Notizen vom 3. April 2008

The Who are planning a collection of vintage R&B covers, similar to the Motown and James Brown songs they performed early on in their career, berichtet der Rolling Stone.

„Die Leute sagen, sie können ihre alten Eltern nicht pflegen – aber sie pflegen fast alle irgendwo eine Homepage, wie moralisch krank ist diese Gesellschaft eigentlich?“ Harald Martenstein will keine Homepage haben.

Karajan Superstar? Interessanter Beitrag heute morgen im Deutschlandradio Kultur (mp3).

– Hübsche neue Funktion bei eMusic – jetzt kann mal per Flash-„Play“-Button bereits in den Chart- und Neuvorstellungsseiten in die Musik reinhören.

– RIP: Klaus Dinger, Schlagzeuger bei Kraftwerk, ist am 21. März gestorben.

– Ein „neuer“ John Lennon-Song namens kommt: „Now And Then“ heißt das Uralt-Demo, das demnächst auf einer Tribute-Platte für den achten fünften Beatle Neil Aspinall veröffentlicht wird.

Change Rocks: A Very Special Evening with Dave Matthews and Tim Reynolds: Dave und Tim klampfen für Barack Obama – am Sonntag (6. April) in Bloomington, Indiana. Anlaß genug, hier mal ein Video von den beiden zu verlinken:

Notizen vom 2. April 2008

Here lies the shitty album: gibt’s demnächst keine schlechten Longplayer mehr?

– Bald gibts Toast: Neil Young bringt jetzt doch die bisher unveröffentlichte Toast-Session aus dem Jahr 2000 raus.

Plattenveröffentlichungen im Frühling – Pitchfork listet penibel auf.

– Calexico covern die Stones, Okkervil River Jandek und die Stereophonics Sinéad O’Connor, also Prince: Captain Obvious kloppt ein super Mixtape mit Coverversionen raus:

– War doch kein Aprilscherz: das nächste Weezer-Album wird tatsächlich „Weezer“ heißen, wie auch schon die alten Alben „Weezer“ und „Weezer“.

– Wurde aber auch Zeit: die ersten Bestenlisten des Jahres tauchen auf – hier: die besten Alben des ersten Quartals 2008.

Wenn der Sommer nicht mehr weit ist, und die Luft nach Erde schmeckt…: Frühling mit Konstantin Wecker.

Notizen vom 1. April 2008

– Sowas braucht der Dave Matthews Band-Fan von heute: alle, aber auch alle DMB-CD-Cover in bester Auflösung für iTunes und -Pod bei Flickr.

Moby hat die Spendierhosen an und verschenkt Musik an nichkommerzielle Videofilmer und Filmemacher… (via)

Steven Malkmus And The Jicks live in Washington, das gesamte Konzert zum Download (mp3) dank NPR und „All Songs Considered“.

„fly alone“, „all for one“, „believe“, „rain“, „alone“, „give up“, „smile“, „without you“, „you stop“, „goodbye(s)“, „let you go“, „wonderful“, „bring me down“, „sad eyes“: laut.de über das Album „Fly Alone“ der Deutschlandsuchtdensuperstar-Darsteller.

– Das komplette neue Keith Caputo-Album anhören kann man hier.

R.E.M. blicken im US-Rolling Stone auf ihre Alben zurück.

– Die dritte Single aus dem aktuellen Cat Empire-Album ist „Fishies“:

Paul Dimmer Band – Wenn alle Stricke reißen (2007)

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Als 2003 „Im kleinen Kreis“, die erste Platte der Paul Dimmer Band, rauskam, war sie fast zu viel für mich: diese verstörende Ruhe, dieses Gegenteil von Groove, diese Schwere… „Im kleinen Kreis“ war fremd und ungewohnt und gerade deswegen zog mich dieses Album in seinen Bann. Noch im selben Jahr habe ich die Band live gesehen und fand sie gut, danach hab ich sie auch noch gelegentlich gehört, aber im Großen und Ganzen zu den Akten gelegt. Auf einmal veröffentlichen die wieder ein Album! „Wenn alle Stricke reißen“ ist ohne Frage gut, aber leider auch nicht mehr – bei mir will sich einfach nicht die Magie des Erstlings einstellen: irgendwie klingt mir die Paul Dimmer Band neuerdings – und das ist wirklich nicht böse gemeint, schließlich gefällt mir ja, was ich da höre, nur kickt es mich eben nicht im erhofften Maße – zu typisch, zu erwartbar. Ich würde diese Platte gerne mehr lieben, als ich es tatsächlich tue. Sorry, Paul.

