Mein 2019: Lieblingskonzerte

10 – George Ezra, Leipzig, 5. Mai
Der Boy aus Bristol ist zum Superstar geworden. Und legt eine abendfüllende, familienkompatible Show hin, die irgendwo zwischen liebenswürdig und kitschig, sympathisch geerdet und dennoch leicht überdimensioniert einzuordnen ist. Am Ende gehen alle glücklich nach Hause und es bleibt die Gewissheit: dieser unheimlich nette George, der kann was.

9 – Cub Sport, Hamburg, 6. Februar
Versponnener Keyboard-Dream-Pop? Eigentlich nicht so meine go-to-Musikfarbe. Aber vielleicht hat mich die Show der australischen Band gerade deshalb so in ihren Bann gezogen. Große Melodien, ganz große Gefühle. Sänger Tim Nelson ist ein Superstar – noch mag das hierzulande nur für die Gay- oder Indie-Szene gelten. Aber es ist gewiss nur eine Frage der Zeit, bis Bühnen und Fanmengen größer werden.

8 – Gisbert zu Knyphausen, Leipzig, 29. Juni
Einer meiner Lieblingssongschreiber auf der Lieblings-Open-Air-Bühne der Stadt – die Voraussetzungen dafür, dass das ein wunderbarer Spätjuniabend werden dürfte, waren ideal. Gisberts Band und er wirkten auf mich eingespielter und harmonischer als zuletzt; die Stimmung bei Musikern wie Publikum war prächtig. So wurde es schließlich der ersehnte harmonisch-melancholische Sommerauftakt für alle Beteiligten.

7 – Christian Kjellvander, Hamburg, 5. Februar
Der umtriebige Schwede kam mit seiner Band in die Hamburger Livemusik-Institution Knust, um sein achtes Album „Wild Hxumans“ zu präsentieren. Eine beeindruckende Angelegenheit: Kjellvanders sonor-geheimnisvoller Gesang erinnert an Lou Reed und Jim Morrison, die Musik ist tempoarm, aber wuchtig. Wintermusik im besten Sinne – und zwar ganz große.

6 – Faber, Leipzig, 26. November
Der Skandalknabe aus der Schweiz wird wohl einer der großen Abräumer 2020. Gleich zwei Mal will er hier das Haus Auensee ausverkaufen, gleich zwei große bundesweite Touren im Frühjahr und Herbst wird es zu seinem zweiten Album geben. Beim Vorab-Gig im lauschigen Naumanns demonstriert Faber, wie er auch in Duo-Besetzung einen Saal zum Ausrasten bringt. Zynischer Songwriter-Pop mit Weltmusikeinschlag – so eine Nische muss man erst mal finden, sich zu eigen machen und besetzen. Faber hat’s geschafft.

5 – Jan Plewka & Marco Schmedtje, Hamburg, 8. Februar
Mein zweites „Behind the Bars“-Konzert der beiden Herren, diesmal in ihrer norddeutschen Heimat. Und die zwei unweit der Reeperbahn zu erleben, wie sie ihre heimelige, herrlich gefühlsduselige „Wir-ziehen-wahllos-Songs-aus-dem-Hut“-Show durchziehen, ist ein ganz besonderes Vergnügen. Wir hören Songs von Rio Reiser, Simon & Garfunkel und eigene Stücke und glauben später, an der Bar, alle gemeinsam wieder etwas mehr an das Gute im Menschen.

4 – Dave Matthews Band, Berlin, 23. März
Nach vier langen Jahren ziehen DMB wieder durch Europa, in diesem Jahr natürlich, um ihr aktuelles Album „Come Tomorrow“ zu promoten und die mit Keyboarder Buddy Strong in veränderter Besetzung aufspielende Band zu präsentieren. Drei Konzerte durfte ich erleben und damit eine Band in Top-Form bewundern. Am eindrücklichsten war die Show in Berlin – was an den 1-A-Sitzplätzen quasi über der Bühne und an der unfassbar großen Spielfreude der Matthewsschen Mannschaft gelegen haben dürfte.

3 – Niels Frevert, Dresden, 17. Oktober
Meine Güte, hat mir Niels Frevert gefehlt! Fünf Jahre hat er sich für’s Album „Putzlicht“ Zeit gelassen. Aus einer musikalischen und persönlichen Krise kommt er gestärkt zurück. Live bedeutet das vor allem: er rockt wie seit Jahr(zehnt?)en nicht mehr. Seine Band ist perfekt aufeinander abgestimmt, die Setlist überzeugt mit einem fairen Mix aus Neuem und Altem. Niels fliegt die Liebe des Publikums nur so zu und er genießt die Ovationen sichtlich. Erstaunlich: das alles funktioniert auch in abgespeckter Trio-Besetzung, wie ich ein paar Wochen später in Leipzig erleben durfte. Schön, dass Du wieder da bist, Niels.

2 – Dawes, Köln, 1. November
Ebenfalls eine kleine Ewigkeit ist es her, dass Dawes für ein paar Shows in Europa waren. Ich habe sie auf der Tour in Berlin und Köln erlebt und stimme all denen zu, die diese vier Herren für einen der stärksten Live-Acts unserer Zeit halten. Großes Songwriting, famose Performance, euphorisches Publikum. Der für mich größte Moment: das epische „Peace In The Valley“ im Kölner Artheater.

