Schuld und Sünde, Paradies und Privatradio

Auf den Tag genau zwölf Jahre ist es her, dass ich meinen Job als Redakteur für kirchliche Themen bei RADIO PSR in Leipzig angetreten habe – damals feierte der Sender seinen sechsten, heute logischerweise seinen 18. Geburtstag. Vieles hat sich über die Jahre verändert, weiterentwickelt, bewegt. Inzwischen arbeite ich für mehrere Programme, längst sind zu den kirchlichen Sendungen und Beiträgen jede Menge weitere Projekte hinzugekommen; „weltliche“ Aufgaben wie Texten, Konzipieren, Organisieren von Sendern, Sendungen und Formaten. Radio halt.

Aber kaum eines meiner Projekte hat es mir so angetan wie jene kleine Nischensendung, die ich gemeinsam mit meiner Kollegin Friederike Ursprung seit nunmehr fast acht Jahren jeden Sonntagabend machen darf: die „Themen, die Sachsen bewegen“. Wenn andere Tatort gucken, lassen wir mit und für die Pendler, Arbeiter, Nachtschwärmer oder Fernsehmuffel im Freistaat die Woche Revue passieren, blicken auf die wichtigsten Ereignisse aus Gesellschaft, Politik und – natürlich – Religion. Eine Spielwiese; mit Beiträgen um die drei Minuten und länger ein eher ungewöhnliches Format bei einem privaten Radiosender. Hin und wieder trauen wir uns aber auch ran an die ganz essentiellen Themen, die die Sachsen bewegen: Tod, Sterben, Schuld, Vergebung, Sünde, Erlösung – theologische Hammerbegriffe, die wir versuchen, greifbar, nahbar zu machen.

Das gelingt nicht immer, manchmal aber offenbar schon. Umso mehr freue ich mich, dass unsere kleine Sonntagabendinsel unlängst mit einem Preis versehen wurde: für zwei Schwerpunktsendungen, einmal zu „Schuld und Sünde“, einmal zum „Paradies“, haben wir den Hörfunkpreis Mitteldeutschland erhalten. Das ehrt uns sehr, und spornt natürlich an, weiterzumachen, besser zu werden, vielleicht noch mehr zu wagen. Denn auch nach zwölf Jahren bin ich überzeugt: Formatradio ist kein Schimpfwort, sondern kann für moderne, erwachsene, informative Unterhaltung stehen – und starke Botschaften transportieren.

Wer mal reinhören möchte in die „Themen, die Sachsen bewegen“: die Show läuft immer sonntags ab 20.00 Uhr beim sächsischen Sender RADIO PSR. Die von den Medienanstalten Mitteldeutschlands gewürdigte Ausgabe zu „Schuld und Sünde in unserer Zeit“ könnt Ihr Euch hier anhören:

Video: 2zueins! – Leiden (Uh la la) (2010)

Von der ersten Idee übers Kulisse-Selberbauen bis hin zu zwei schlauchenden, aber wunderbaren Drehtagen mit ganz vielen alten und neuen Freunden: im April und Mai haben wir ein Video zum 2zueins!-Song „Leiden (Uh la la)“ gedreht. Jetzt ist es fertig. Bitteschön:

Danke an alle Beteiligten, besonders unsere Darsteller und das Filmteam um Carina Gadomski, Eva Gühne, Ulf Wogenstein und Xenia Kalinitchenko. Mehr von meiner Band 2zueins! gibts hier (Bandseite), hier (Facebook), hier (Myspace) und hier (Meine „Diskografie“).

siebenSACHEN vom 5. Juni 2010: Lena, Stefan Raab, Chris Barron, Joachim Gauck, JBL On Tour XTB, Blues Traveler, oslog.tv, Miami Horror etc.

Blues Traveler spielen bei ihrem traditionellen Red Rocks-Konzert in diesem Jahr ihr erstes Album von vorne bis hinten.

– „Bürgerlicher geht es kaum: Joachim Gauck wäre auch als Bundespräsidenten-Vorschlag der Koalition vorstellbar gewesen – doch gefragt haben ihn SPD und Grüne.“ (spiegel.de)

– Das neue Lieblingsgadget im Hause Heinze: die/der/das JBL On Tour XTB. Kleines Wunderding mit geilem Sound.

