The Crayon Fields – Mirror Ball (mp3)
Catie Curtis – Happy (mp3)
Nada Surf – No Quick Fix (mp3)
Jay Z feat. Santogold – Brooklyn Go Hard (mp3)
Jeb Loy Nichols – Whole Thing Going On (mp3)
The Audience – Christine (mp3)
The Crayon Fields – Mirror Ball (mp3)
Catie Curtis – Happy (mp3)
Nada Surf – No Quick Fix (mp3)
Jay Z feat. Santogold – Brooklyn Go Hard (mp3)
Jeb Loy Nichols – Whole Thing Going On (mp3)
The Audience – Christine (mp3)
Ben Harper ist so einer, der mich ans Gute im Menschen glauben lässt, ohne Wenn und Aber. Diesem Kerl zuzuschauen, wie er seine Lieder performt, ach was, erlebt, durchleidet, darbietet – das ist mit unpeinlichen Worten kaum zu beschreiben. Dieses Video hier ist ein eher zufällig ausgewähltes, aber absolut treffendes Beispiel dafür. Bin ja mal sehr gespannt, was es denn nun mit Harpers neuem Projekt Relentless7 genau auf sich hat – mir scheint, Harper will sich da ein bissel austoben und drauflosrocken. Bislang sind jedenfalls auf der Website seiner neuen Band drei ziemlich geile Cover zu hören… Nächstes Jahr wissen wir mehr, dann gibt’s Konzerte und Album. Für den Moment aber zunächst das hier:
Ben Kweller – Hurtin‘ You (mp3)
Cut Off Your Hands – Happy As Can Be (mp3)
Architecture In Helsinki – That Beep (Radioclit Remix) (mp3)
Friendly Foes – Get Yr Shit Together (mp3)
Sean Madigan Hoen – If You Must Dance (Do So Darkly) (mp3)
School Of Seven Bells – Connjur (mp3)
Pale Young Gentlemen – The Crook Of My Good Arm (mp3)
So viele gute Alben, die mir in der letzten Zeit begegnet sind – und so wenig Zeit, über sie alle ausführlicher zu schreiben. Damit sie nicht ganz durchrutschen, hier ein paar Empfehlungen „im Schnelldurchlauf“.
Saul Zonana – Blue Monkey: Songwriter Zonana haut schon wieder ’ne CD raus, diesmal eine Art Pop-Platte mit Jamband- und Progrock-Einflüssen. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, später dann süchtig machend.
Jai Agnish – Awake When You Dream: Super Folkplatte, reduziert auf ein paar Akustikgitarren, Keyboardmelodien, Harmoniegesänge und Percussion-Sprengsel. Und dann gibt’s das gesamte Album auch noch für lau. Unbedingt runterladen!
G. Love & Special Sauce – Superhero Brother: G. Love klingt wie G. Love klingt wie G. Love. Und das ist gar nicht so schlimm. Heiteres, bisweilen harmloses zehntes Album – das mich wohl für immer an meinen Sommerurlaub erinnern wird: „Who’s Got The Weed“ im Auto auf dem Weg zum Denver Airport.
Damien Dempsey – The Rocky Road: Der Mann ist auch verblüffendend arbeitswütig. Diesmal keine neuen eigenen Songs, sondern Irish Folk-Klassiker, eingespielt u.a. mit Kollegen von den Chieftains. Sehr irisch, sehr folkig, sehr schön.
Conor Oberst – Conor Oberst: Als die Platte frisch rauskam, war ich zunächst enttäuscht, weil mich das Soloalbum partout nicht so umhauen wollte wie die letzten Bright Eyes-Alben. Inzwischen hab ich meinen Frieden damit gemacht, ein paar Songs finde ich brilliant („Cape Canaveral“), ein paar nervig („I Don’t Want To Die In A Hospital“), die meisten gut.
Dave Matthews Band – Live Trax 13 (2008-06-07 Bush Stadium, St. Louis, Missouri): Wäre das ein normales Jahr für DMB und ihre Fans, könnte ich jetzt sowas schreiben wie „souveränes Live-Album; welcome back, Mr. Tim Reynolds an der E-Gitarre“. Aber so höre ich diese Aufnahme und krieg bei jedem Saxophonsolo Gänsehaut und werde schwermütig – LeRoi Moore ist tot und das ist auch drei Monate nach der Hiobsbotschaft echt schmerzhaft.
Dumpstaphunk – Listen Hear: Seit einigen Jahren sorgt Ivan Nevilles Dumpstaphunk-Combo mit ihren Konzerten für Furore – brachialer, konsequenter Funk, tief verwurzelt in den musikalischen Traditionen New Orleans‘. Das hier ist das erste offizielle Studio-Werk. Eine kurzweilige EP, aber live gehen Ivan & Co. noch wesentlich mehr ab.
So, und jetzt geh ich die MB und guck mir Josh Rouse an!!