1 – Sinéad O’Connor, Berlin, 8. Dezember
Hätte mir jemand Anfang 2019 gesagt, dass ich noch am Ende desselben Jahres Sinéad O’Connor auf einem umjubelten, ausverkauften Konzert in Berlin erleben würde, ich hätte ihm oder ihr wohl einen Vogel gezeigt. Mit größter Sorge nahm ich all die Schlagzeilen der letzten Jahre zur Kenntnis, ihre psychischen Probleme, die Zerwürfnisse mit Freunden und Familie, die Gerüchte über Suizidversuche und und und. Doch tatsächlich: es scheint ihr wieder gut zu gehen. Gestärkt durch eine neue Band, ein neues Management und eine neue spirituelle Heimat (sie ist jetzt Muslima), setzt sie musikalisch dort an, wo sie vor ihrer Zwangspause seit 2015 war – mit einer frenetisch gefeierten Performance, die einen gelungenen Querschnitt durch ihr gesamtes Oevre liefert. Der Unterschied zu „damals“? Heute wirkt Sister Sinéad gelöst und gestärkt. Ihre Stimme ist dabei in Bestform: glasklar, druckvoll, mal markerschütternd, mal engelsgleich, immer magisch.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Mein 2019: Lieblingsalben

10 – Bon Iver – i,i
Nicht ganz so verkopft wie der brilliante Vorgänger. Eingängiger, direkter – dafür auch etwas weniger wuchtig, etwas weniger beeindruckend: „i,i“ wirkt stellenweise wie ein Bon-Iver-Best of. Zumindest finde ich mich in Justin Vernons Klanguniversum zwischen Samples, Jägerhüttenfolk und skurilem 80s-Saxofon inzwischen ziemlich problemlos zurecht und fühle mich dort auch entsprechend gut aufgehoben.

9 Chris Robinson Brotherhood – Servants Of The Sun
Ach, Neal Casal. Dass er nicht mehr da ist, ist das mieseste an diesem Musikjahr. Im Frühjahr erschien noch „Servants Of The Sun“ – ausgelassener, spielfreudiger Gniedel-Freak-Rock, so tanzbar und leicht, wie man das zuletzt kaum noch von der „Brotherhood“ kannte. Chris, Neal, Adam und die anderen gut gelaunt und bester Dinge. Mögliche Erklärung: „Servants“ wurde über ein Jahr zuvor eingespielt, seitdem muss viel passiert sein. Dann ein Horror-Sommer: erst schickt Robinson im Sommer die Bruderschaft in eine Dauerpause, später die Nachricht vom Suizid Casals. Schließlich folgt eine halbgare Black-Crowes-Reunion mit irgendwelchen hired guns. Was zum…?! Was bleibt, ist tolle Musik in einem tragisch-traurigen Kontext.

8 Mavis Staples – We Get By
Blues- und Soullegende Mavis Staples ist in diesem Jahr achtzig Jahre alt geworden. Ben Harper, der bereits mehrfach mit der Staple-Singers-Frontfrau zusammenarbeitete, schneidert ihr als Geburtstagsgeschenk ein fantastisches Album auf den Leib. Zeitlose, aufrichtige, kämpferische Musik, die frischer und aktueller gar nicht sein könnte.

7 Harry Styles – Fine Line
Spät im Jahr erobert sich Ex-One-Direction-Harry noch einen Platz in meinen Jahrescharts und in den Herzen von Millionen von Fans. Es ist, wie es ist: dieser Typ singt einfach mal klasse und macht bei unzähligen Promotionauftritten von SNL bis James Corden auch schauspielernd und palavernd eine bella figura. Doch das wichtigste ist die Musik, und die passt; für einen Popstar erstaunlich erdig, kernig, authentisch, dabei aber immer eingängig, smart und sexy.

6 The Tallest Man On Earth – I Love You. It’s A Fever Dream
Bester Albumtitel des Jahres. Aber auch sonst: Kristian Matsson alias The Tallest Man On Eartn liefert in diesem Jahr sein bisher stimmigstes Album ab. Ganz ohne große Band; Gitarren, Gesang und hier und da mal Klavier, Mundharmonika und Streicher stehen im Mittelpunkt. Wahrscheinlich hat er diesen Vergleich inzwischen mächtig satt, aber natürlich erinnert diese Platte an den jungen Dylan. Gleichzeitig hat Matsson aber auch über die Jahre seinen ganz eigenen, seltsam versponnenen Sound erschaffen. Muss man erstmal hinkriegen, Epigone und Stilbildner auf einmal zu sein.

5 The Highwomen – The Highwomen
Wer hier zum ersten Mal von den Highwomen liest, möge sich bitte schnell in die Thematik einarbeiten (Highwaymen mit Cash und Co, männerdominiertes Country-Business, Feminismus usw.). Schon so ist dieses Album ein stimmgewaltiger Volltreffer. Mit dem Wissen darum, dass hier vier Damen mal eben die komplette, nach wie vor arg rückschrittliche Country-Welt aufmischen, macht’s gleich nochmal so viel Freude, ihnen dabei zuzuhören.

4 Eric Schenkman – Who Shot John?
Als Hardcore-Fan der Spin Doctors könnte ich ja so einige kritische Fragen stellen: warum machen die alle ständig Soloplatten, obwohl sie regelmäßig zusammen touren? Warum hat Eric fünf dieser zehn Songs in den letzten zehn Jahren schon in anderen Versionen veröffentlicht und verkauft sie nun als neu? Und was für eine dreiste 1:1-Kopie eines eigenen Songs ist denn bitteschön „Far Away“. Denkt Mr. Schenkman etwa, wir hätten nie „If The River Was Whiskey“ gehört? Aber wie auch immer: dieses Album ist halt trotzdem der Hammer, macht Spaß, ist funky, ungestüm, voller Spielfreude. Und jetzt aber mal wieder ab ins Studio mit den anderen Doctors. Bitte!