siebenSONGS (8)

The HeavyColeen

Bishop AllenClick Click Click Click

Phoebe Killdeer & The Short StrawsLet Me

Patrick ParkLife Is A Song

The Sound Of ArrowsDanger

Chuck Prophet + Stephanie FinchLet’s Help All The Cowboys (Sing The Blues)

Teenage PrayersDreams Of The South

Notizen vom 31. März 2008

Sven Regener: Neuer Roman kommt am 1. September.

– Die NATO macht demnächst Fernsehen.

– Gratis BjörkTribute-Sampler: Indie-Bands covern alles, von „It’s Oh So Quiet“ bis „Army Of Me“. (via)

– Eben bemerkt: meine Band 2zueins! spielt zur Pop-Up, aber eher zufällig… Vom 22. bis 25. Mai steigt die Musikmesse in Leipzig, und wir spielen am 24. Mai im / vorm Ohrakel-Plattenladen am Brühl.

So that, in the end, there was no end: Die 100 besten letzten Romanzeilen hat American Book Review aufgelistet (pdf).

– La Blogotheque in Athens, Georgia: R.E.M. hat jetzt auch ne Takeaway Show.

Der Typ, der nie übt, live… Niels Frevert:

siebenSONGS (7)

The Two Men Gentlemen BandStuff Your Ballot Box

Jamie LidellFigured Me Out (LA Garage Mix)

J. Spaceman & Sun City GirlsMr. Lonely Viola

Hush the Many (Heed the Few)Storyend

Benji CossaWith All My Luck

AnnualsSore

Jack And The PulpitsDance Area

Notizen vom 30. März

– Selbsthilfegruppe für alle, die Damien Rice und David Gray, Adele und Duffy, Josh Rouse und Josh Ritter nicht auseinanderhalten können: The „Twinning“ Of Rock Bands beim Word Magazine.

The Exit arbeiten an einem neuen Album – das waren die mit „Don’t Push“ (mp3)

– Ab morgen: Vieles neu bei Sevenload, schreibt DWDL.

– Neues Notwist-Album im Mai, vorab gibts „Good Lies“ gratis (mp3) – nett, haut mich aber nicht um.

– Die Minneapolis Star Tribune hat mit Vampire Weekend gesprochen.

Jackpot Baby!-Nico hat mit Bernd Begemann gesprochen.

This Is The New Shit: Marilyn Manson in Gebärdensprache…

siebenSONGS (6)

Nik FreitasAll The Way Down

Chris WallaSing Again

SolteroSongs Of The Season

Rocky VotolatoPortland Is Leaving

David DonderoRothko Chapel

What Made Milwaukee FamousSweet Lady

James O’Hara’s DetonatorsSneaking Around

What Made Milwaukee Famous – What Doesn't Kill Us (2008)

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Liebe auf den ersten Hördurchgang. What Made Milwaukee Famous ist meine Band der Stunde – letzte Woche hab ich sie zufällig in einem Podcast gehört und fand sie gut. Heute war das Album im Briefkasten. „What Doesn’t Kill Us“ ist ein 38minütiger Ritt durch die Popgeschichte. Vom zunächst verstörenden Drama im Opener „Blood, Sweat & Fears“ über die nur vordergründige Leichtigkeit der Single „Sultan“ (siehe Video) bis hin zu Meisterstücken wie „Resistance St.“ (mp3) und dem versöhnlichen „The Other Side“ am Schluß – die fünf Herren aus Austin verdichten Zutaten, die man von den Beatles, The Who, Neil Young, aber auch Radiohead, Muse und Screaming Trees kennt, zu einem dann doch recht eigenständigen und stimmigen Sound. Obendrein ist das geschmackvoll gestaltete Digipak, in das die CD gebettet ist, mal wieder ein guter Beweis dafür, dass physische Tonträger als Einheit von Musik und Artwork einfach eine stärkere Strahlkraft haben als praktische, aber „schnöde“ mp3-Downloads. „What Doesn’t Kill Us“ wird bei mir in der nächsten Zeit wohl auf Dauerrotation laufen: WMMF sind nicht Indie, nicht DIY, nicht everyblogger’s darlings – sie sind brillianter, großer Pop.