Notizen vom 28. März 2008

– Beim Aquarium Drunkard erinnert man sich an die 90er und ans „Yes“-Album von Morphine

– Komplettes Album der Dexateens gratis runterladen

Adam Green besoffen bei Stefan Raab

„Ich liebe die Idee, dass Radio sich Zeit lassen kann. Und dass es ein flüchtiges Medium ist: Kaum ist das Wort über den Sender gegangen, ist es auch schon weg.“ Die Zeit interviewt Radio-Mann Fritz Ostermayer

Also, ich mochte Are You Gonna Go My Way ja sehr…

Tapete Records hat einen YouTube-Channel mit aktuell 33 Videos, demnächst 34, wenn das neue Niels Frevert-Video dazukommt.

– Video: der Wiener Songwriter Florian Horwarth singt mit Cardigan Nina Persson „Baby You Got Me Wrong“ (via)

Mrazmania, mal wieder

Habe eben das neue Album von Jason Mraz vorbestellt, auf dem interessanten Weg. Der normale Weg: „We Sing. We Dance. We Steal Things„, das Ergebnis von drei Jahren Arbeit in mehreren Sessions, kommt am 13. Mai als CD raus. Der interessante: wer vorbestellt, kriegt die Songs des Albums vorab auf drei EPs in alternativen Versionen. Die EPs heißen konsequenterweise „We Sing“, „We Dance“ und „We Steal Things“. Und dann kommt im Mai als Krönung das Album, das alle Songs schließlich in den finalen Versionen bietet. Wer Album und EPs als CD kauft, kriegt zur Belohnung DRM-freie mp3-Downloads aller Veröffentlichungen gratis obendruff. Geile Sache, und ich freu‘ mich wie ein kleines Kind auf die viele neue Musik vom Mr. A-Z, dem ich einfach nicht widerstehen kann.

Jason Anderson – On The Street (2008)

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Was nix kostet ist nix wert? Diesen Spruch finde ich ja eh seltsam, und hier kommt mal wieder ein schöner Gegenbeweis. Jason Anderson aus New Hampshire verschenkt eine ganze EP („On The Street“) . Nicht vom eigenartigen Live-Intro abschrecken lassen; nach einer Minute kommen dann sieben Studioaufnahmen, die recht naturbelassen und direkt klingen. So sind „On The Street“ und „Omaha“ prägnante, rotzige Rocksongs, die Drums scheppern bisweilen etwas vordergründig, aber insgesamt ist die EP ganz schick und legt Todd Thibaud- und Bruce Springsteen-Assoziationen nahe. Ein Highlight ist „This Will Never Be Our Town“, weil es noch mal einen Zacken räudiger und aggressiver daherkommt als der gute Rest. Runterladen und selber hören: kost‘ nix, tut nicht weh, klingt gut.

Notizen vom 27. März 2008

The Black Keys – komplettes Album „Attack & Release“ hören, auf ihrer Website albernes Flashballerspielchen spielen.

– Ein College stolz auf seinen Absolventen: Berklee schreibt die CD Baby-Erfolgsgeschichte auf.

Got Soul? Im neuen Mixed Tape Videoflashirgendwas erforscht Mercedes-Benz den Soul. Und ich find dieses Format (Autobude macht einen auf „Tracks„) übrigens seltsam.

– Mir macht der Typ ja Angst… Ich erinner‘ mich noch mit Grausen an das legendäre „Motivationsvideo„.

Sinéad O’Connor: Covern und Gecovertwerden. Nette Hommage bei Cover Lay Down.

Das is doch mal ne schöne Website. Und die Musik ist auch nicht schlecht.

– Neuentdeckung des Tages: Phosphorescent. mp3 hier, unten das Video zum Song. (via)

siebenSONGS (5)

The Felice BrothersWonderful Life

Tender ForeverHeartbroken Forever

Crushed StarsSpies

Bon IverSkinny Love

Joan Of ArcA Tell-Tale Penis

The IndelicatesNew Art For The People (Demo)

A WeatherScrew Up Your Courage

Tobias Fröberg – Somewhere In The City (2006)

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Tobias Fröberg ist einer von den Musikern, über die der Rest der Welt offenbar schon seit Ewigkeiten Bescheid weiß. Nur ich hab offensichtlich den Gong nicht gehört und mir dieses geile Zeugs bisher durch die Lappen gehen lassen. Fröberg ist Schwede, beim 2006er „Somewhere In The City“ handelt es sich um sein zweites Album, inzwischen ist 2007 auch schon ein drittes erschienen. Das sind aber alles nur schöde technische Daten – auf die Musik kommt’s ja aber an. Die gewinnt ihre Größe durch clevere Sparsamkeit und eine ungezwungene Schönheit, die sich teilweise erst nach mehrmaligem Hören so richtig erschließt. Super Platte, für mich eine der Neuentdeckungen der letzten Tage. Und während ich das tippe, ist mir völlig klar, dass ich offensichtlich sooo 2006 sein muß, dass es fast schon weh tut.

Reinhören bei Myspace

Video: Tobias Froberg – On God’s Highway (Takeaway Show 33):

Notizen vom 26. März 2008

– Danny Goffey und Gaz Coombes von Supergrass zu Gast beim unterhaltsamsten Musikstammtisch, dem man im Internet zuhören kann: beim Word Podcast.

R.E.M. waren zu Gast bei der BBC und haben u.a. die Editors gecovert. Die Deaf Indie Elephants haben’s mitgeschnitten.

– Nachtrag zum Review von neulich: die Yeasayer live beim SXSW Festivial bietet das NPR als Podcast.

Who’s to say we’re not more like a-ha anyway? Vampire Weekend als Spin-Coverstory.

– Ein Jahr Arctic Rodeo Recordings. Das Label feiert, indem es sieben mp3 verschenkt, eins davon hier: Jonah MatrangaI Want You To Me My Witness (via)

U2 haben das beste Beatles-Cover aller Zeiten gemacht, meinen die Leser des US-Rolling Stone. Die Top 15 hier.

Michael Stipe Press Announcement:

siebenSONGS (4)

Ben PilgrimGod Should Have Made You Ugly

PlayRadioPlay!Madi Don’t Leave

Southern Tenant Folk UnionBack To Front

Suicide Bill And The LiquorsAlligator Arms

The PropellersCrop Circles

Southerly Young William Snow

Russell HubleyI’m Gonna Dig Myself A Hole

Jack Johnson – Sleep Through The Static (2008)

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Wollte mal schnell meinem Ärger über die neueste Platte von Jack Johnson Luft machen. Ist ja alles schön und gut, was er da so vor sich hin musiziert; tut niemandem weh, ist nett und irgendwie okay. Aber das war’s dann eben auch schon. Auch auf die Gefahr hin, jetzt wie ein nostalgischer Griesgram zu klingen: ich erinnere mich an die Zeiten, in denen Songs wie „Flake“ und Alben wie „On And On“ kleine Offenbarungen waren und wir begeistert waren, weil das zwar leicht, gleichzeitig aber auch kräftig und relevant klang. Und heute? Unauffällige Liedchen, hier und da vielleicht mal eine Melodie, die hängen bleibt, alles so übertrieben klinisch und fast schon beängstigend ideal, um nebenher zu bügeln, zu stricken oder Staub zu wischen. Ich find’s schade.