3 Better Oblivion Community Center – Better Oblivion Community Center
Das Jahr ging schon gut los: ohne viel Vorab-Promo trat das Better Oblivion Community Center in unser Leben. Phobe Bridgers und Conor Oberst machen gemeinsame Sache und liefern ein wunderbares Album ab, das sich musikalisch irgendwo zwischen Indierock, Folk und Pop bewegt.

2 Niels Frevert – Putzlicht
Was für eine triumphale Rückkehr nach ein paar Jahren der Pause, der künstlerischen Krise, des Unter-dem-Radar-Bleibens: Niels Frevert ist wieder da. Was soll ich groß schreiben über diesen von vorne bis hinten gelungenen großen Wurf? „Putzlicht“ macht mich einfach glücklich.

1 Trey Anastasio – Ghosts Of The Forest
Trey Anastasio verarbeitet auf diesem Soloalbum den Verlust seines Freundes Chris Cottrell, den er seit Kindertagen kannte und der 2018 einem Krebsleiden erlag. Anastasio gelingt dabei ein erstaunlich hoffnungsvoller Songzyklus, der all das vereint, was man am Phish-Sänger und -Gitarristen über die Jahrzehnte schätzen gelernt hat: sein lyrisches Talent. Seine Gabe, in Gitarrensoli ganze Geschichten zu erzählen. Seine Vorliebe für das Brechen von Erwartungen und Konventionen in Sachen Songstruktur und Klang. Ganz, ganz groß.

Meine zehn Lieblingsalben 2019 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingsalben 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2006, 2005, 2004.

3. Quartal 2019

Gehört:
The Allman Betts Band – Down To The River
Trey Anastasio – Ghosts of the Forest: Beneath a Sea of Stars (Live)
Blues Traveler – 1990-08-17 – Long Beach Island Foundation of the Arts and Sciences, Loveladies, NJ
Blues Traveler – 2019-07-12 – The Stone Pony Outdoor Stage, Asbury Park, NJ
Blues Traveler – 2019-07-13 – MECU Pavilion, Baltimore, MD
Blues Traveler – 2019-07-26 – The Peach Music Festival, Scranton, PA
Blues Traveler – 2019-07-27 – Jacobs Pavilion at Nautica, Cleveland, OH
Blues Traveler – 2019-07-28 – PNC Pavilion, Cincinnati, OH
Blues Traveler – 2019-08-04 – Red Hat Amphitheater, Raleigh, NC
Blues Traveler – 2019-08-06 – White Oak Amphitheatre, Greensboro, NC
Blues Traveler – 2019-08-09 – White Oak Music Hall, Houston, TX
Blues Traveler – 2019-08-10 – The Pavilion at the Toyota Music Factory, Irving, TX
Blues Traveler – 2019-08-11 – Stubbs BBQ, Austin, TX
Bon Iver – i,i
Dawes – North Hills – The Ten Year Celebration (2019-07-27, Newport Folk Festival)
Dawes – 2019-02-10 – Ryman Auditorium, Nashville, TN
Niels Frevert – Putzlicht
Gene – 1995-01-25 – Club Gino, Stockholm, Sweden
Gene – 1996-11-13 – Astoria, London, UK
Gene – 1997-03-01 – Royal Albert Hall, London, UK
Gene – 1997-10-27 – Zodiac, Oxford, UK
Gene – 2001-09-19 – Maida Vale 4, London, UK
Gene – 2004-12-14 – Academy 2, Manchester, England
God Street Wine – 2019-07-02 – House of Independents, Asbury Park, NJ
God Street Wine – 2019-07-03 – Gypsy Sally’s, Washington, DC
God Street Wine – 2019-07-05 – moe.down XXVII, Snow Ridge Ski Area, Turin, NY
God Street Wine – 2019-07-06 – Brooklyn Bowl, New York, NY
Godfrey & The Grand Sons – 2016-07-15, Bayreuth, Germany
Gov’t Mule – 2019-04-18 – Pabst Theatre, Milwaukee, WI
Gov’t Mule – 2019-06-28 – Stone Pony Summerstage, Asbury Park, NJ
Wayne Graham – Songs Only a Mother Could Love
The Highwomen – The Highwomen
Die Höchste Eisenbahn – Ich glaub dir alles
Dave Matthews – 2019-09-11 – SiriusXM Studios, Los Angeles, CA
Dave Matthews Band – 2019-05-14 – Wells Fargo Arena, Des Moines, IA
Dave Matthews Band – 2019-05-17 – The Cynthia Woods Mitchell Pavilion, The Woodlands, TX
Dave Matthews Band – 2019-06-19 – Bethel Woods Center for the Arts, Bethel, NY
Dave Matthews Band – 2019-06-28 – Ruoff Home Mortgage Music Center, Noblesville, IN
Dave Matthews Band – 2019-07-05 – Alpine Valley Music Theatre, Elkhorn, WI
Dave Matthews Band – 2019-07-12 – Saratoga Performing Arts Center, Saratoga Springs, NY
Dave Matthews Band – 2019-07-19 – PNC Music Pavilion Charlotte, Charlotte, NC
Dave Matthews Band – 2019-07-20 – Jiffy Lube Live, Bristow, VA
Dave Matthews Band – 2019-07-26 – Coral Sky Amphitheatre at the South Florida Fairgrounds, West Palm Beach, FL
Dave Matthews Band – 2019-08-23 – Fiddler’s Green Amphitheatre, Greenwood Village, CO
Dave Matthews Band – 2019-08-30 – Gorge Amphitheatre, George, WA
Dave Matthews Band – 2019-09-06 – Harveys Lake Tahoe Outdoor Arena, Stateline, NV
Dave Matthews Band – 2019-09-13 – Ak-Chin Pavilion, Phoenix, AZ
My Brothers & I – Heartbeat (Remixes)
My Morning Jacket – The Tennessee Fire: 20th Anniversary Edition
Phish – 2019-07-12 – Alpine Valley Music Theatre, East Troy, WI
Phish – 2019-07-13 – Alpine Valley Music Theatre, East Troy, WI
Phish – 2019-07-14 – Alpine Valley Music Theatre, East Troy, WI
Propsteichor Leipzig – Archiv: Aus der Sammlung Georg Trexler Vol. 1
Propsteichor Leipzig – Archiv: Aus der Sammlung Georg Trexler Vol. 2
Robert Randolph & The Family Band – Brighter Days
Eric Schenkman – 2018-09-30 – Rockwood Music Hall, New York City, NY
Travis T Warren – Two Wolves