– Bitte beim nächsten Grimme Online Award berücksichtigen – und Danke an Lukas und Stefan für die fantastische Unterhaltung: oslog.tv

Der Mann hinter Lena: „Herkules oder Die Marke Raab“ (faz.net)

– Die großartige neue EP von Spin Doctors-Frontmann Chris Barron kann man jetzt kaufen: die „Songs From The Summer Of Sangria“ gibts via Nimbit bei Facebook.

– Ein Video für die Ewigkeit: Miami Horror – Sometimes

Neue Musik: Stornoway, The Bear That Wasn’t, Sido, The National, Gisbert zu Knyphausen, Eli „Paperboy“ Reed, Salomon Burke, The Tallest Man On Earth

Stornoway – Beachcomber’s Windowsill (2010)
Junge Band aus Oxford. Die vier Herren machen ziemlich zuckrigen Pop, aber übertreiben es nie mit Niedlichkeit und Verspieltheit. Tolle kleine Melodien allerorten und im richtigen Moment kommen Bläser und Streicher zum Einsatz. So richtige Songs für die Ewigkeit sind auf „Beachcomber’s Windowsill“ zwar nicht zu hören, trotzdem kommt diese Platte für mich zur richtigen Zeit: angenehme Frühlingsmusik ist das.

Sido – MTV Unplugged Live aus’m MV (2010)
Dass ich mal wohlwollend über ’ne Sido-Platte schreiben würde, hätte ich mir bis vor ein paar Tagen nicht träumen lassen. Ich hab nicht wirklich viel Ahnung von deutschem HipHop, und Sido war für mich immer eher ein amüsanter Kasper als ein relevanter Künstler. Aber dann hab ich mir bei Spotify mal seine Unplugged-Session angehört – und bin angetan. Großartige Liveband, Sido performt auf den Punkt und mit hörbarem Spaß an der Sache. Natürlich hält das Album auch ein paar Tiefpunkte parat (die Gastauftritte von Kurt Krömer und Adel Tawil braucht kein Mensch), insgesamt ist das aber großes Entertainment. Sido unplugged: harte Schale, schlageresker Kern. Mir gefällt’s.

Salomon Burke – Nothing’s Impossible (2010)
Burke ist und bleibt einer der größten Soulsänger unter dieser Sonne, und daran ändert auch „Nothing’s Impossible“ nichts. Im Gegenteil: auf seiner neuen Platte stellt der unkaputtbare Salomon einmal mehr unter Beweis, was für ein begnadeter Showman er ist. Soul, Swing, ein wenig Rock und dazu das zeitlose Thema Liebe – you got me where you want me.

Gisbert zu Knyphausen – Hurra Hurra So Nicht (2010)
Hat mich das erste Album von Gisbert zu Knyphausen zwar interessiert, aber nicht wirklich gefesselt, so kriegt mich der seltsame Songwriter diesmal voll und ganz. Texte, für die manche morden würden, Melodien, die zwar unaufdringlich daherkommen, sich aber dauerhaft festsetzen. Das herrliche Gefühl, die Musik sei nur für einen selbst gemacht. Und mit „Melancholie“ legt zu Knyphausen die Latte für den besten Song 2010 schon mal mächtig, mächtig hoch.

The Bear That Wasn’t – And So It Is Morning Dew (2010)
Eine Latte, die für mich derzeit nur The Bear That Wasn’t überspringt. Das ist der Künstlername für Nils Verresen, er ist „just a Belgian boy with a guitar and an angelic voice“ (Pressetext). Das ist natürlich völlig untertrieben. Mit zahlreichen Freunden macht dieser Verresen bezaubernden Folk, überzeugt mit sanft, aber effektiv arrangierten Songs und begeistert durch eine lange nicht gehörte Mischung aus Leichtigkeit und – da isse wieder – Melancholie. Der beste Song? „Fizzy Good (Make Feel Nice)“.

The National – High Violet (2010)
Platten von The National irritieren mich immer ein wenig: dieses etwas Düstere, Nachdenkliche einerseits, und dieses übertrieben Pathetische andererseits. Eine Mischung, die mir durchaus gefällt. Und doch haben mich The National als Band nie völlig überzeugt, würde ich mich nicht als Fan bezeichnen. Bei „High Violet“ ist es wieder genau so. Eine schöne Platte, mit einigen echt famosen Momenten, aber nichts, was mich voll und ganz „packt“. Was mir sehr gefällt: „High Violet“ wirkt bei aller Mächtigkeit und Bedeutungsschwere dann aber doch irgendwie leichter, entspannter als frühere The National-Alben.