Lange kein expliziter Spin Doctors-Content hier in meinem kleinen Blog. Zeit wirds: Chris Barron war dieser Tage im Studio des Radiosenders WNEW und sprach u.a. über seine Soloplatte „Pancho & The Kid“, über die Doctors-Reunion 2001 und seine Stimmbändererkrankung 1999. Obendrauf singt er drei Songs live: die Klassiker „Brokenhearted Serenade“ und „Can’t Kick The Habit“ und ein brandneues Lied, irgendwas mit „Just Go Ahead Now“. Okay, war nur Spaß: natürlich „Two Princes“. Das alles gibts hier.

Tastengenie Pat Daugherty hat aufgerüstet. Bestritt er die ersten vier Alben seines Urban-Jazz-Projektes New York Electric Piano nahezu exklusiv mit seinen Partnern Tim Givens (Bass) und Aaron Comess (Drums), sind NYEP auf King Mystery vom Trio zum Septett gewachsen. Und das erweitert den musikalischen Kosmos der New Yorker Jazzer enorm: Saxophone, Flöten, Gesänge, sogar Klänge eines selbskreierten Instruments namens Samchillian sind zu vernehmen. Die zusätzlichen Mitglieder machen den Gesamtsound farbiger und abwechslungsreicher, ohne dass das charakteristische des NYEP-Sounds verloren geht. Zappeliger, unruhiger, behaarlich groovender Großstadtjazz ist das, mit unerwarteten Wendungen und – im nächsten Augenblick – nahezu klassischen Improvisationen. Zusammengehalten wird das nach wie vor von Daughertys Ausnahme-E-Piano und dem durchdringenden Comess-schem Schlagzeugspiel. Fünf Alben in sechs Jahren – beim Einfallsreichstum und der Spielfreude von NYEP kann man nur hoffen, dass mindestens noch mal so viele gute Alben folgen.
Hörprobe aus King Mystery:
New York Electric Piano – Legend Of Baj (mp3)

Zeit hat er sich gelassen. Nach seinem 2004er Major-Debüt „Carencro“ (vgl. meine euphorische Kritik damals) hätte Marc Broussard eine ganze Menge Wege einschlagen können. Zum Beispiel den naheliegendsten: die ersten Chartserfolge nutzen, um die ohnehin an lärmenden kleinen Mädchen nicht gerade armen Konzertreihen weiter aufzufüllen mit noch mehr Teeniebopper-Publikum, das durch weitere Pop-Songs in seine Konzerte gerannt wäre. Oder den Ruhm der ersten US-weiten Aufmerksamkeit exzessiv auskosten, um dann später als „Celebrity“ in einer „Rehab“ zu landen (vgl. – leider – Alters- und Berufsgenossen Howie Day).
Erfreulicherweise entschied sich Broussard für eine andere Alternative: spielen, spielen, spielen – und dabei die „alten Meister“ studieren. So kam es, dass er vor zwei Jahren eine viel beachtete Cover-Sammlung mit Soul- und R’n’B-Standards veröffentlichte (vgl. „S.O.S. – Save Our Soul“), um sich mehr Zeit zu verschaffen bis zu seinem nächsten Album mit „eigenen Sachen“. Jetzt ist es da – und Keep Coming Back hat das Zeug, in ein paar Jahren selbst als R’n’B-Standard durchzugehen; eine zwingende, beseelte Platte eines grandiosen Sängers und Gitarristen, der so dermaßen den Soul hat, dass man ihn nur darum beneiden kann.
Zur freundlichen Beachtung und Nutzung: delicious sei Dank, gibts auch bei mir jetzt einen „Linkdump“ mit aktuellen Links zu empfehlenswerten Artikeln/Seiten/Angeboten, die mir so auf meinen Streifzügen durchs Internet begegnen. Rechts zwischen der Artikelübersicht und den Kommentaren – angenehme Lektüre wünsch‘ ich.
Letzten Donnerstag war David Sedaris in Leipzig zu Gast. Die Lesung war kurz, aber heftig und ungemein lustig. Und das anschließende Signierstundenplaudergespräch mit dem Meister brachte ans Licht, dass der Herr Künstler mich auf 23 schätzt. 23. Mich! Unnötig zu erwähnen, dass ich das seither jedem erzähle, der das eigentlich gar nicht wissen will. Aber auch ohne dieses – vermutlich, unter Umständen, womöglich sogar ernst gemeinte – Kompliment wär’s ein schöner Abend gewesen.
Aber was ich eigentlich sagen wollte: heute früh hat ihn seine Deutschlandtour ins Radio geführt – David Sedaris zu Gast bei Deutschlandradio Kultur. In den nächsten sieben Tagen kann man sich das hier noch mal anhören:
…und nachlesen kann man das Gespräch hier.
Und dass Schöner wirds nicht, Sedaris‘ aktuelles Buch, eine super Lektüre ist, erwähne ich nur zur Sicherheit, falls noch nicht klar genug geworden ist, dass ich ihn mag, diesen Mann, der mich auf 23 schätzt. Wo er mit seinen Fuffzig selber noch aussieht wie – nun ja… – 40.