Gesehen:
Eels, Haus Auensee, Leipzig
Robert Ellis, Haus Auensee, Leipzig
Kaleb Erdmann, Klosterhof, Wechselburg
Gewandhauschor Leipzig, Propstei, Leipzig
Leipziger Symphonieorchester LSO et al., St. Sebastian, Magdeburg
Patchwork, Propstei, Magdeburg
VCL Vocalconsort, Propstei, Leipzig

Gelesen:
Sarah Kuttner – Kurt
Victor L. Wooten – The Music Lesson: A Spiritual Search for Growth Through Music

2. Quartal 2019

Gehört:
Trey Anastasio – 2019-04-26 – Beacon Theater, New York, NY
Trey Anastasio – Ghosts Of The Forest
Blues Traveler – 1997-11-22 – Aragon Ballroom, Chicago, IL
Blues Traveler – 1998-07-04 – Red Rocks Amphitheatre, Boulder, CO
Blues Traveler – 2019-03-16 – Parc International, Lafayette, LA
Blues Traveler – 2019-05-25 – Three Sisters Park, Chillicothe, IL
Blues Traveler – Live From WBCN Studios, Boston, MA, Oct 12th 1995 WBCN-FM Broadcast
Marc Broussard – Home (The Dockside Sessions)
Calexico & Iron And Wine – Years To Burn
Circles Around The Sun – Let It Wander
Collegium Orientale Eichstätt – Der Hymnos Akathistos auf die immerwährende Jungfrau und Gottesgebärerin Maria
Collegium Orientale Eichstätt – Himmel und Erde singen, jubilieren
Charlie Cunningham – Permanent Way
Dead & Company – 2019-05-31 – Mountain View, CA
Doc Robinson – Travelogues
Justin Townes Earle – The Saint Of Lost Causes
The Felice Brothers – Undress
Shlomo Franklin – Apt. 16
Fettes Brot – Lovestory
Ghosts Of The Forest – 2019-04-06 – The Anthem, Washington, DC
Ghosts Of The Forest – 2019-04-05 – Met Opera House, Philadelphia, PA
Ghosts Of The Forest – 2019-04-09 – Palace Theater, Albany, NY
Ghosts Of The Forest – 2019-04-10 – Orpheum Theatre, Boston, MA
Rhiannon Giddens – there is no Other (with Francesco Turrisi)
God Street Wine – 1994-10-08 – E86th Street HMV, New York, NY acoustic
God Street Wine – This Fine Town
Gov’t Mule – Bring On The Music: Live at The Capitol Theatre
Glen Hansard – This Wild Willing
Jamestown Revival – San Isabel
Oliver Kennan – Oh Boy
Lettuce – 2018-12-31 – Emo’s, Austin, TX
Lettuce – Elevate
James Maddock – If It Ain’t Fixed, Don’t Break It
Dave Matthews Band – 2018-07-24 – PNC Music Pavillion, Charlotte, NC
Dave Matthews Band – 2018-12-14 – John Paul Jones Arena, Charlottesville, VA
Dave Matthews Band – 2019-03-08 – Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf, Germany
Dave Matthews Band – 2019-03-15 – AFAS Live, Amsterdam, Netherlands
Dave Matthews Band – 2019-05-07 – Oak Mountain Amphitheater, Pelham, AL
Dave Matthews Band – 2019-06-14 – BB&T Pavillion, Camden, NJ
Dave Matthews Band – 2019-06-21 – Xfinity Center, Mansfield, MA
Dave Matthews Band – Live Trax, Vol. 47: 1997-08-06 Meadows Music Theatre, Hartford, CT
Dave Matthews Band – Rhino’s Choice
moe. – 2019-02-23 – Beacon Theatre, New York, NY
My Morning Jacket – 2018-03-02 – One Big Holiday Night 1, Punta Cana, DR
My Morning Jacket – 2018-03-03 – One Big Holiday Night 2, Punta Cana, DR
My Morning Jacket – 2018-03-05 – One Big Holiday Night 3, Punta Cana, DR
Phish – 2019-06-14 – Bonnaroo Arts & Music Festival, Manchester, TN
Phish – 2019-06-16 – Bonnaroo Arts & Music Festival, Manchester, TN
Phish – Live Bait Vol. 16
Propstei St. Trinitatis Leipzig – Propsteimusik 2018. Ein Rückblick
Josh Ritter – Fever Breaks
Chris Robinson Brotherhood – 2019-01-31 – Crested Butte, CO
Chris Robinson Brotherhood – Servants of the Sun
Luke Sital-Singh – A Golden State
Southern Avenue – Keep On
Spafford – 2019-02-01 – The Vogue, Indianapolis, IN
Mavis Staples – We Get By
The Tallest Man On Earth – I Love You. It’s A Fever Dream.
TAUK – Real TAUK, Vol. 2
Todd Thibaud – Hill West
Todd Thibaud – Hill West Solo
Vampire Weekend – Father of the Bride
Vernon Webb – Back To Normal & Beyond
Von Wegen Lisbeth – sweetlilly93@hotmail.com
Yeasayer – Erotic Reruns