Eli ‚Paperboy‘ Reed – Come And Get It (2010)
Amerikanischer Mittzwanziger macht blinkenden, funkelnden Siebziger-Soulpop. Das ist retro bis zum Gehtnichtmehr, das ist eine wie für’s Feuilleton erdachte Künstlerbiographie. Das wäre alles ziemlich langweilig und berechnend – wenn es nicht so unglaublich gut wäre. Paperboy ist ein großartiger Entertainer und sein unbeschwerter, makelloser Pop macht schlicht und einfach… Spaß.

The Tallest Man On Earth – The Wild Hunt (2010)
Zum Schluß noch der Hinweis auf einen 27jährigen Mann aus Schweden, der so klingt, als wäre er irgendwo in den Wäldern Nordamerikas groß geworden. The Tallest Man On Earth heißt eigentlich Kristian Matsson und seine Musik lässt sich am besten als Folk beschreiben. Schöne Songs, bisweilen geht mir die arg markante Stimme (die in den besten Momenten an den jungen Bob Dylan erinnert) allerdings ein wenig auf den Keks. Davon abgesehen ist „The Wild Hunt“ aber eine absolut empfehlenswerte Platte.

Chris Barron & The Time Bandits – Songs From The Summer Of Sangria (2010)

Chris Barron hat eine neue EP veröffentlicht, die man derzeit komplett im Stream anhören kann. Als Fan und ehrenamtlicher Bandarchivar kann, will und werde ich hier gar keine sachliche Rezension versuchen – sondern möchte dem geneigten Leser ans Herz legen, einfach mal selbst in diese fünf großartigen Lieder reinzuhören:

siebenSACHEN vom 16. April 2010: Blues Traveler, Katar, Kirche, Stern TV, HTC Desire, Widespread Panic u.a.

Blues Traveler haben ihre Website generalüberholt. Und wenn ich das richtig überschaue, kann man dort jetzt so ziemlich jeden Song streamen, den die Band jemals offiziell veröffentlicht hat.

– Ein Buch wird Wirklichkeit? Vor ein paar Jahren hab ich Paul Tordays unfaßbar gute Satire „Lachsfischen im Jemen“ gelesen. Jetzt will Katar mit Sachsen-Know-How Fische züchten – in der Wüste. Und im Ernst.

– Zwei Mal hr2 Der Tag in Bestform: „Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Die Zukunft der Kirchen“ (mp3) — „100 Jahre Odenwaldschule – Reformpädagogik am Ende?“ (mp3)

– Ich hab’s getan: mir unvernünftigerweise ein neues Handy zugelegt – das HTC Desire.

Widespread Panic verschenken zwei Songs ihres neuen Albums „Dirty Side Down“. Hier geht’s zum Download, hier der Titelsong zum Anhören:

– 20 Jahre Stern TV: Stefan Niggemeier hat Günther Jauch interviewt.

– …und schließlich: die vielleicht tollste Gitarrenspieltechnik der Welt.

Fernkurs Theologie: Basis für „lebenslanges Lernen“


Jahrgang 2008 beendet Aufbaustudium „Theologie im Fernkurs“ an Katholischer Akademie Magdeburg

Halle/Saale. Mit einem „Tag der Theologie“ in Halle ging für 19 Absolventen am 27. März 2010 ein Aufbaukurs Theologie an der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg zu Ende. Die Studierenden aus den Bistümern Magdeburg und Dresden-Meißen erhielten von Kursleiter Dr. Michael Paetz Teilnahmebescheinigungen für ihr zweijähriges Fernstudium – die Zeugnisse über Abschlussarbeiten und Prüfungen erhalten die Studenten in den kommenden Wochen von der Domschule Würzburg. Akademiedirektor Hans-Joachim Marchio würdigte die Leistungen der Kursteilnehmer, die sich freiwillig und parallel zu Familie und Beruf für den insgesamt fünfjährigen Ausbildungsgang entschieden haben: „Der Kurs bietet philosophische und theologische Reflexion, die einmünden soll in einen Mentalitäts- und Bewusstseinswandel: den Kirchenraum zu verlassen und öffentlich Zeugnis zu geben.“

