Peter Rainbird – Fragments From A Journey (2008)

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Die Wahrscheinlichkeit, dass meine lieben Leser noch nie was von Peter Rainbird und seinem aktuellen Album Fragments From A Journey gehört haben, ist vermutlich recht hoch. Genau das möchte ich mit diesem kleinen Eintrag ändern.

Peter ist ein Brite, der – nach Stationen wie Los Angeles – inzwischen in Kanada lebt, und er macht Musik – Musik, die mich an Dave Matthews erinnert, aber auch an Klassiker wie Bob Dylan oder Neil Young. Mr. Rainbird schreibt vielleicht nicht die brilliantesten Songs der Welt. Aber er interpretiert SEINE Lieder auf beeindruckende Art und Weise: selbstbewußt und dennoch bescheiden; ehrfürchtig und dennoch sorglos. Und wenn er dann noch das viel strapazierte „She Moved Through The Fair“ anstimmt und mit traumwandlerischer Sicherheit eine der besten Interpretationen abliefert, die diesem Volkslied je widerfahren sind, dann wird endgültig klar: dieser Typ verdient jede Menge Aufmerksamkeit, und zwar sofort!

Herrliches Singer-/Songwriter-Album, das hoffentlich auch sehr bald ganz regulär bei uns zu haben ist.

siebenSACHEN vom 2. Dezember 2008. Mit Elton John, Randy Newman, Phish, Johannes Heesters u.a.

– Herrje: jetzt produziert Mark Ronson auch noch Elton John.

– Wunderbar: Randy Newman verschenkt „Losing You“ vom Album „Harps And Angels“

– Satz des Tages: „Ich bin schließlich keine hundert mehr!“ (Johannes Heesters)

– Neu: der großartige Versand CD Baby podcastet neuerdings auch und stellt zum Beispiel Indie-Weihnachtsrockmusik vor (mp3).

– 25 Artefakte zum 25. Geburtstag: Mike Greenhaus huldigt Phish.

Gottschalk im Senftopf: Nachdenken über „Qualität“ im deutschen Fernsehen

– Video: Ocean Colour Scene – I Told You So (2007)

Matt Pond PA – The Freeep (free EP, 2008)

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Matt Pond PA kommen aus New York. So viel weiß ich. Viel mehr aber auch nicht. Nur noch, dass mir ein Freund die eben erschienene Gratis-EP namens The Freeep (harr harr!) ans Herz gelegt hat. Zum Glück, denn diese neun Tracks sind super: irgendwo zwischen Okkervil River, The Cure, Shout Out Louds, Built To Spill und David Gray ist diese Musik zu Hause. Sehr eingängig, angenehm warm produziert, alles andere als LoFi-Indie-Gratis-Kram. Sondern ziemlich genau das Gegenteil – dringende Downloadempfehlung!

Download: Matt Pond PA – The Freeep (.zip-Datei, 9 tracks)

siebenSACHEN vom 1. Dezember 2008. Mit Blind Melon, Phantom Planet, Jay Bennett u.a.

– Drunter und drüber: Blind Melon haben vor ein paar Wochen ihren Sänger gefeuert, wollen aber weiter machen.

– Keine Lust mehr: Phantom Planet machen Schluß und lösen sich auf.

– Neues: Todd Thibaud bringt im Januar sein neues Album „Broken“ raus, schon jetzt gibt’s einen Outtake umsonst (mp3).

– Umsonst: Ex-Wilco-Mann Jay Bennett verschenkt sein neues Album.

– Hochsaison: Die Jahresbestenlisten 2008 kommen – und der Largehearted Boy sammelt sie alle.

Better to put out three tracks five times a year than fifteen all at once: Bob Lefsetz über Alben, Singles und Indie-Bands.

– Video: Leo Blais – Slow Drivin

siebenSONGS 23. Mit Nada Surf, The Audience, Jay-Z feat. Santogold u.a.

The Crayon Fields – Mirror Ball (mp3)

Catie Curtis – Happy (mp3)

Nada Surf – No Quick Fix (mp3)

Jay Z feat. Santogold – Brooklyn Go Hard (mp3)

Leo Blais – Nice Day (mp3)

Jeb Loy Nichols – Whole Thing Going On (mp3)

The Audience – Christine (mp3)

Ben Harper – She's Only Happy In The Sun

Ben Harper ist so einer, der mich ans Gute im Menschen glauben lässt, ohne Wenn und Aber. Diesem Kerl zuzuschauen, wie er seine Lieder performt, ach was, erlebt, durchleidet, darbietet – das ist mit unpeinlichen Worten kaum zu beschreiben. Dieses Video hier ist ein eher zufällig ausgewähltes, aber absolut treffendes Beispiel dafür. Bin ja mal sehr gespannt, was es denn nun mit Harpers neuem Projekt Relentless7 genau auf sich hat – mir scheint, Harper will sich da ein bissel austoben und drauflosrocken. Bislang sind jedenfalls auf der Website seiner neuen Band drei ziemlich geile Cover zu hören… Nächstes Jahr wissen wir mehr, dann gibt’s Konzerte und Album. Für den Moment aber zunächst das hier:

siebenSONGS 22. Mit Ben Kweller, Architecture In Helsinki, Friendly Foes u.a.

