John Popper über die "Operation Season's Greetings"

Wie mehrfach berichtet, waren Blues Traveler kurz vor Weihnachten auf einer ganz besonderen Tour – sie haben US-Soldaten in Europa besucht, um sie mit der „Operation Season’s Greetings“ aufs Fest einzustimmen. Inzwischen ist John Popper wieder wohlbehalten zu Hause angekommen, und hat mit Bloomberg.com über Tatoos, seine Band und die Season’s Greetings gesprochen.

Ein wirklich lesenswertes Interview. Und wenn man bedenkt, wie oft Herrn Popper auf der Bühne fürgewöhnlich das F-Wort oder andere Garstigkeiten rausrutschen, dann muss die Tour durch US-Army-Stützpunkte, bei der auch noch die ganzen Familien der Soldaten anwesend waren, eine wirkliche Umstellung für ihn und besonders seinen Wortschatz gewesen sein…:

Schatz: Is there anything different about programming for a military show?
Popper: Well, when we did the concerts we were aware that a lot of the little kids were there. So, I’d say,„You guys are flipping excellent. You guys are a bunch of great mother-fathers.“

Das ganze Interview mit dem badass motherf…..ather John Popper gibts – zum Lesen und Hören – hier.

Jede Menge mehr über Blues Traveler im dunkelblau Weblog gibts hier.
Poster-Scan gefunden auf wolfgangsvault.com

Nix wie hin: Musik von Katy Pfaffl

Eine tolle Empfehlung vom Weblogkollegen Elchristo, die ich gerne weiterverbreite: Katy Pfaffl ist eine wirklich beachtliche Sängerin und Songschreiberin aus Milwaukee, die inzwischen in New York lebt und, wenn sie nicht gerade Gesangsstunden gibt, auch selbst Platten besingt und Konzerte spielt.

Auf ihrer Website katypfaffl.com findest Du jede Menge Lesenswertes über Katy und obendrein wirklich viele gute mp3s mit Stücken von ihren Platten. Ein Besuch lohnt sich und das Downloaden der Songs erst recht (Anspieltipps: „Someday“ und „Beautiful“).

Mehr über Katy Pfaffl gibts bei Christoph im Weblog, und natürlich auf Katys Seite.

Photo by Joshua Silk copied from katypfaffl.com.

Gib mir Musik: Bright Eyes – Going For The Gold

Conor Oberst wird ja von vielen geradezu vergöttert für sein ungewöhnliches, ehrliches Songwriting und seine erstaunliche Performance. Manche sagen, Oberst wäre der Retter der Popmusik. So weit würde ich nun nicht gehen. Spannend ist sein Material aber allemal – in diesen Tagen erscheinen gleich zwei neue Alben seiner Band Bright Eyes.

Ein wirklich schönes Stück von Bright Eyes ist „Going For The Gold“: es zeigt, wie erstaunlich direkt und leidenschaftlich Conor Oberst musiziert. Den Song gibts auf der Seite des Labels Saddle Creek zum legalen Download – einfach per Rechtsmausklick runterladen!

Top 5 vom 10. Januar 2005

05 Marc Broussard – Home
04 Dave Matthews Band – Sugar Will (live)
03 Spin Doctors – So Bad (live)
02 Kuhn – Scheinwerfer aus
01 Howie Day – Brace Yourself (live acoustic)

Wollte heute eigentlich noch mehr als die Top 5 ins Weblog stellen, das geht aber nicht: meine Tastatur gibt gerade den Geist auf und macht mir das Leben schwr: kaum ein Vokal auf dieser Tastatur, den ich nicht durch gradezu gewalttätiges Bedienn des Keyboards („Draufdreschen“ trifft es wohl am besten) in diesen Artkl, sorry, Artikel getippt kriege… Muss morgen drngd Abhlf schffn (okay, ganz so schlimm isses nicht, aber eine neue Tastatur muss hr, weil es so keinen Spß mcht). Bis morgen.

Blues Traveler jetzt bei Vanguard?

Dass etwas komisch ist am Vertrag der Blues Traveler mit Sanctuary Records vermuteten schon viele in den letzten Monaten: Wieso wurde das 2003er Album „Truth Be Told“ so wenig promotet? Warum erscheint die Live-CD „On The Rocks“ nicht zeitgleich mit der Live-DVD desselben Konzertes, sondern fast ein dreiviertel Jahr später? Wieso sind Blues Traveler zwar auf der Sanctuary-Homepage aufgelistet, die Unterseiten über die Band aber seit Monaten nicht erreichbar?

Ein BT-Fan, dessen Freundin beim US-Indie Vanguard Records arbeiten soll, hat jetzt in einem Blues Traveler-Forum verbreitet, die Band habe Anfang des Jahres bei Vanguard unterschrieben und habe somit eine neue Plattenfirma. Mal ganz abgesehen davon, dass die Quelle nun nicht wirklich vertrauenswürdig ist, wäre das eine gute Neuigkeit. Vielleicht bekämen die Jungs ja dort die Rückendeckung und Promotion, die sie verdienen.

Und noch etwas ist kurios an der Situation: damit wären die Herren doch glatt bei der gleichen Plattenfirma wie Sinéad O’Connor. Nun hat die kurz nach ihrem Signing mit Vanguard ganz aufgehört, Musik zu machen. Ich hoffe heiß und innig, dass die Blues Traveler – wenn sie denn jetzt wirklich bei Vanguard sind – nicht die gleiche blöde Entscheidung treffen wie die Dame aus Irland.

Poster gefunden auf bluestraveler.net.

Rock Hard Times: Moldy Peaches / Adam Green / FM4 / Haindling

Zeit für die erste Rock Hard Times nach dem Winterschlaf! Auch dieses Jahr weise ich in dieser Rubrik auf lesenswerte Netz-Artikel über Musik und Musiker hin. Es möge mir verziehen sein, dass ich auch 2005 dabei gelegentlich ins Plaudern gerate. So wie heute…

Der Adam, die Kimya und ich: Irgendwo in meinen Unterlagen liegt ein handgeschriebener (handgekrakelter) Brief einer gewissen Kimya Dawson rum. Die hatte ich vor drei oder vier Jahren mal angemailt, weil mir zu Ohren kam, dass der von mir sehr geschätze Chris Barron bei Kimyas (mir damals völlig unbekannter) Combo The Moldy Peaches für ein, zwei Konzerte Gitarre gespielt hat. Als Antwort bekam ich einen Brief von Kimya höchstselbst, beiliegend ein selbstkopiertes Album der Peaches und eine Kassette mit besagten Auftritten featuring Chris. Ich habe CD und Tape nie ganz angehört, weil ich das Antifolk-Geschrammel der Peaches nicht ertragen konnte, egal, ob da nun Herr Barron mit dabei war oder nicht.
Nie, wirklich nie, hätte ich mir träumen lassen, dass die Moldy Peaches mal weltweit Kult würden, diese selbstkopierte CD nur wenige Monate später ganz regulär in deutschen Plattenläden zu kaufen wäre, und dass Adam Green, der andere bei den Peaches, mal von der Musikpresse zum Retter der Popmusik hochgeschrieben würde.

Das mit Peaches-Kult und CD verstehe ich bis heute nicht. Das mit Adam Green schon. Traumhaft schön, sein Soloalbum „Friends Of Mine“ – nicht zuletzt, weil es so völlig anders ist als der Kram von den Moldy Peaches. Jetzt kommt das neue Adam Green-Album und gaesteliste.de hat mit dem schrulligen Fastsuperstar gesprochen:

„Die neuen Songs sind alle auf Tour nur mit Hilfe eines kleinen Cassettenrecorders entstanden“, erklärt Adam beim entspannten Gespräch mit Gaesteliste.de die minimale Pause zwischen der Tournee zu „Friends Of Mine“ und der Veröffentlichung von „Gemstones“, der im Februar bereits die nächste BRD-Tournee folgen wird. „Ich benutze beim Schreiben keine Gitarre, denn die wäre für mich nur eine Behinderung ? sie würde meiner Art des Songwritings im Weg stehen. Ich möchte nicht, dass mein schlechtes Gitarrenspiel Einfluss nimmt auf die guten Ideen, die ich im Kopf habe.“

Das ganze Interview mit Adam Green steht hier.

Glückwunsch 1: Das ORF-Programm FM4 ist nicht ohne Grund bei Musikliebhabern auch außerhalb Österreichs mächtig populär: hat man als Hörer doch das Gefühl, dass den Machern die Musik, die sie spielen, etwas bedeutet.
Weiterlesen „Rock Hard Times: Moldy Peaches / Adam Green / FM4 / Haindling“

Gib mir Musik: Me First And The Gimme Gimmes – For The Longest Time (live)

Sie sind sowas wie Amerikas schrillste Coverband – allesamt gestandene Punkrock-Heroen, die seit Jahren nix lieber tun, als sich an den großen Hits der Pop- und Rockgeschichte zu vergreifen, und daraus dann herzliche, rumpelnde und mächtig gut gelaunte Party-Punk-Stücke zu zaubern.