Besonders erfreut zeigte sich Marchio über das ungebrochene Interesse an den Theologie-Ausbildungen, die von der Magdeburger Akademie in Zusammenarbeit mit der Domschule Würzburg angeboten werden. „Oftmals denke ich, wie schön wäre es, wenn das Durchschnittsalter unserer sonntäglichen Gottesdienstbesucher auch so gut wäre wie hier in den Kursen – Menschen aller Generationen!“ Derzeit befinden sich noch rund 30 Studierende im dreijährigen Grundkurs, der im Dezember mit mündlichen Prüfungen endet und im Januar 2011 in einen weiteren Aufbaukurs mündet. Der Start des inzwischen vierten Grundkurses ist für den 28. August 2010 anberaumt, wieder sollen Interessierte aus den Bistümern Magdeburg und Dresden-Meissen an den Konsultationsorten Halle, Magdeburg und Zwochau theologische Grundlagen vermittelt bekommen.

Für die Absolventen, die jetzt in Halle ihren Aufbaukurs beendet haben, müsse damit nicht zwangsläufig die Beschäftigung mit der Theologie enden, betonte Marchio: „Vom letzten Kurs sagte mir jemand, er habe fünf Jahre studiert – und was nun? Es müsse doch weitergehen! Dem kann ich entgegnen: es geht weiter, es ist ein lebenslanges Lernen – nicht zuletzt mit den zahlreichen Angeboten der katholischen Akademien.“ So wurde auch beim „Tag der Theologie“ in Halle nicht nur gefeiert, sondern Wissen vermittelt: in einem Festvortrag sprach Dr. Stefan G. Reichelt vom Institut für Kirchengeschichte der Universität Leipzig über die Märtyer des 20. Jahrhunderts und den Umgang der christlichen Konfessionen mit diesen modernen Glaubenszeugen.

Hintergrund: Diesen Artikel habe ich für die katholische Wochenzeitung „Tag des Herrn“ geschrieben, wo er in der Printausgabe vom 11. April 2010 erschienen ist. Ich bin selbst Teilnehmer eines solchen Fernkurses im Bistum Magdeburg. Links zum Thema: Tag des HerrnFernkurs TheologieKatholische Akademie Magdeburg.

siebenSACHEN vom 31. März 2010

– Missbrauch I: Sinéad O’Connor ist derzeit Dauergast bei diversen US-Medien (z.B. in der Washington Post)zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche Irlands – wird sie 18 Jahre nach dem „pope incident“ von der öffentlichen Meinung rehabilitiert?

– Missbrauch II: spannendes Dossier zur Odenwaldschule und der Rolle der Medien in der ZEIT der vergangenen Woche.

– Die Medien und der Fall Kachelmann – Bedenkenswertes bei faz.net

Scientology-Film heute Abend im Ersten: er ist a) dringend nötig, b) filmisch wohl kein Highlight, aber okay und c) hoffentlich der Anstoß zu einer neuen Verbotsdiskussion.

– Sascha von musicheadquarter.de hat vorm Frankfurt-DMB-Konzert Dave Matthews getroffen und ihn interviewt. Die beiden haben u.a. über unveröffentlichte Raritäten und Setlisten gesprochen.

– Die aktuelle EP meiner Band 2zueins! gibts jetzt auch bei Spotify zu hören.

– …und schließlich eine echte bittersweet symphony von Tim Minchin – Not Perfect:

Neue Musik: Yeasayer, Robert Graham, Mighty Kate, Crooked Still, The Strange Boys, Midlake, Joy Kills Sorrow

Yeasayer – Odd Blood (2010)
War ihr Debütalbum noch ein ziemlich intensiver Worldmusic-Rock-Alternative-Trip, ist „Odd Blood“ jetzt wesentlich songorientierter, poplastiger geworden. Und das ist gut so. Statt sich zu kopieren, setzen die Herrschaften auf Veränderung. Zehn Songs, kein einziger Füller. Die Ersten unter Gleichen: „Ambling Alp“, „O.N.E.“ und „Madder Red“.

Robert Graham – Storm In A Teacup (2009)
Graham ist ein kanadischer Musiker, der sein Album im Eigenvertrieb veröffentlicht hat. Charmanter, unkomplizierter Pop mit zahlreichen hörbaren Einflüssen: Rock, Funk, Blues, Reggae. Produziert hat Chris Brown (der von Chris & Kate) und ich wäre nie auf diese schöne CD gestoßen, wenn nicht Eric Schenkman und Teddy Kumpel auf einem Track als Gäste dabeigewesen wären. Womit sich mal wieder zeigt: ein nerdiger Sammler zu sein, sorgt immer wieder für angenehme Überraschungen.