Ben Kweller – Hurtin‘ You (mp3)

Cut Off Your Hands – Happy As Can Be (mp3)

Architecture In Helsinki – That Beep (Radioclit Remix) (mp3)

Friendly Foes – Get Yr Shit Together (mp3)

Sean Madigan Hoen – If You Must Dance (Do So Darkly) (mp3)

School Of Seven Bells – Connjur (mp3)

Pale Young Gentlemen – The Crook Of My Good Arm (mp3)

Aufholjagd: Neue Platten im Überblick

So viele gute Alben, die mir in der letzten Zeit begegnet sind – und so wenig Zeit, über sie alle ausführlicher zu schreiben. Damit sie nicht ganz durchrutschen, hier ein paar Empfehlungen „im Schnelldurchlauf“.

Saul Zonana – Blue Monkey: Songwriter Zonana haut schon wieder ’ne CD raus, diesmal eine Art Pop-Platte mit Jamband- und Progrock-Einflüssen. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, später dann süchtig machend.

Jai Agnish –  Awake When You Dream: Super Folkplatte, reduziert auf ein paar Akustikgitarren, Keyboardmelodien, Harmoniegesänge und Percussion-Sprengsel. Und dann gibt’s das gesamte Album auch noch für lau. Unbedingt runterladen!

G. Love & Special Sauce – Superhero Brother: G. Love klingt wie G. Love klingt wie G. Love. Und das ist gar nicht so schlimm. Heiteres, bisweilen harmloses zehntes Album – das mich wohl für immer an meinen Sommerurlaub erinnern wird: „Who’s Got The Weed“ im Auto auf dem Weg zum Denver Airport.

Damien Dempsey – The Rocky Road: Der Mann ist auch verblüffendend arbeitswütig. Diesmal keine neuen eigenen Songs, sondern Irish Folk-Klassiker, eingespielt u.a. mit Kollegen von den Chieftains. Sehr irisch, sehr folkig, sehr schön.

Conor Oberst – Conor Oberst: Als die Platte frisch rauskam, war ich zunächst enttäuscht, weil mich das Soloalbum partout nicht so umhauen wollte wie die letzten Bright Eyes-Alben. Inzwischen hab ich meinen Frieden damit gemacht, ein paar Songs finde ich brilliant („Cape Canaveral“), ein paar nervig („I Don’t Want To Die In A Hospital“), die meisten gut.

Dave Matthews Band – Live Trax 13 (2008-06-07 Bush Stadium, St. Louis, Missouri): Wäre das ein normales Jahr für DMB und ihre Fans, könnte ich jetzt sowas schreiben wie „souveränes Live-Album; welcome back, Mr. Tim Reynolds an der E-Gitarre“. Aber so höre ich diese Aufnahme und krieg bei jedem Saxophonsolo Gänsehaut und werde schwermütig – LeRoi Moore ist tot und das ist auch drei Monate nach der Hiobsbotschaft echt schmerzhaft.

Dumpstaphunk – Listen Hear: Seit einigen Jahren sorgt Ivan Nevilles Dumpstaphunk-Combo mit ihren Konzerten für Furore – brachialer, konsequenter Funk, tief verwurzelt in den musikalischen Traditionen New Orleans‘. Das hier ist das erste offizielle Studio-Werk. Eine kurzweilige EP, aber live gehen Ivan & Co. noch wesentlich mehr ab.

So, und jetzt geh ich die MB und guck mir Josh Rouse an!!

Chris Barron bei WNEW Radio

Lange kein expliziter Spin Doctors-Content hier in meinem kleinen Blog. Zeit wirds: Chris Barron war dieser Tage im Studio des Radiosenders WNEW und sprach u.a. über seine Soloplatte „Pancho & The Kid“, über die Doctors-Reunion 2001 und seine Stimmbändererkrankung 1999. Obendrauf singt er drei Songs live: die Klassiker „Brokenhearted Serenade“ und „Can’t Kick The Habit“ und ein brandneues Lied, irgendwas mit „Just Go Ahead Now“. Okay, war nur Spaß: natürlich „Two Princes“. Das alles gibts hier.