Gesehen:
Cossibeat, Propstei, Leipzig
Crying Dutchman, MALA, Leipzig
George Ezra, Arena, Leipzig
Fabrik, MALA, Leipzig
Wayne Graham, Parkbühne Geyserhaus, Leipzig
Gromko, pax Jugendkirche, Leipzig
Hot 8 Brass Band, Arena, Leipzig
Gisbert zu Knyphausen, Parkbühne Geyserhaus, Leipzig
Schola Gregoriana, Dom, Eichstätt
voxaccord, Scheune, Schmochtitz

Gelesen:
Daniel Bogner – Ihr macht uns die Kirche kaputt … doch wir lassen das nicht zu!
Christian Fuchs, Paul Middelhoff – Das Netzwerk der Neuen Rechten.
Sophie Passmann – Alte weiße Männer
Roger Willemsen – Afghanische Reise
Hanya Yanagihara – Das Volk der Bäume

Bunt und friedlich: Auch so geht Europa

LVZ-Kolumne Mai 2019

Zwei wichtige Europa-Ereignisse stehen bevor: zum einen die Europawahl. Hier in Deutschland wählen wir am Sonntag in einer Woche das neue Europäische Parlament. Nun kann man aktuell nicht gerade von Europa-Euphorie sprechen: Großbritannien steht kurz vor dem Brexit, in nahezu allen Ländern gibt’s nationalistische Bewegungen und Parteien, die Anti-Europa-Stimmung machen. Außerdem war die Beteiligung an Europawahlen noch nie besonders hoch.

Das andere Euro-Großevent steigt bereits am heutigen Abend*: das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv! Nun rollen Sie bitte nicht gleich mit den Augen. Natürlich ist es gewagt, die seriösen, wichtigen Europawahlen mit einem knallig bunten Schlagerwettbewerb in einen Topf zu werfen. Doch ich mache das trotzdem!

Schon die Tatsache, dass die Macher des ESC das mit Europa geografisch nicht so ernst nehmen (Australien und Israel gehören halt dazu), ist mir sympathisch. Dann der Wettbewerb an sich. Es geht um Dreiminutenlieder und wie und von wem sie dargeboten werden. Alles ist möglich: da gibt’s alberne Balkan-Boygroups, transsexuelle Superstars, blonde Schönheiten mit im Windmaschinen-Sturm wallendem Haar und viele mehr. Ob schrill oder konventionell – der ESC ist ein friedlicher Wettbewerb, ein großes Vergnügen, ein schillerndes Beispiel für gelebte Toleranz und Vielfalt; über Kulturen, Religionen, Grenzen hinweg. Dieses wunderbar bunte Europa-Ding begeistert die ganze Welt: der ESC ist die größte Live-TV-Musikshow der Erde.

Was das eine nun mit dem anderen zu tun hat? Nun, ich wünsche mir mehr ESC-Gefühl, wenn es um das politische Europa geht! Dass wir uns öfter erinnern, welchen Schatz wir da haben: dieses Miteinander von einst verfeindeten Staaten. Diese Vielfalt an Kulturen, Ideen, Landschaften, Sprachen, Religionen – und die gemeinsame Sehnsucht nach Frieden und Gemeinschaft.

Bei allem, was man an diesem Europa kritisieren und verbessern kann: Für mich ist es eine Freude, ein Geschenk, ja, ein Segen, im geeinten Europa leben zu dürfen! Deshalb gehe ich selbstverständlich am 26. Mai zur Europawahl. Genauso selbstverständlich, wie ich mir heute Abend den herrlich albernen ESC anschaue!

* – Hinweis:
Diesen Text habe ich für die Leipziger Volkszeitung geschrieben, in der er am 18. Mai 2019 in der Kolumnen-Reihe “Gedanken zum Wochenende” erschienen ist.