Mighty Kate – Mighty Kate (2010)
Das gilt ebenso für Mighty Kate. Die Sängerin Katy Pfaffl erfindet sich neu als „Mighty Kate“ und legt ein vor Optimismus, Kraft und Lebensfreude nur so strotzendes Debüt vor. Erhebende, glücklich machende Popmusik, die immer haarscharf am Kitsch vorbeischrammt – ich liebe es. Was das mit meinem Jäger- und Sammlertum zu tun hat? Auch hier hat ein Spin Doctor seine Hände im Spiel: Aaron Comess spielt alle Drums auf diesem liebenswerten, gelungenen Album.

Crooked Still – Shaken By A Low Sound (2006)
„Country“ steht da ganz nüchtern in der Genre-Spalte meiner Musikabspielsoftware. Ja, stimmt auch, natürlich. Aber eben mal wieder nicht dieser Garth Brooks-Lonesome-Cowboy-Quark, sondern etwas viel leichteres, intensiveres. „Alternative Country“ würde dem auch bloß nicht gerecht, weil da jeder gleich an Soul Asylum denkt. Nein, Crooked Still ist gerade so noch Country, aber irgendwie auch Folk. Und manchmal Bluegrass. Ach, egal…: eine wunderbare, warme Frauenstimme, vier Saiteninstrumente (darunter keine Gitarre, übrigens), eingängige Melodien. Ein Vergnügen halt.

The Strange Boys – Be Brave (2010)
Ich weiß nichts über diese Band, außer, dass ich in irgendeinem Spotify-Blog zufällig auf ihr Album gestoßen bin. Es war der Titelsong, der mich neugierig auf mehr gemacht hat. Diese Band klingt so dermaßen nach den Sechzigern, dass man kaum glauben kann, dass diese Platte eben erst erschienen ist. Räudiger, dreckiger Pop ist das, mit scheppernden Gitarren, schrägen Saxophonen, grandiosem Gesang – was für den Frühling.

Midlake – The Courage Of Others (2009)
Stimme ich ein in den Chor der Midlake-Preiser? Ja, ich stimme ein. „The Courage Of Others“ ist ein beachtliches Stück Musik: meistens warm und melancholisch, gelegentlich fast schon schüchtern, dann aber wieder im richtigen Moment laut und fordernd.

Joy Kills Sorrow – Darkness Sure Becomes This City (2010)
Und auch die letzte Veröffentlichung, über die ich heute schreiben möchte, ist eine eher sanfte Angelegenheit. Folk mit Banjos, Gitarren, Frauenstimmen und tollen lyrischen Momentaufnahmen. Durchweg schön anzuhören, wenn auch bisweilen etwas beliebig. Doch der Showdown ist dann wieder sensationell: „Darling I don’t understand what it is in you that makes such a bad man, the only thing I know is that you make me feel drunk“. Bam.

siebenSACHEN vom 16. März 2010

To sit still and think, without succumbing to an anxious reach for a machine, has become almost impossible: Fasten fürs Gehirn (bernetblog.ch)

Senden, kaum empfangen: bereits im Juli 2009 hat die Studie „Regierungskommunikation 2020“ untersucht, wie die Regierung online mit den Bürgern kommuniziert. Was hat sich seit dem Regierungswechsel getan? (politik-digital.de)

– Gleich nochmal Politik: Sascha Lobo sagt, was Politiker im Netz falsch machen – und warum er Guttenberg keine Ratschläge geben will (welt.de)

– Leider erst davon gehört, als sie schon vorbei war: die Free Music Week 2010. Was bleibt, ist eine Liste zu zahlreichen Creative-Commons-Künstlern. (via nicorola)

Warren Haynes pur: „Just before kicking off the Allman Brothers’ annual New York run, Warren Haynes dropped by the Rolling Stone offices to warm up with a couple tunes.“ (rollingstone.com)

2 blasts from the past: Jono Manson Band live (mit Bobby Sheehan & Chan Kinchla in der Band, dazu ein Gastauftritt von Chris Barron) im Live Music Archive. Außerdem aufgetaucht: eine 1996er Show von Eric Schenkman & The Chrysalids (mit René Lopez als Sänger) – bei eTree.org.

– Bobbie Gentry – Ode To Billie Joe: