahlreichen offiziellen Bonus- und Fanclub-Alben weg, handelt es sich bei „Live At Piedmont Park“ doch tatsächlich „erst“ um das achte offizielle Livealbum der Dave Matthews Band. Das Konzert aus dem letzten Jahr muss also schon was besonderes sein, wenn die Band beschließt, es offiziell auf den Markt zu werfen. Es muss? Naja, es sollte wenigstens – warum sonst stellt sich ein Hörer denn dann noch ein Livealbum ins Regal, und noch eins, und noch eins…?
Mal abgesehen davon, dass die Band im letztjährigen Vorweihnachtsgeschäft mit dem zweieinhalbstündigen Konzert sicherlich auch den einen oder anderen Dollar machen wollte, bietet die Show neben souveräner Meterware (hurra, die 8972. Aufnahme von „Too Much“, zum 872. Mal „Stay“….) zum Glück in der Tat ein paar Leckerbissen. Die gelungene Version des Allman-Brothers-Songs „Melissa“ mit Gregg Allman himself etwa, den traumwandlerischen Viertelstünder „The Dreaming Tree“ oder „What Would You Say“ mit meinem Helden Warren Haynes (auch wenn Warrens Gastauftritt diesmal nicht so cool ist wie bei der geilen Version von „Jimi Thing“ beim Central Park Concert 2003, die für mich einer der besten Momente der gesamten DMB-Geschichte ist).
Das wirklich tolle an dieser Aufnahme sind die durchweg sehr guten neuen Songs, die nach der 2005er-„Stand Up“-Platte entstanden sind – bei „#27“, „Cornbread“ und „Eh Hee“ erlebe ich eine Band in Topform und einen Dave Matthews, der endlich mal wieder überdurchschnittliche Songs schreibt und es liebt, diese zu singen, als gäbe es kein Morgen.
siebenSACHEN vom 6. Mai 2008. Mit Dave Matthews Band, Fettes Brot, Blind Melon u.a.
– Die schlimmsten Nummer-1-Hits der 90er listet Popdose auf.
– It’s Over: My Brightest Diamond covert Roy Orbison, zu finden bei My Old Kentucky Blog.
– Großartig! Tim Reynolds spielt den ganzen Sommer über mit der Dave Matthews Band – damit wird die Band auf ihrer Sommertour gleich um drei Leute ergänzt – Butch Taylor (keys), Rashawn Ross (horns) und Tim (git). Freu‘ mich schon auf die Liveaufnahmen.
– Gleich noch mal DMB: es gibt einen neuen Fan-Podcast mit Liveraritäten etc. Hier die erste Folge (mp3).
– Das Bon Iver-Album in seiner vollen Schönheit kann man derzeit hier anhören – was ich hiermit ausdrücklich empfehle.
– Am Freitag steigt in Hamburg das letzte Konzert der aktuellen Fettes Brot-Tour, und das gibts als Livestream an mehreren Orten im Internet, u.a. auf intro.de.
– Blind Melon („No Rain“) sind zurück – mit neuem Sänger und neuer Platte. Hier das Video zur ersten Single: „Wishing Well“.
siebenSACHEN vom 23. April 2008. Mit Conor Oberst, Portishead, Bo Burnham u.a.
– Bright Eyes-Chef Conor Oberst bringt im August ein Soloalbum raus
– The next record should surpass the likes of ‘Before These Crowded Streets”: Produzent Rob Cavallo spricht über die Aufnahmen zum neuen Dave Matthews Band-Album, nimmt den Mund ordentlich voll und die Fans lieben es.
– Wollt ich schon seit Tagen verlinken: Colin Meloy von den Decemberists als Gast-DJ bei All Songs Considered. Er plaudert über seine Musik und spielt ein paar seiner – teilweise recht obskuren – Lieblingslieder (mp3).
– Na huch, schon wieder was neues von Spoon: die Don’t You Evah EP.
– It Must Have Been Love: Get Well Soon covern Roxette (mp3) (via)
– Die neue Portishead (Albumstream): doch, gefällt mir. Aber so bahnbrechend, wie alle grade sagen, find ich sie dann auch wieder nicht.
– My whole family thinks I’m gay… Wieso ist eigentlich der unglaublich lustige Bo Burnham bisher an mir vorbeigegangen (weitere Videos hier)?
Wetlands Preserved – The Story Of An Activist Rock Club (DVD, 2008)

Ganz, ganz selten wünsche ich mir, zu einer anderen Zeit in einem anderen Land geboren zu sein; ganz konkret zum Beispiel zehn, zwölf Jahre früher und in New York City. Dann hätte ich vielleicht aktiv miterleben können, was ich heute in einer fantastischen Dokumentation sehen durfte: der Film „Wetlands Preserved – The Story Of An Activist Rock Club“ (endlich als DVD erhältlich) feiert den Öko-Aktivisten-Ska-Funk-Punk-Folk-Jamrock-Club Wetlands Preserve in NYC, von 1989 bis 2001 einer der einflußreichsten Läden der Stadt.
Fans von Phish, Dave Matthews Band, Spin Doctors, Blues Traveler, Moe., The Roots, Allman Brothers Bands, Pearl Jam, Sublime, Robert Randolph, Speadhead, 311 oder unzähligen anderen wissen genau, welche Live-Club-Legende hier im Mittelpunkt steht – das CBGB des Jamrock, quasi: Kifferhochburg, linkes Aktivistenzentrum und Brutstätte ganzer Musikbewegungen wie der Third Wave Of Ska oder der HORDE-Tour. Es macht Spaß, in diesem Film persönlichen Helden wie John Popper oder Chris Barron zuzuhören, wie sie ihre wichtige Teile ihrer Jugend und ihrer Karrieren mit diesem Club verbinden; es ist grandios, all diese geile Musik zu hören (ganz puristisch gibts in dem Film nur Musik, die tatsächlich auch im Wetlands aufgenommen wurde); es berührt mich, welche persönlichen Geschichten eine solche Doku über einen Rockschuppen hervorzubringen im Stande ist (der Dauerkonflikt des Gründers Larry Bloch zwischen Job und Familie und seine Entscheidung etwa). Filme wie dieser machen mir mehr Gänsehaut, machen mich mehr Lachen und Fühlen als zehn „Titanic“-Filme zusammen das könnten – weil es hier um meine Musik geht, meine Bands, und das, obwohl ich – viel zu jung (ich war ja zehn, zwölf Jahre zu jung und auf dem falschen Kontinent, siehe oben) – stets nur aus der Ferne ahnen konnte, was in Läden wie dem Wetlands vor sich gehen musste.
Dieser Film ist so cool, es ist fast nicht auszuhalten – logisch, dass ich mir jetzt eine CD einlege, um diesen einmaligen Laden zu feiern, für den ich dooferweise zur falschen Zeit am falschen Ort auf die Welt kam. Welcome, live at Wetlands…
Notizen vom 1. April 2008
– Sowas braucht der Dave Matthews Band-Fan von heute: alle, aber auch alle DMB-CD-Cover in bester Auflösung für iTunes und -Pod bei Flickr.
– Moby hat die Spendierhosen an und verschenkt Musik an nichkommerzielle Videofilmer und Filmemacher… (via)
– Steven Malkmus And The Jicks live in Washington, das gesamte Konzert zum Download (mp3) dank NPR und „All Songs Considered“.
– „fly alone“, „all for one“, „believe“, „rain“, „alone“, „give up“, „smile“, „without you“, „you stop“, „goodbye(s)“, „let you go“, „wonderful“, „bring me down“, „sad eyes“: laut.de über das Album „Fly Alone“ der Deutschlandsuchtdensuperstar-Darsteller.
– Das komplette neue Keith Caputo-Album anhören kann man hier.
– R.E.M. blicken im US-Rolling Stone auf ihre Alben zurück.
– Die dritte Single aus dem aktuellen Cat Empire-Album ist „Fishies“:
Notizen vom 22. März 2008
– In Billy Braggs Internet-Laden gibts drei Songs zum kostenlosen Download.
– Bloggers Lieblingsschwedin Lykke Li war beim SXSW Festival in Austin. Von einem ihrer Auftritte existiert eine sehr gute Soundboard-Aufnahme. Hier.
– Think indie rock for jazzheads, jazz for soul people, and soul for rockers. Das klingt dann so und kommt von Cassorla. Hier noch Ben Cassorla und Krystle Warren live (NPR Podcast, mp3):
– Dave Matthews Band: neues Album wird produziert von Rob Cavallo (Green Day, Jewel, Chris Isaak), Tim Reynolds ist erstmals seit 1998 auch wieder dabei (via)
– Suzanne Vega spricht im NPR über ihre Karriere (A Musician’s Life Podcast, mp3)
– Über Nicole Scherzingers Solo-Flop berichtet heute die Süddeutsche.
– Das perfekte Familienvideo? Kurz, prägnant und mit guter Musik unterlegt (hier: The Zombies). Herrlich! (via)