Kategorie: Musik
siebenSONGS 20. Mit Travis, Vic Chestnutt & Elf Power, Tom Fuller u.a.
The Sand Band – The Secret Chord (mp3)
The Layaways – All Around The World (mp3)
The Pica Beats – Poor Old Ra (mp3)
Tom Fuller – Only In America (mp3)
Vic Chesnutt, Elf Power, and The Amorphous Strums – Teddy Bear (mp3)
Will King – Edmund Pettus Bridge [How Long, Not Long]
I’m gonna take the trash out; I’ll be right back…
A 12-bar blues is […] generally three statements: […] take any situation – “Honey, I’m gonna take the trash out; I’ll be right back.” And she goes, “What?” And you have to repeat yourself: “Honey, I’m taking the trash out; I’ll be right back.” There’s a little more frustration in having to repeat yourself. She says, “I didn’t hear you.” And you go, “Look—I’m taking the trash outside; I don’t like it, but I’ve gotta take it out.” So, there’s a third phrase that’s different than the other two. That’s basically how a 12-bar blues is: “I woke up this morning, and I was feeling no pain…I said, I woke up this morning, and I was feeling no pain…I woke up this morning, and I don’t ever want to go back to sleep, again.” The frustration of having to say it again builds to a conclusion, and that’s basically how a lot of 12-bar blues narratives work.
aus: John Popper – Visions Of A Traveler (dringende Leseempfehlung, übrigens).
siebenSONGS 19. Mit Bob Dylan, Paul McCartney, Phish, Brett Dennen u.a.
Die 19. Ausgabe der siebenSONGS ist nichts weniger als episch: gleich zwei Gratis-mp3s rückt His Bobness Dylan anläßlich seiner neuen Raritätensammlung „Tell Tale Signs“ raus und Paul McCartney rockt wie lange nicht mehr als „The Fireman“ im Netz herum. Außerdem feiern wir die wunderbare Wiedervereinigung der großartigen Phish gebührend mit einem 15-Minuten-Brett aus den späten 90ern. Aber auch die „jungen“ Acts wie Heligoats oder Brett Dennen liefern alles andere als Standardkost… Bitteschön:
Bob Dylan – Dreamin‘ Of You (mp3)
Brett Dennen feat. Femi Kuti – Make You Crazy (mp3)
The Fireman (Paul McCartney & Youth) – Nothing Too Much Just Out Of Sight (mp3)
Brass Bed – BBC Midnight Broadcast (mp3)
Phish – Ghost (Live @ Lucerna Theatre, Prag, 06.07.1998) (mp3)
The Heligoats – Been A Drill (mp3)
randomi7er vom 5. Oktober 2008
The Uglysuit – Everyone Now Has A Smile. Höre ich grade zum ersten Mal, den Song – liegt daran, dass ich mir diese Platte auch eben erst bei eMusic besorgt habe. Stimme klingt ein wenig nach Conor Oberst, das Arrangements ist groß bis bombastisch – schön, mag ich.
R.E.M. – Imitation Of Live (MTV Unplugged). War nie wirklich Fan von R.E.M., irgendwie gut finde ich sie trotzdem. Und „Imitation Of Live“ ist ein super Song – allerdings gefällt mir die Albumversion dann doch besser als diese etwas behäbig-routinierte Unplugged-Fassung.
G. Love & Special Sauce – Back Of The Bus (A Year & A Night live). G. Love ist super: vielleicht nicht der versierteste Songwriter der Welt, aber ein Performer vor dem Herrn. Ich mag diese Mischung aus Pop, Rap, Blues und Rumgejamme sehr und finde diese Version von „Back Of The Bus“ sehr, sehr schick.
Joan Osborne – I’ll Be Around. Joan interpretiert auf „How Sweet It Is“ (von der dieser Song stammt) Soulstandards – und das äußerst gekonnt: mir gefällt, wie sie sich voller Respekt die Stücke zu eigen macht, und sie dennoch ins Hier und Jetzt übersetzt und nicht in den Siebzigern (oder so) kleben bleibt. Ja, Joan ist eine begnadete Interpretin.
Willie Nelson & Sinéad O’Connor – Don’t Give Up. Genau, das „Don’t Give Up“ von Peter Gabriel, das mit Kate Bush. Die Version von Willie und Sinéad (7 Minuten!) gehört zum besten, was ich jemals in meinem Leben gehört habe: dieser knarzige Country-Barde trifft auf die (stimmlich) gerade-noch-so jugendliche Sinéad, eine gewagte Kombination, die auf ganzer Linie gewinnt. Gott, ist das kitschig. Gott, ist das gut.