1. Quartal 2019

Gehört:
Assembly Of Dust – 2016-04-23 – San Rafael, CA
Chris Barron – 2019-02-02 – Café #9, Sheffield, UK
Beirut – Gallipolli
Bilderbuch – Vernissage My Heart
Blues Traveler – 2019-03-01 – Brooklyn Bowl Vegas, Las Vegas, NV
Kristoffer Bolander – What Never Was Will Always Be
Phoebe Bridgers & Conor Oberst – Better Oblivion Community Center
The Cat Empire – Live at Ancienne Belgique, October 2013
The Cat Empire – Stolen Diamonds
Gary Clark Jr. – This Land
Cub Sport – Cub Sport
Deer Tick – Mayonaise
Damien Dempsey – Union
Dendemann – da nich für!
The Disco Biscuits – 2018-11-01 – Brooklyn Bowl, Las Vegas, NV
The Disco Biscuits – 2018-11-03 – Brooklyn Bowl, Las Vegas, NV
Kyle Falconer – Almost Pleasant
Shlomo Franklin – Don’t Love Anybody
Galactic – Already Ready Already
Gov’t Mule – 2019-01-20 – Runaway Bay, JA (Island Exodus X)
Gov’t Mule – 2019-01-21 – Runaway Bay, JA (Island Exodus X)
Gov’t Mule – 2019-01-23 – Runaway Bay, JA (Island Exodus X)
Martyn Joseph – Here Come The Young
Christian Kjellvander – Wild Hxmans
Leftover Salmon – 2017-01-15 – Farmstead at Long Meadow Ranch, St. Helena, CA
Lettuce – 2018-02-13 – Las Vegas, NV
Lettuce – 2018-08-25 – Lockn‘, Arrington, VA
Lettuce – 2018-10-30 – Newport News, VA
Lettuce – 2019-01-15 – The Vogue, Indianapolis, IN
Lettuce – 2019-01-17 – The Rex Theater, Pittsburgh, PA
Lettuce – 2019-01-18 – Infinity Music Hall & Bistro, Hartford, CT
Lettuce – 2019-01-19 – Brooklyn Steel, Brooklyn, NY
Jan Liesiecki – Mendelssohn
Lotus – 2018-09-21 – Mishawaka Amphitheatre, Bellvue, CO
The Magpie Salute – 2018-09-21 – Atlanta, GA
Old Sea Brigade – Ode to a Friend
Ove – Abruzzo
Pam Pam Ida – Sauber
Phish – 1991-07-19 – Somerville Theatre – Somerville, MA
Phish – 2019-02-21 – Riviera Maya, MX
Phish – 2019-02-22 – Riviera Maya, MX
Phish – 2019-02-23 – Riviera Maya, MX
Pinegrove – Skylight II
Chris Robinson Brotherhood – 2018-09-16 – Canton Hall, Dallas, TX
Joe Russo’s Almost Dead – 2018-08-16 – Red Rocks, Morrison, CO
s.m.h. – Daheim (2019 Remaster)
Eric Schenkman – Who Shot John?
Secret Source – Ape Shift
Spafford – For Amusement Only
Spafford – 2018-05-27 – Red Rocks Amphitheater, Morrison, CO
Spafford – 2018-10-13 – Music Hall Of Williamsburg, Brooklyn, NY
Spafford – 2019-01-20 – Jam Cruise, Miami, FL
Stoppok feat. Tess Wiley – Live
Strand Of Oaks – Eraserland
The String Cheese Incident – Travelogue 2018
SWMRS – Berkeley’s On Fire
TAUK – Real TAUK Vol. 1
Twiddle – 2018-12-30 – Boston, MA
Vianney – Le concert
Weezer – Weezer (Teal Album)
Hannes Wittmer – Das große Spektakel
Yungblud – Yungblud (Live In Atlanta)

Gesehen:
4-Takter, Dom St. Petrus, Osnabrück
Amarcord, Propsteikirche, Leipzig
Kristoffer Bolander, Knust, Hamburg
Bertrand Chamayou, Krzysztof Urbanski & Gewandhausorchester, Gewandhaus, Leipzig
Cub Sport, Nochtwache, Hamburg
Fabrik, Nebenan, Leipzig
Christian Kjellvander, Knust, Hamburg
Shelter Boy, Nochtwache, Hamburg
Dave Matthews Band, Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf
Dave Matthews Band, Mehr-Theater, Hamburg
Dave Matthews Band, Tempodrom, Berlin
Jan Plewka & Marco Schmedtje, Nochtspeicher, Hamburg

Gelesen:
André Herrmann – Platzwechsel
Doris Wagner – Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche
Juli Zeh – Neujahr

20 Jahre „Daheim“: s.m.h.-Album jetzt digital als Remaster erhältlich

1998, ein prägendes Jahr: im Sommer habe ich beim Radio angeheuert und sowas wie meine berufliche „Bestimmung“ gefunden. Und im Herbst ’98 musste ich ständig von Leipzig oder Werdau nach Hohenstein-Ernstthal pendeln. Denn dort entstand jenes Album, das ab heute erstmals digital und neu gemastert erhältlich ist – „Daheim“, das Album meiner damaligen Band s.m.h. Nach zwei mehr oder minder erfolgreichen Demo–Produktionen, dutzenden und aberdutzenden Gigs überall im Raum Chemnitz, Zwickau, Vogtland hatten wir – fünf Schulfreunde aus der westsächsischen Provinz, die im örtlichen Jugendclub quasi zu einer Band zwangsverheiratet wurden – uns sowas wie eine eigene musikalische Identität aufgebaut. Uns ging es um Rockmusik, die groovt und tanzbar sein sollte, mit deutschen Texten. Die durften gern etwas verschwurbelt und nur nicht zu leicht dechiffrierbar sein – unsere Säulenheiligen hießen Nationalgalerie und Selig, Black Crowes und Lenny Kravitz.

