
Ja, natürlich ist das Pop. Selbstverständlich ist das Mainstream. Nein, von Jason Mraz liest man nix in den hippen Blogs, den Indie-Gazetten oder bei anderen angesagten Musik-Meinungsmachern. Dann eben bei mir: We Sing. We Dance. We Steal Things ist das dritte Studioalbum von Jason Mraz, und es ist ein Triumph.
Klar, die hochglanzproduzierten Songs schreien geradezu nach Radio-Airplay, und die kreischenden Mädels in den ersten Reihen der Mrazschen Shows werden nach dieser Platte mit Sicherheit nicht weniger – bei all dem, was man Abfälliges über Jason Mraz schreiben könnte, sollte man aber nicht versäumen, seine hohe musikalische Qualität, sein Songwritingtalent und nicht zuletzt seinen von modernem Minnesang bis coolem Stakkato-Rap so ziemlich alles souverän beherrschenden Gesang zu würdigen. Der neue, deutlich spürbare Soul-Einschlag mit pointierten Bläsersätzen und gelegentlichen Chören steht Mr. A-Z übrigens hervorragend, die meisten Melodien werden schnell zu Ohrwürmern, die ganze Platte strahlt eine Frische, Lebenslust und Zuversicht aus, dass man Künstler, Produzenten, Fans, Plattenfirma und Vertrieb nur beglückwünschen kann – „We Sing. We Dance We Steal Things“ ist eine Musik gewordene Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
Ja, natürlich ist es uncool, so was (wie in: „so was Kommerzielles“ et al.) cool zu finden – vielleicht hat diese Platte aber gerade deswegen beste Chancen, zu meiner persönlichen Lieblingsplatte des Sommers zu werden.