Jamie Laboz – The Darkness. Mr. Laboz hat letztes Jahr eine Art Öko-Rock-Oper geschrieben, die in voller Länge dann doch eher eine Geduldprobe ist als ein Hörgenuss. Auf meinem iPod, weil Aaron Comess von den Spin Doctors auf dieser Platte Schlagzeug spielt. Der Song selbst ist ein Blues, arrangiert irgendwo zwischen Krautrock und dem Gary Moore der frühen Neunziger – sehr speziell, aber dann doch alles andere als schlecht.
Katie Melua – Mockingbird Song. Die Melua finde ich einfach nett – und das ist absolut nett gemeint. Nette Stimme, nette Arrangements, nette Songs. Das isses dann aber auch schon.
randomi7er? randomi7er.
Kettcar – Am Tisch
Joan Osborne – Little Wild One (2008)

Joan Osborne… – ist das nicht die mit „What if god was one of us…“? Ja, genau die. Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger war sie Teil der New Yorker Jamband-Szene (Stichwörter: Wetlands, Blues Traveler, Spin Doctors) und Mitte der Neunzier landete sie mit „One Of Us“ einen Welthit. Seither ist ihr zwar ein Singleerfolg gleicher Dimension nicht mehr vergönnt gewesen, dafür hat sie sich über die Jahre einen Ruf als grandiose Interpretin und solide Songwriterin erarbeitet, der ihr zwischenzeitlich sogar den Job als Jerry Garcia-Ersatz bei The Dead, den Resten der Grateful Dead, eingebracht hat.
Jetzt legt sie ihr siebentes (oder achtes, je nach Zählweise) Album vor und begeistert ihre Zuhörer: Little Wild One ist eine fantastische Ode auf ihre Heimat, auf New York City geworden. Songs zwischen Americana, klassischer Folk- und Singer-/Songwriter-Tradition und Pop, ergreifend gut gesungen und arrangiert; leidenschaftlich, aber unaufgeregt, mit Mut zur großen Geste, aber absolut unpeinlich. Ja, ich versteige mich jetzt sogar mal zu der Behauptung, dass das hier das bisher beste Joan Osborne-Album überhaupt ist – „some are sweet, but you are sweeter than the rest“.
Ben Folds – Way To Normal (2008)

Drei Jahre Zeit gelassen hat sich Ben Folds für den Nachfolger des doch recht introvertierten und gesetzten, aber schönen Albums „Songs For Silverman“. Viel ist im Foldschen Universum in der Zwischenzeit passiert – um mal nur ein paar Sachen rauszupicken: etliche Internet-EPs, Tourneen mit großen Orchestern, eine Scheidung und, unlängst, eine Reunion der Ben Folds Five für eine Nacht.
Turbulenzen, Veränderungen und Standortbestimmungen, die man Way To Normal anzuhören glaubt. Der euphorische Auftakt mit „Hiroshima“ und „Dr. Yang“, das brilliante Duett mit Regina Spektor („You Don’t Know Me“) oder auch die wie üblich herzzerreißenden Balladen wie „Cologne“ – auf dem dritten regulären Soloalbum von Ben Folds klingt alles frischer und forscher, als man das zuletzt in Erinnerung hatte. Die von manchen nach „Silverman“ geäußerte Befürchtung, Folds würde es sich als „nächster Elton John“ bequem machen (okay, die Symphonieorchester-Geschichten waren aber auch grenzwertig!) ist unbegründet. Er schleudert sie immer noch raus, die ungestümen Melodieläufe und die zwischen ehrlicher Melancholie und pubertärer Dreistigkeit changierenden Texte; er hat sie immer noch perfekt drauf, diese angenehme Schrulligkeit, die ihn sicher und stets davor bewahrt, zu platt, zu beliebig, zu gefällig zu werden.
„Way To Normal“ ist – trotz ein, zwei schwächerer Momente, über die ich mal ganz großzügig hinweghöre – das richtige Signal im richtigen Moment: eine überraschend übermütige Platte, die ich so von Ben Folds gar nicht mehr erwartet hätte.
siebenSONGS 18. Mit Jenny Lewis, Lambchop, Fred, Mason Proper u.a.
Irland, Australien, USA – hier sind die weitgereisten und lange überfälligen siebenSONGS 18. Die erste Herbstladung mp3s rangiert zwischen Pop, New Country und Zeitlupen-Folk und klingt wie das erste bunte Laub auf den Stadtparkwegen – und noch besser.
Lambchop – National Talk Like a Pirate Day (mp3)
Ryan Montbleau Band – How Many Times? (mp3)
The Panics – Get Us Home (mp3)
Mason Proper – Lock And Key (mp3)
Jenny Lewis – Acid Tongue (mp3)