

10 Amos The Kid – Enough As It Was
Mein Musikjahr 2025 war, rĂŒckblickend betrachtet, von vielen alten Bekannten und eher wenigen Neuentdeckungen geprĂ€gt. Was ja okay ist. Amos The Kid gehört zu letzteren. „Enough As It Was“ erschien in Amos Nadlersmiths Heimat Kanada schon 2023; das Gand Hotel Van Cleef sorgte jetzt fĂŒr den Europa-Release, wodurch KĂŒnstler und Platte auch auf meinem Radar auftauchten. Wunderbar wunderlicher Rock mit gelegentlichen Country-Einsprengseln.
9 Jan Plewka – Eine Art Soloalbum
Etwa seit der Pandemie werkelte Selig-SĂ€nger Jan Plewka an diesem Projekt; einem Mix aus Tagebuchschnipsel-Patchwork-Lyrics, GemĂ€lden und Musik. Im Kern ist „Eine Art Soloalbum“ eine Sammlung melancholischer Lieder, die bisweilen mehr Chanson als Pop sind und absolut einen Nerv bei mir treffen.
8 Galactic and Irma Thomas – Audience With The Queen
Irma Thomas kam 1941 zur Welt und wird als Soul-Queen von New Orleans verehrt. Schon zuvor hat sie mit den Musikern der Funkband Galactic zusammengearbeitet, nun war es Zeit fĂŒr eine ganze gemeinsame Platte. Und was fĂŒr eine! Klassischer Soul (ein wenig Gospel hier, ein wenig Motown da) mit einem modernen Twist, gekrönt von Irmas ĂŒber jeden Zweifel erhabenen Gesang.
7 My Morning Jacket – is
Nach vier Jahren Studiopause versucht es die Band um Jim James erstmals mit einem externen Produzenten (Brendan O’Brien). Waren die Songs auf dem VorgĂ€ngeralbum eher psychedelisch-ausufernd; kommt „is“ komprimiert und auf die Songkerne konzentriert daher. Vermutlich exakt der von My Morning Jacket erhoffte Effekt. Zehn tolle StĂŒcke in kurzweiligen 39 Minuten.
6 Max Pope – Praise Animal
Das DebĂŒt „Counting Sheep“ begeisterte mich 2022 durch den souligen Folkpop, den Max Pope darauf offerierte. „Praise Animal“ klingt anders, macht aber genauso SpaĂ. Pope macht sich’s musikalisch irgendwo zwischen Portugal. The Man und Arlo Parks gemĂŒtlich und ich höre ihm gern dabei zu.
5 Josh Ritter – I Believe In You, My Honeydew
Josh Ritter haut seit Jahren ein gutes Album nach dem nĂ€chsten raus. Was ihm offenbar nicht immer leicht fĂ€llt: Statt in einer Schreibblockade auszuharren, begann Ritter, Songs an seine Muse zu schreiben – gerichtet also an jene Inspiration, die ihn vermeintlich gerade im Stich lieĂ. Interessante Methode, die ihn letztlich aus seinem kreativen Loch rauszog und uns zehn herrlich unaufgeregte Lieder beschert hat.
4 Garish – Am Ende wird alles ein Garten
„Nicht jeder ist verrĂŒckt, ich weiĂ, doch es sieht so aus. Das ist keine Hand, das ist eine Faust“ – „Schwerelos, wie geht das noch? Komm ich schieĂ Dich auf den Mond“ – „Es gibt, und ich glaub fest daran, ein Leben nach der Geisterbahn“ …: Die knuffigsten Songtexte des Jahres kamen in diesem Jahr aus dem Burgenland. Garish gelingt schon seit langer Zeit immer wieder grandiose Musik, „Am Ende wird alles ein Garten“ markiert dabei einen neuen Höhepunkt.
3 Spin Doctors – Face Full Of Cake
Die allermeisten hatten fĂŒr 2025 wohl kein neues Spin Doctors-Album auf ihrer Bingocard. Die eingeschworene Fangemeinde wartet hingegen schon seit drei Jahren sehnsĂŒchtig auf den Release der Platte. Auch mit Neuzugang Jack Daley (seit 2021 am Bass) bleibt die Band ihrem Trademark-Mix aus Rock und Funk treu, altert in WĂŒrde und klingt trotzdem frisch. Mein Fanherz ist glĂŒcklich – abgesehen davon, dass die Spins seit mehr als zehn Jahren nicht mehr auf Europatour waren.
2 Michigander – Michigander
Der Indiepop von Jason Singer aka Michigander fasziniert mich. Da singt einer unverblĂŒmt von seinen Sorgen, Konflikten und Hoffnungen und packt das in zuckersĂŒĂe Melodien und hymnenartige Refrains. Zehn Jahre im GeschĂ€ft, mehrere EPs veröffentlicht, jetzt endlich das AlbumdebĂŒt. Diese Songs wurden in Windeseile zu neuen besten Freunden, die ich wieder und wieder und wieder treffen möchte.
1 Goose – Everything Must Go / Chain Yer Dragon
Jawoll, zwei Alben besetzen in diesem Jahr Platz 1 – in dieser Liste wie in meinem Herzen. Goose haben nĂ€mlich gleich zwei XXL-Studiowerke rausgehauen, die mich begeistern. „Everything Must Go“ ist dabei die etwas aufpoliertere, kaleidoskopartigere Angelegenheit, wĂ€hrend „Chain Yer Dragon“ nĂ€her am Livesound der Band ist und durch den Kosmos aus Geschichten, Typen und Mythen besticht, in den Goose ihr Publikum ziehen. FĂŒr beide gilt: Das ist musikalisches comfort food im besten Sinne. Jedes Hören ist ein Nachhausekommen und hĂ€lt selbst nach dem x-ten Durchgang noch Ăberraschungen und neue Details bereit.
Meine Lieblingsalben 2025 gibtâs hier als Spotify-Playlist.
Siehe auch:
Lieblingsalben 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2006, 2005, 2004. Alle Lieblingsalben seit 2015 in dieser Playlist.https://daniel-heinze.de/2024/12/23/mein-2024-lieblingsalben/