Me First And The Gimme Gimmes haben im Oktober 2004 ein Livealbum veröffentlicht, das den vielsagenden Titel „Ruin Jonny’s Bar Mitzvah“ trägt. Gepriesen wird der lustige Mitschnitt allerorten – von Fans wie Kritikern (man lese nur das euphorische Review auf allmusic.com!), doch ob es sich wirklich um eine Bar Mitzvah handelte, bei der sie da gespielt haben, oder ob das ganze nur ein großer für mich undekodierbarer Ulk war, vermag ich nicht zu sagen.

Zum Schreien schön ist die ganze Chose allemal. Und freundlicherweise stellen die Herren von Me First And The Gimme Gimmes eine ganz wunderbare Version des ollen Billy Joel-Klassikers „For The Longest Time“ zum legalen mp3-Download bereit. Und den kannst Du Dir per Rechtsmausklick genau hier abholen. Viel Spaß!

Danke für den Tipp an tonspion.de!

John Mayers Blues-Shows in New York City

Augen- und Ohrenzeugen berichten, dass John Mayers Bluesgigs am 28. und 29. Dezember in der New Yorker Webster Hall mächtig schicke Angelegenheiten gewesen sein müssen. An zwei aufeinanderfolgenden Abenden spielte der in diesem Jahr für zwei Grammies nominierte Jung-Star seine liebsten Blues-Perlen. Das beste: so wie es aussieht, wurden die Shows für eine professionelle CD-/DVD-Veröffentlichung mitgeschnitten. Bleibt also zu hoffen, dass auch wir Europäer bald in den Genuß dieser exklusiven Shows kommen (wenn auch nur als DVD). Wer nicht darauf warten möchte, kann sich ja mal bei eTree umsehen – bei den Shows wurden nämlich auch viele Taper gesichtet, ein paar gut klingende .shn-Mitschnitte kursieren sicher längst.

Jede Menge Fotos, zwei Videos und „Ich-war-dabei“-Berichte von den Konzerten finden sich auf dieser privaten Fan-Seite.

Nix wie hin: dmbnewstudioalbum.com

Huch, das ist ja mal eine schnelle Reaktion. Erst gestern richtete ich diese Worte an die von mir sehr geschätzte Dave Matthews Band:

Aber jetzt ran ans nächste Album, und noch ein paar Über-Songs schreiben…

Nun ist es freilich töricht zu glauben, wegen dieser meiner Zeilen in diesem meinem bescheidenen Weblog hätte sich über Nacht so viel getan. Aber es hat sich viel getan, und ein schöner Zufall ist das allemal.

Ganz DMBhausen ist nämlich seit ein paar Stunden in heller Aufruhr – jetzt ist nämlich eine offizielle Seite mit dem vielsagenden Titel dmbnewstudioalbum.com an den Start gegangen. Eine Seite, die nicht nur verkündet, dass das neue Studioalbum der Band bereits in diesem Frühjahr erscheint. Viel mehr noch: in kurzen News und Videoclips wird für die Fans die Enstehung der neuen Platte begleitet.

Tja, und weil manche DMB-Fans mit entschieden zu viel Arroganz und Freizeit gesegnet (gestraft) sind, wird seit Start der Seite in den einschlägigen Foren gelästert und gemotzt. Maßgeblich über diesen Mann hier:

Das ist Mark Batson, der Produzent des neuen DMB-Albums. Ein derzeit ziemlich angesagter Mensch, der auch schon mit Leuten wie Beyonce Knowles, India Arie oder Seal zusammengearbeitet hat. Na klar, und da schreien all die DMB-Hardcores gleich wieder „Verrat!“: das könne doch nur ein Sellout-Pop-Bullshit-Album werden, das wird alles ganz schrecklich und überhaupt und sowieso. Wer sich das Gezetere mal durchlesen mag, dem sei dieser Link zum nancies.org-Forum empfohlen (kein Witz: so ab Seite 80 wirds dann richtig interessant).

Ich seh das ganz entspannt: eine Band, die seit 15 Jahren gemeinsam Musik macht, braucht frischen Produzentenwind. Und wenn sich der Spaß, den die Jungs auf dem ersten Soistsbeiunsimstudio-Videoclip vermitteln, in irgendeiner Weise auf das neue Album niederschlägt, dann kann das nur eine reichlich interessante Platte werden. Und die ersten Hörproben klingen… Ja, anders als erwartet. Aber dennoch sehr vielversprechend.
Also, nix wie hin zu dmbnewstudioalbum.com und selber schlau machen!

Mehr über die Dave Matthews Band im dunkelblau Weblog gibts hier.
Photo of Mark Batson found at and copied from bmi.com
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