Also mieteten wir uns wochenendenweise im F.O.E.N. Studio in Hohenstein-Ernstthal ein und nahmen auf – professionell angeleitet von Inhaber und Produzent Thomas Schäfer, an dessen Engelsgeduld mit uns hibbeligen Gradesonichtmehrteenagern ich mich besonders gern erinnere. Ziel war es, die im Sommer zuvor aufgenommenen Demos so effizient und gut wie möglich im Studio zu reproduzieren. Keine Gastmusiker, keine unnötigen Effekte oder Manierismen, nur „wir fünfe“ und unsere besten Songs. Anfang 1999 konnten wir das Ergebnis dieser Sessions in der ausverkauften Werdauer „Bruchbude“ der Weltöffentlichkeit präsentieren: „Daheim“ war da – und die Kräfte als Band schwanden. Zwar traten wir noch für ein gutes Jahr weiter auf (sogar in Berlin!) und schlugen uns die Wochenenden in Jugendclubs und Bierkneipen musizierend um die Ohren und ja, die CD verkaufte sich ganz ordentlich … Doch irgendwie war „die Luft raus“, Sachen wie Studium, Freundinnen oder Jobs verschoben unsere Prioritäten immer mehr, sodass s.m.h. irgendwann vorbei war, ohne, dass wir uns je bewusst aufgelöst hätten. Ein einmaliges Reunion-Konzert paar Jahre später, wiederum in Werdau, wiederum mit über 350 Gästen restlos ausverkauft, verdeutlichte uns nochmal, dass wir und unsere Musik offenbar einigen Leuten echt was bedeutet haben – ein schönes Gefühl, bis heute.

Fast forward ins Jahr 2018: zwanzig Jahre später mache ich immer noch hauptberuflich Radio und nebenbei, so oft es geht, Musik – heute mit meinen Freunden Heiko und Dirk in der Band 2zueins! und auch solo als Singer-/Songwriter. Dazu noch der 40. Geburtstag – klar, dass man da schon mal Rückschau hält und auch musikalisch Bilanz zieht. Es war mein Wunsch, die ersten beiden „richtigen“ Platten, an denen ich maßgeblich mitgeschrieben und -performt habe, digital verfügbar zu machen. Die 2003er Veröffentlichung „In der Zwischenzeit“ meines Projektes dunkelblau mit Matthi Frommann erschien daher im letzten Herbst, pünktlich zum 15jährigen Jubiläum. Jetzt, genau 20 Jahre nach Release, ist also auch „Daheim“ dran. Beide Machwerke hat marQs Plietsch im Authentic Audio Studio in Hof meisterlich und in liebevoller Kleinarbeit in die „klangliche Gegenwart“ katapultiert. Gerade das Album „Daheim“ klingt 2019 dadurch druckvoller und selbstbewusster denn je.

Als junge Band, die wir 1999 zweifelsohne waren, hadert man mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Das Album, so stolz es uns gemacht hat, gab unserer Meinung nach nie so ganz wieder, was wir musikalisch „sagen“ wollten. Schon ein paar Monate Abstand reichten, um zu denken: „Ach Mensch, das oder das hätten wir doch auch ganz anders machen, aufnehmen, arrangieren können …“ Höre ich mir jetzt, heute, im Februar 2019, das Remaster jener Platte aus dem letzten Jahrtausend (!) an, dann bin ich tief versöhnt und zufrieden mit dem Ergebnis und wirklich stolz darauf: doch, ja, das waren wir. Und genau so waren wir. Wir hatten „Sehnsucht nach Blues“, wussten „Wo es langgeht“, waren „Daheim“ in unserer Welt. Schön, dass es diese Erinnerungen ab heute überall zu hören gibt, wo online Musik gestreamt oder verkauft wird, zum Beispiel bei Spotify, YouTube Music, Apple Music, iTunes, Google Play, Amazon MP3. Ich wünsche viel Spaß damit. Und alles andere kommt später …

Mein 2018: Ein Fazit.

Wäre 2018 ein Lied, es wäre ein Uptempo-Hit mit merkwürdigem Beat und einer Hammer-Hook. London, Hamburg, Berlin, Eichstätt, Benediktbeuern, Frankfurt, München. Mein vierzigster Geburtstag; diese wunderbare Party. Stets willkommen in den Familien meiner Freunde, was für ein Segen. Schwedt. Ostritz. Borna. Madrid. Hersel. Leubnitz. Stuttgart. Rottweil. Seit zwanzig Jahren Radiomacher; nicht eine Woche war wie die andere. Rudolstadt. Rom. Gleich nochmal Rom. Dem Papst die Hand geschüttelt. Irre. Überhaupt: viel geerntet, Neues gesät. Tolle Konzerte gespielt, tolle Konzerte gesehen. Berlin. Schreiersgrün. Fraureuth. Trebbin. Fulda. Werdau, immer wieder Werdau. Leipzig, Zuhause seit zweiundzwanzig Jahren. Schönefeld, Gohlis, Eutritzsch, Stötteritz, Reudnitz. Viel gepodcastet. Idee für neues Musikprojekt geboren. Dreimal Gast in einer Talkshow, zweimal im Fernsehen. Mal wieder Trauzeuge. Zum ersten Mal mit Pfeil und Bogen geschossen. Wechselburg im Spätsommer, Wechselburg im Spätherbst. Schmochtitz. Trebsen. Dresden. Entspanntes Finale am Neckar. Freilich, es war nicht immer alles gut (diese Hitze! Und wo ist mein Geruchssinn hin, WTF??), das allermeiste aber eben doch. Ja, ein Ohrwurm mit genialem Groove und derbem Flow, dieses 2018. Was bleibt, sind tiefe Dankbarkeit und Demut.

Hier noch einmal meine Lieblings-Listen 2018 im Überblick:
Lieblingsalben 2018
Lieblingskonzerte 2018
Lieblingslieder 2018

Danke, werter Besucher, für’s Mitlesen, Dabeisein, Begleiten und Beobachten im Jahr 2018 – ich freue mich auf 2019 und viele neue Lieder, Bücher, Reisen, Eindrücke, Momente und Blogeinträge.

Ältere Jahresrückblicke:
2017 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2016 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2015 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2014 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2013 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2012 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2011 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2010 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2009
2008
2006
2005
2004

4. Quartal 2018

Gehört:
AnnenMayKantereit – Schlagschatten
Julien Baker, Phoebe Bridgers & Lucy Dacus – Boygenius
Bilderbuch – Mea Culpa
Blues Traveler – 2018-10-27 – The Ritz, Raleigh, NC
Blues Traveler – Hurry Up & Hang Around
ClickClickDecker – Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten
The Decemberists – Traveling On
Doc Robinson – The Musicol Sessions, Vol. II
Bob Dylan – More Blood, More Tracks: The Bootleg Series Vol. 14
Bob Dylan and the Grateful Dead – Dylan & The Dead (original version reconstruction)
Element Of Crime – Schafe, Monster und Mäuse
Fabrik – Rauch steigt auf
Sam Fender – Dead Boys EP
William Fitzsimmons – Mission Bell
God Street Wine – 2018-12-22 – Gramercy Theatre, New York, NY
Garish – Rosen und Applaus. Die Uzlop Bänder
The Good, the Bad & the Queen – Merrie Land
Gov’t Mule – 2018-10-31 – Clyde Theatre, Fort Wayne, IN
Gov’t Mule – 2018-10-27 – The Tabernacle, Atlanta, GA
Isaac Gracie – Close Up, Looking Down
Greta Van Fleet – Anthem Of The Peaceful Army
Moritz Krämer – Ich hab‘ einen Vertrag unterschrieben 1
moe. – Wicked Awesome Vol. 1
Mumford & Sons – Delta
My Brothers & I – Heartbeat (Acoustic Live)
Jim James – Uniform Clarity
Leoniden – Again
Lukas Graham – 3 (Purple Album)
Dave Matthews Band – 2018 Fall Tour Highlights (aud)
Dave Matthews Band – The Batson Sessions
Dave Matthews Band – Encore Trax – Summer Tour 2018 Extended
Dave Matthews Band – Live Trax, Vol. 46: 2018-07-07 – Ruoff Home Mortgage Music Center, Noblesville, Indiana
Blake Mills – Look
Van Morrison – The Prophet Speaks
Ocean Colour Scene – Ocean Color Scene EP
Phish – Kasvot Växt: í rokk (Live)
Phish – Live Bait Vol. 15
Phish – The Baker’s Dozen: Live At Madison Square Garden
R.E.M. – R.E.M. At The BBC (Live)
The Revivalists – Take Good Care
Chris Robinson Brotherhood – Betty’s Midwestern Magic Blends Vol. 4
Bill Ryder-Jones – Yawn
Spin Doctors – 2018-09-13 – Greenway Takeover Festival in North Forks, ND
Spin Doctors – 2018-11-08 – Brooklyn Bowl, New York, NY (30th anniversary show)
Dustin Tebbutt – Chasing Gold
Widespread Panic – 2018-10-21 – The Riverside Theater, Milwaukee, WI
Rachael Yamagata – Porch Songs

Gesehen:
Cosmic Conjunction, Westhafen Pier 1, Frankfurt/Main
Fabrik, Kulturlounge, Leipzig
Fimmadur, Propsteikirche, Leipzig
hmdi, Tuchfabrik, Werdau
Lukrator, Kulturlounge, Leipzig
Pinegrove, Cassiopeia, Berlin
Fritz Tonhammer, Tuchfabrik, Werdau

Gelesen:
Sebastian Fitzek – Das Paket
Papst Franziskus – Laudato Si! Die Umwelt-Enzyklika des Papstes. Mit einem Vorwort von Gerhard Kardinal Müller
Stephen King – Der Outsider

Mein 2018: Lieblingslieder

10 Leoniden – Kids
My ears are ringing, my throat is dry and my hands are trembling. Fuck it all, we killed it tonight.

9 George Ezra – Shotgun
Deep sea divin‘ round the clock, bikini bottoms, lager tops, I could get used to this.

8 Troye Sivan – The Good Side
I’m sure we’ll meet in the spring and catch up on everything. I’ll say I’m proud of all that you’ve done, you taught me the ropes, and you taught me to love.

7 Ben Harper & Charlie Musselwhite – When Love Is Not Enough
Choosing not to remember is no way to forget, that’s just a losing bet. It’s so unjust when love is not enough.

6 Jim James – Yes To Everything
Oh there was a time when I said yes to everything, completely open, was I mad? Or motherfuckin‘ out of my mind?

5 Pinegrove – Darkness
Some people spend their whole lives looking for someone who could understand, and while meanwhile a lilac blooming sometimes on the driest land.

4 Dawes – My Greatest Invention
You can turn a second inside out and end up with an eternity. But to polish up a diamond you have to clear some debris.

3 Blues Traveler – The Wolf Is Bumpin‘
It’s not running when you go nowhere or have no place to be, just to shuffle through the tearing smoke confused why you can’t see.

2 Brandi Carlile – Sugartooth
To think he had fought it all on his own just to lose the battle and die alone.

1 Andrew McMahon in the Wilderness – Teenage Rockstars
We taught ourselves to play and we’d play it loud.

Meine zehn Lieblingslieder 2018 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingslieder 2017 (Spotify), 2016 (Spotify), 2015 (Spotify), 2014 (Spotify), 2013 (Spotify), 2012 (Spotify), 2011 (Spotify), 2010 (Spotify), 2009 (Spotify), 2008.